15.06.2021 | Sachsen-Anhalt am Morgen Museen bangen um Zukunft nach Corona

Fabian Frenzel
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Heute im Morgenticker: Die Museen in Sachsen-Anhalt haben Sorgen um ihre Zukunft. Finanzielle Corona-Folgen der Kommunen könnten sich auf Ausstellungen und Co. auswirken. Und: Die Landesregierung berät über die Abschaffung der Maskenpflicht.

Blick in einen Ausstellungsraum im Bauhaus Museum in Dessau, an dessen Werk ein Netzwerk aus Fotos, Schrift und aufgespannten Seilen zu sehen ist
Die Museen in Sachsen-Anhalt schauen in eine ungewisse Zukunft. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Olga Patlan

Das Wichtigste am Morgen

11:00 Uhr | Schluss für heute

Ende, Aus, Mickey Maus. Das war der Ticker für heute. Ich verabschiede mich von Ihnen. Morgen schreibt Mandy Ganske-Zapf den Mittwochs-Ticker für Sie.

Und weil es die nächsten Tage sehr sommerlich werden soll, zum Abschluss noch ein Video, das zeigt, was bei starker Sonneneinstrahlung mit unserer Haut passiert. Spoiler: nichts Gesundes!

10:48 Uhr | Besuch bei einem weltweit erfolgreichen Kettensägen-Künstler

Seit 20 Jahren erschafft Sebastian Seiffert aus Barnstädt bei Querfurt kunstvolle Holzskulpturen. Damit ist er sehr erfolgreich: Als Geschäftsmann, als Künstler und bei Wettbewerben. Wir haben ihn besucht und ich kann versprechen: Die Skulpturen sind überraschend detailliert dafür, dass sie mit einer Kettensäge geschnitzt werden.

10:30 Uhr | Prozess: Mann soll Drogen an Minderjährige verkauft haben

Vor dem Landgericht Magdeburg startet heute ein Prozess gegen einen Mann aus Osterwieck. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 35-jährigen Mann vor, vier Jahre lang mit Drogen gehandelt zu haben. In seinem Portfolio sollen viele der gängigen Betäubungsmittel gewesen sein: Marihuana, Cannabis, Speed und Ecstasy. Zwischen Dezember 2016 und Dezember 2020 soll der Angeklagte die Drogen auch an Minderjährige verkauft haben. Seit seiner Festnahme Mitte Dezember sitzt er in U-Haft. An zwei Verhandlungstagen sollen elf Zeugen gehört werden. Während des Ermittlungsverfahrens hat er die ihm vorgeworfenen Taten weitgehend gestanden.

10:06 Uhr | Feuer in Gartenanlage in der Börde

In Flechtingen im Landkreis Börde hat am Montagabend eine Laube gebrannt. Das meldet ein MDR-Reporter. Die Rauchwolke sei kilometerweit zu sehen gewesen. Insgesamt 48 Feuerwehrleute mussten laut Feuerwehrangaben ausrücken. "Da es in der Gartenanlage keine Hydranten gibt, mussten wir das Wasser mit Tanklöschfahrzeugen an die Einsatzstelle bringen", so Wehrleiter Andreas Wolter. Dennoch sei es gelungen, ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäudeteile und Grundstücke zu verhindern.

Auch eine Photovoltaikanlage ist laut Feuerwehr in Brand geraten und habe die Löscharbeiten erschwert. "Bei derartigen Anlagen ist Vorsicht geboten", so Wolter. Denn beim Brand von Lithium-Ionen-Akkus könnten giftige Gase entstehen und Chemikalien austreten. Eine weitere Gefahr sei die Elektrizität. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe liegen noch keine Informationen vor. Verletzt wurde niemand. 

Hinter einer Gartenlaube lodert ein Feuer.
Die brennende Gartenlaube ist komplett zerstört worden. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

09:47 Uhr | Unternehmen aus Halle gewinnt ostdeutschen Wirtschaftspreis

Ein Unternehmen aus Halle gehört zu den diesjährigen Preisträgern des Ostdeutschen Wirtschaftsforums. Bei der Veranstaltung im brandenburgischen Bad Saarow wurde die SONOTEC GmbH ausgezeichnet. Die hallesche Firma stellt Ultraschall-Wandler und -Sensoren sowie Prüfgeräte und Messtechnik her.

