09.03.2021 | Sachsen-Anhalt am Morgen Viel Termin-Shopping im Einzelhandel – aber kaum Schnelltests in Apotheken

Luca Deutschländer
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Der Morgenticker zum Nachlesen: In Sachsen-Anhalt wollen vor allem Einzelhändler mit kleinen Betrieben die Möglichkeit nutzen, Kundschaft mit Termin zu empfangen – weniger gut läuft es mit den versprochenen kostenlosen Schnelltests. Und: Hausärzte sollen ab April flächendeckend impfen können. Außerdem: Hundezüchter erleben in der Pandemie einen wahren Ansturm.

Auf einem Schild steht Wir haben geöffnet
Wieder geöffnet, aber nur für Kundschaft mit Termin: In Sachsen-Anhalt werden nach Einschätzung von Branchenvertretern viele Einzelhändler auch mit Auflagen öffnen. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Das Wichtigste am Dienstag:

10:58 Uhr | Und tschüss!

Ausgetickert, schreibt mein Kollege André Plaul immer so schön. Dem schließe ich mich heute an: Denn ich habe fertig. Danke für Ihr Interesse am Morgenticker von MDR SACHSEN-ANHALT. Machen Sie sich einen schönen Dienstag, bleiben Sie gesund und munter – und schauen Sie gern morgen früh wieder vorbei. Bis dahin!

10:49 Uhr | Inklusion: Müssen wir mehr tun?

In Deutschland lebt fast jeder zehnte Mensch mit einer schweren Behinderung. Nicht immer ist das im Alltag sichtbar. Fakt ist aber eines: Für Betroffene ist es in vielen Fällen schwierig, am öffentlichen Leben teilzuhaben. Besonders spiegelt sich das auf dem ersten Arbeitsmarkt wider, auf dem Menschen mit Behinderung noch immer unterrepräsentiert sind.

Um Inklusion und Teilhabe geht es deshalb in der neuen Befragung unseres MDR-Meinungsbarometers MDRfragt, die heute Morgen gestartet ist. Darin wollen wir von Ihnen unter anderem wissen: Tut unsere Gesellschaft genug, um Menschen mit Behinderung zu unterstützen? Mitmachen können alle, die Teil der MDRfragt-Community sind.

10:40 Uhr | "Run auf Rassen ist enorm": Hunde-Züchter werden mit Anfragen "bombardiert"

"Der Run auf alle Rassen ist enorm" – Das sagt Roland Bebber, stellvertretender Chef des Verbands für das Deutsche Hundewesen in Sachsen-Anhalt. Bebber beschreibt damit das große Interesse vieler Menschen in Sachsen-Anhalt, sich in Pandemie-Zeiten einen Hund zuzulegen. Die Züchter würden mit Anfragen regelrecht bombardiert, die Wartezeiten seien lang. Wie Bebber weiter sagte, sind besonders Französische Bulldoggen aktuell beliebt. Wer sich einen solchen Hund anschaffen will, müsse mit Kosten von etwa 3.000 Euro rechnen.

Das große Interesse sorgt im Verband aber durchaus für Bedenken. Roland Bebber sagte, die Gefahr sei groß, dass bei der "Wiederkehr normaler Lebensumstände" die Tierheime voller würden.

10:31 Uhr | Was heute außerdem wichtig wird

Zweifarbige Grafik Kind vor geöffnetem Fenster 61 min
Bildrechte: MDR/Lisa Hentschel

Worum geht's?
Um Kinder – und um Gewalt gegen Kinder. Wo beginnt sie? Was ist seelische Gewalt? Und wie können Kinder besser geschützt werden? Zu diesen drängenden Fragen hat meine Kollegin Lisa Hentschel lange recherchiert und einen Podcast vorbereitet. "Kind im Blick" heißt er und hat das Ziel, hinter die Fassaden zu schauen. Wie alltäglich ist Gewalt an Kindern? Und wie können wir Kinder besser schützen? Darüber sprechen wir mit Expertinnen und Experten. Hinsehen – in sieben Folgen. Das ist die Idee. Heute geht es los.

Warum ist das wichtig?
Weil Kinder unsere Zukunft sind. Und keiner von uns Gewalt gegen Kinder dulden sollte.

Wo kann ich mehr erfahren?

