#MDRklärt Das sind Überhang- und Ausgleichsmandate

Viele Landtäge haben mehr Abgeordnete, als es ursprünglich vorgesehen war. Grund ist das Deutsche Wahlrecht. Erst- und Zweitstimme können zu Überhangmandaten führen, die dann wiederum Ausgleichsmandate hinter sich herziehen. Klingt kompliziert? Wir erklären es.

Arbeiter beim Aufbau von Stühlen anlässlich vom Umbau des Plenarsaal des Deutschen Bundestages
Bildrechte: IMAGO / IPON
Arbeiter beim Aufbau von Stühlen anlässlich vom Umbau des Plenarsaal des Deutschen Bundestages
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Ein Beispiel: Bei einer Wahl gewinnt Partei A mit 75 Prozent  vier Landtagssitze, Partei B mit 25 Prozent zwei Sitze.
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Partei B hat zwar nur 25 Prozent über die Zweitstimme bekommen, konnte aber drei Direktmandate über die Erststimme erzielen. Deshalb bekommt sie ein Überhangmandat.
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Nun stimmt aber das Verhältnis der Parteien nicht mehr. Statt 2:1 ist das Verhältnis nun 4:3.
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Deshalb bekommt Partei A nun zwei Ausgleichsmandate, um das ursprüngliche Verhältnis wieder herzustellen.
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So soll Fairness erzielt werden, allerdings wachsen so auch die Landtage an, was zu höheren Kosten für den Bürger führt.
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Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 16. September 2021 | 19:00 Uhr
Quelle: MDR/Max Schörm
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