Geräte von SONOTEC kommen unter anderem bei der Entwicklung und Produktion von Corona-Impfstoffen in den Anlagen von Biontech/Pfizer und Johnson & Johnson zum Einsatz. Auf der Kunden-Liste stehen aber auch Konzerne wie BASF, Bayer und Dr. Oetker.

09:20 Uhr | Fortschritt beim Internetausbau

Sachsen-Anhalt hat während der Corona-Pandemie offenbar große Fortschritte beim Internetausbau gemacht. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, wurden Ende vergangenen Jahres 87,5 Prozent der Haushalte mit einer Internetgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit pro Sekunde versorgt. Ende 2019 seien es noch 78,3 Prozent gewesen.

Die Zeitung beruft sich auf das Wirtschaftsministerium. Demnach wurden allein im vergangenen halben Jahr knapp 16 Millionen Euro Fördergeld in den Breitbandausbau investiert – hauptsächlich im ländlichen Raum. Trotz der Fortschritte liegt Sachsen-Anhalt im bundesweiten Vergleich weiterhin auf dem vorletzten Platz.

08:53 Uhr | Abwasser zeigt: Hoher Kokain-Konsum in Magdeburg

Wissenschaftler verzeichnen in Magdeburg den größten Kokainkonsum Mitteldeutschlands. Das ist nach MDR-Recherchen das Ergebnis von Abwasseranalysen. Demnach liegt die Stadt auch beim Verbrauch von Speed und MDMA vorn. Generell zeigen sich die größten Methamphetamin-Vorkommen Europas nach Tschechien in Mitteldeutschland.

Die Analyse bedeutet allerdings nicht, dass Magdeburg bereits die mitteldeutsche Drogenhauptstadt ist. Weitere Daten liegen nämlich nur für Dresden, Erfurt und Chemnitz vor.

08:21 Uhr | Weniger Wald, mehr Steppe

"In Sachsen-Anhalt kann es im ungünstigsten Fall Bereiche geben, wo kein Wald mehr wachsen wird, sondern Busch." Das sagt Inke Schauser vom Umweltbundesamt (UBA). In einer Risikoanalyse hat das UBA aufgezeigt, wie sich der Klimawandel auf Deutschland auswirken könnte.

Auch ohne Klimawandel ist Sachsen-Anhalt schon das trockenste aller Bundesländer. Zudem werden die Sommer in weiten Teilen des Landes zunehmend trockener, während die Winter etwas feuchter werden. Im Zusammenspiel mit steigenden Temperaturen im Sommer hat das zur Folge, dass die Bodenfeuchte in den meisten Regionen rückläufig ist.

Was dagegen getan werden kann, zeigt der folgende Artikel:

08:21 Uhr | Waldbrandgefahr steigt an

In Sachsen-Anhalt steigt die Waldbrand-Gefahr. Wie das Landeszentrum Wald mitteilte, gilt bereits für die Hälfte der Wälder die höchste oder zweithöchste Warnstufe. Besonders stark sind demnach die Landkreise Wittenberg und Anhalt-Bitterfeld betroffen. Durch die Wetterlage könne sich die Situation weiter zuspitzen. Sachsen-Anhalt stehen hochsommerliche Tage bevor.