Im Laufe des Tages auf unserer Website. Episode 1 können Sie ab heute überall hören, wo es Podcasts gibt.

10:16 Uhr | Fußballtraining offenbar erlaubt – aber nur kontaktlos

Die neue Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt sieht es vor: Kinder und Jugendliche dürfen seit gestern wieder gemeinsam Sport im Freien machen – mit bis zu 20 Personen, inklusive Betreuerinnen und Betreuern. Wichtig: Der Sport muss kontaktfrei sein. Aus der Verordnung:

Erlaubt ist der 'Trainingsbetrieb des organisierten, kontaktfreien Sports von Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres im Freien in Gruppen bis höchstens 20 Personen, einschließlich des Trainers'.

aus der 10. Corona-Verordnung des Landes

Training im Amateurfußball sei somit also verboten, schreibt der Fußballverband Sachsen-Anhalt auf seiner Facebook-Seite. Eine entsprechende Festlegung der Landesregierung regele, dass Fußball eine Kontaktsportart sei. So weit, so nachvollziehbar. Nur: Man kann ja durchaus kontaktfrei trainieren – Passspiel zum Beispiel. Laut Fußball-Landesverband will die Landesregierung in den kommenden Tagen eine Erklärung abgeben, in der die Regeln präzisiert werden.

Auf seinem Twitter-Account hat das Land vor wenigen Minuten allerdings ein Video veröffentlicht, in dem zum Thema Sport ein Bild vom kontaktfreien Fußballtraining zu sehen ist. Meine Interpretation: Das scheint erlaubt zu sein.

10:00 Uhr | Krankenkasse: Pflege war Berufsgruppe mit den meisten Krankschreibungen

Eine Pflegerin schiebt eine ältere Dame im Rollstuhl über einen Flur in einem Seniorenpflegeheim.
Die Pflege in Sachsen-Anhalt war im Jahr 2020 die Branche, aus der die meisten Krankschreibungen gemeldet wurden. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

In Sachsen-Anhalt sind Pflegekräfte im vergangenen Jahr die Berufsgruppe mit den meisten Krankschreibungen gewesen. Das zeigen Zahlen der Krankenkasse AOK, die MDR SACHSEN-ANHALT vorliegen. Zwischen März und Dezember waren demnach mehr als 2,6 Prozent der Beschäftigten in der Pflege im Zusammenhang mit Covid-19 krankgemeldet. Das ist mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnittswert aller Berufsgruppen zwischen Arendsee und Zeitz. Die niedrigsten krankheitsbedingten Fehlzeiten im Zusammenhang mit Covid-19 zeigten Beschäftigten in Gastronomieberufen und Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer im Straßenverkehr (je 0,5 Prozent).

09:41 Uhr | Entsorger beklagen zu viele ausgediente Masken in der gelben Tonne

Kennen Sie den Begriff "Fehlwurf"? Ich bin ehrlich: Ich kannte ihn bis vor wenigen Minuten nicht. Ist aber nicht unwichtig, denn die Entsorgungswirtschaft beklagt als Folge der Corona-Pandemie eine stark gestiegene Zahl solcher "Fehlwürfe" in der gelben Tonne oder im gelben Sack. Der Entsorgerverband BDE teilte mit, dass große Mengen von Gummihandschuhen, OP- und FFP2-Masken darin landen, obwohl sie eigentlich in den Restmüll gehören. Wenn zu viele solcher Materialien in einer gelben Tonne seien, bestehe die Gefahr, dass der komplette Inhalt aussortiert und verbrannt werden müsste – auch die Verpackungen, die fürs Recycling gedacht seien.

09:27 Uhr | Wie "Luca" bei der Bekämpfung der Pandemie helfen soll

Luca-App
Diese App soll uns bei der Pandemie-Bewältigung voranbringen: Luca Bildrechte: culture4life GmbH

Seit einigen Wochen sprechen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Pandemie viele Menschen über die App "Luca". Und vorweg ein Transparenz-Hinweis: Die App und ich tragen zwar denselben Namen – wir haben aber nichts miteinander zu tun. Deshalb erlaube ich mir an dieser Stelle folgende Schlussfolgerung: Nach allem, was ich so über die "Luca"-App gelesen und gesehen habe, kann sie uns durchaus helfen bei den Aufgaben, die vor uns liegen.