Das bedeuten die Waldbrandgefahrenstufen

Trockenheit im Wald
Waldbrandgefahrenstufe 1
Der Wald kann ohne Einschränkungen betreten werden und die Waldbrandwarnung ist aufgehoben. 
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Trockenheit im Wald
Waldbrandgefahrenstufe 1
Der Wald kann ohne Einschränkungen betreten werden und die Waldbrandwarnung ist aufgehoben. 
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Trockenheit
Waldbrandgefahrenstufe 2
Es gibt keine grundsätzliche Einschränkung beim Betreten des Waldes. Um Zündquellen zu vermeiden, ist erhöhte Vorsicht geboten. Fahrzeuge dürfen weiter auf Waldparkplätzen abgestellt werden. Wege mit trockener Bodenvegetation nur im unbedingten Notfall befahren.
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Eine Waldbrand-App auf einem Smartphone
Waldbrandgefahrenstufe 3
Es besteht eine erhöhte Waldbrandgefahr. Die zuständige Behörde darf den Wald sperren. Das Betreten des Waldes ist weiterhin erlaubt, aber bei der Nutzung von Waldparkplätzen ist erhöhte Vorsicht geboten (Stichwort: heiße Auspuffanlagen). Öffentliche Feuerstellen oder Grillplätze im und am Wald dürfen nicht mehr genutzt werden.
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von der Trockenheit bedrohte Pflanzen auf dem Waldboden
Waldbrandgefahrenstufe 4
In Waldgebieten sollten öffentliche Straßen und Wege, sowie Waldwege aller Art nicht verlassen werden. Die Forstbehörde kann ausgewiesene Parkplätze, sowie touristische Einrichtungen im Wald sperren. Die zuständigen Behörden treffen gegebenenfalls zusätzliche Brandschutzmaßnahmen.
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Feuerwehrschlauch auf Waldboden
Waldbrandgefahrenstufe 5
Die Forstbehörde und der Waldeigentümer dürfen den Wald sperren. Der Wald sollte weder betreten noch befahren werden. Ausnahmen gelten nur zu Kontrolltätigkeiten durch die Forstbehörde, sowie für Kräfte des Brandschutzes, Rettungsdienstes oder Katastrophenschutzes.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 30.06.2018 | 07:00 Uhr

Quelle: MDR/mh
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Eine Waldbrand-App auf einem Smartphone
Waldbrandgefahrenstufe 3
Es besteht eine erhöhte Waldbrandgefahr. Die zuständige Behörde darf den Wald sperren. Das Betreten des Waldes ist weiterhin erlaubt, aber bei der Nutzung von Waldparkplätzen ist erhöhte Vorsicht geboten (Stichwort: heiße Auspuffanlagen). Öffentliche Feuerstellen oder Grillplätze im und am Wald dürfen nicht mehr genutzt werden.
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07:55 Uhr | In Halle fällt Maskenpflicht im öffentlichen Raum weg

Apropos Maskenpflicht: Halle ist schon einen Schritt weiter als die Landesregierung. Dort musste zwischen 8 Uhr und 20 Uhr in der ganzen Stadt eine Mund-Nasenbedeckung getragen werden, wenn ein Abstand von anderthalb Metern nicht dauerhaft eingehalten werden konnte. Das fällt jetzt weg. Ebenso das Alkoholverbot, das von 20 Uhr bis 6 Uhr in der Altstadt, der Leipziger Straße, auf dem Hans-Dietrich-Genscher- und dem August-Bebel-Platz, sowie am Saaleufer galt, um Menschenansammlungen zu verhindern. Diese Regeln waren allerdings auch strenger als die des Landes.

07:32 Uhr | Fällt die Maskenpflicht in Sachsen-Anhalt?

Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt berät heute erneut über die Corona-Regeln. Dabei soll es zum Beispiel um die Abschaffung der bislang ab Klasse 7 geltenden Maskenpflicht im Schulunterricht gehen. Auch das Tragen von Masken im öffentlichen Raum wie etwa in Bussen und Bahnen ist laut Sozialministerium Thema.

Zudem berate die Regierung über die Vorgaben für private und öffentliche Veranstaltungen im Innen- und Außenbereich.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen war zuletzt in Sachsen-Anhalt deutlich zurückgegangen. Laut RKI liegt der Inzidenzwert heute Morgen bei 6,7. Damit hat das Land im bundesweiten Vergleich eines der geringsten Infektionsgeschehen. Bundesweit beträgt der Inzidenzwert aktuell 15,5.

07:15 Uhr | Halbe Million in Arztpraxen geimpft

In den Arztpraxen in Sachsen-Anhalt sind bislang mehr als eine halbe Million Menschen gegen Covid-19 geimpft worden. Wie die Kassenärztliche Vereinigung mitteilte, wurden allein in der vergangenen Woche rund 88.000 Dosen verabreicht. Die Nachfrage nach Impf-Terminen sei weiterhin hoch, allerdings der Impfstoff auch weiterhin knapp. Es würden oft weniger Impfstoff-Dosen geliefert als geordert worden seien. Das erschwere es den Praxen, die Impfungen zu planen.

06:57 Uhr | Zwei Tote bei Unfall auf A9

Auf der Autobahn 9 sind am Montagabend bei einem Verkehrsunfall zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei waren sie zwischen Osterfeld und Weißenfels mit ihrem Kleintransporter an einem Stauenende mit hoher Geschwindigkeit auf einen Lastwagen aufgefahren. Die A9 musste in Richtung Berlin mehrere Stunden gesperrt werden.

06:40 Uhr | Sondierungsgespräche gestartet

Rund eine Woche nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat sich die CDU gestern mit möglichen Koalitionspartnern zu ersten Gesprächen getroffen. Nacheinander kamen je zwei Vertreterinnen und Vertreter von SPD, FDP und Grünen in die Landesgeschäftsstelle der Union. CDU-Landeschef Schulze sprach anschließend von konstruktiven Gesprächen. Nach ihrem Wahlsieg hat die CDU mehrere Möglichkeiten für ein Regierungsbündnis. Rechnerisch würde es auch mit einer Stimme Mehrheit für ein Zweier-Bündnis von CDU und SPD reichen.

06:13 Uhr | Ein Jahr Corona-App: Sind Sie (noch) dabei?

Die Corona-App ist schon ein Jahr alt. Ich persönlich nutze sie mal mehr, mal weniger. Nützlich finde ich, dass ich dort ein aktuelles Corona-Testergebnis anzeigen lassen kann. Und seit gestern kann man auch seinen Impfnachweis über die App nachweisen. Grund genug bei Ihnen einmal nachzufragen.

Die Ergebnisse der Umfrage fassen wir morgen ausführlich für Sie zusammen.

06:00 Uhr | Museen bangen um Zukunft nach Corona

Der Museumsverband Sachsen-Anhalt sorgt sich um die Zukunft einiger Ausstellungshäuser. Der Geschäftsführer des Verbandes, Danny Könnicke, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, viele Museen müssten sicherlich bangen. Die Auswirkungen von Corona auf die Finanzen der Kommunen seien noch nicht absehbar und Museen eine freiwillige Leistung: "Das heißt, da kann man, im Grunde genommen, immer gut sparen, wenn man denn unbedingt möchte." Könnicke äußerte allerdings die Hoffnung, dass die meisten Kommunen und Landkreise zu ihren Museen stehen, sodass zumindest die öffentlich getragenen Museen nicht zu stark gefährdet sind.

Bei privatwirtschaftlich organisierten Museen ist das Land nach den Worten Könnickes dabei, einen Unterstützungsfonds aufzulegen. Dieser Fonds solle dann GmbHs, privaten Stiftungen und vereinsgeführten Museen zu Gute kommen: "Ob das am Ende allen über den Berg hilft, ist noch offen. Ich weiß aber derzeit nicht von weiteren Schließungsplänen."

In Quedlinburg will sich der Landkreis Harz aus der Finanzierung der Lyonel-Feininger-Galerie zurückziehen. Dadurch drohen in der Galerie zusätzliche Veranstaltungen zur Dauerausstellung auszufallen. Außerdem könnten Mitarbeiter entlassen werden.

05:29 Uhr | Wetter: Noch keine 30 Grad

Heute gibt es zwar Sonne, aber von der Altmark her zeitweise dichte Wolken und am Nachmittag vor allem vom Harz bis zum Burgenlandkreis eventuell einzelne Schauer. Die Höchstwerte liegen zwischen 23 und 27 Grad, Abkühlung bietet der Brocken bei nur 16 Grad.

Ab Mittwoch sollen dann die Temperaturen über die 30-Grad-Marke steigen. Deswegen kleiner Pro-Tipp: Schon heute die Eis-Truhe im Supermarkt ansteuern. Ab morgen könnte die dann leer sein.

Das sind die aktuellen Temperaturen:

05:00 Uhr | Sommernacht hat einen um den Schlaf gebracht

Guten Morgen, ich hoffe Sie sind ausgeruhter als ich. Ich bin Fabian Frenzel und mich hat die warme Sommernacht ein bisschen um den Schlaf gebracht. Und es soll in den kommenden Nächten ja noch wärmer werden. In diesem Sinne habe ich mir direkt einen Eistee aufgegossen und starte erfrischt in den Tag. Ich hoffe, Sie mit dem Ticker ebenso.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns über Ihre Meinung, lassen Sie uns gerne einen Kommentar da oder schreiben Sie uns bei Twitter oder Facebook. #tickeriki

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