Im Salzlandkreis jedenfalls fällt die erste Bilanz nach einem Pilotprojekt gut aus. Sehen Sie selbst.

PS: Der Kollege auf dem Bild ist auch nicht Luca. Das ist unser MDR SACHSEN-ANHALT-Digital-Auskenner Marcel Roth.

09:11 Uhr | Bericht: Deutschland hat Tausende Pflegekräfte verloren

Deutschland hat seit Beginn der Corona-Pandemie offenbar Tausende Pflegekräfte verloren. Das schreiben die Zeitungen der Funke-Mediengruppe heute und berufen sich auf bislang unveröffentlichte Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Die Bundestagsfraktion der Linken hatte die Zahlen angefragt. Bundesweit ging die Zahl der Beschäftigten in der Pflege zwischen Anfang April und Ende Juli 2020 demnach um mehr als 9.000 zurück. Besonders betroffen gewesen sei der klinische Bereich, auch in Sachsen-Anhalt. Hier wurde dem Bericht zufolge der zweithöchste Rückgang nach Bremen festgestellt.

08:50 Uhr | Museen und Gedenkstätten gehen schrittweise in Richtung Normalität

Mehr als vier Monate lang waren Museen und Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt Corona-bedingt geschlossen. Seit dieser Woche darf der Betrieb wieder anlaufen. Und das ist heute zum Beispiel im Gleimhaus Literaturmuseum in Halberstadt der Fall – oder aber im Stendaler Winckelmann-Museum. In beiden Häusern gilt: Rein darf nur, wer sich vorher einen Termin gemacht hat und seine Kontaktdaten hinterlässt.

Welche Museen und Gedenkstätten wann öffnen und welche Auflagen gelten – hier haben wir alles Wichtige für Sie zusammengefasst.

08:27 Uhr | Alte Bergwerksstollen im Harz: Gefahr für die Umwelt?

Sind die stillgelegten Bergwerksstollen in Alexisbad und Gernrode im Harz eine Gefahr für die Umwelt? Das legen Recherchen von Radio Brocken nahe. In einem heute Morgen veröffentlichten Beitrag auf der Website des Senders ist die Rede von rostrotem Schlamm, der wie eine Fontaine aus dem Bergwerk in die Selke geschossen sei. Schon vor geraumer Zeit hatten Bodenproben aus Alexisbad demnach ergeben, dass unter anderem Arsen, Blei und Quecksilber aus den Stollen in den Fluss gespült wurden. Wegen neuen Schlamms sehen manche vor Ort im Landkreis nun eine unmittelbare Gefahr für die Gewässer in der Region.

08:13 Uhr | Kassenärzte befürchten Manipulation von Selbsttests

Ein COVID-19 Antigen-Testkit (Schnelltest) zum Eigentest im Privat-Einsatz.
Sollen Wege aus der Pandemie ermöglichen: Schnell- und Selbsttests (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO / MiS

Bei unseren Nachbarn in Sachsen fürchten Kassenärzte Manipulationen bei Corona-Selbsttests. Vorstandsvorsitzender Klaus Heckemann sagte dem MDR, wenn der Selbsttest ein Türöffner für das Profitieren von Lockerungen sei, habe der Getestete Interesse an einem negativen Ergebnis. Wenn ein Test mit entsprechender Großzügigkeit gemacht werde, könne man sicher bei jedem bewirken, dass er negativ ausfalle. Die Schlussfolgerung der KV: Tests müssten von denen gemacht werden, die Interesse an einem objektiven Ergebnis hätten. Das seien Ärztinnen und Ärzte.

07:51 Uhr | Verfassungsgericht beschäftigt sich mit Corona-Regeln

In Dessau-Roßlau beschäftigt sich das Landesverfassungsgericht heute erneut mit der Frage, ob die von der Landesregierung verordneten Corona-Regeln rechtmäßig sind. In einer mündlichen Verhandlung ab heute Nachmittag (14 Uhr) soll es nach den Worten einer Gerichtssprecherin vor allem um Regeln aus der 9. Eindämmungsverordnung gehen. Die AfD-Fraktion im Landtag hatte das Verfassungsgericht angerufen, weil sie unter anderem das touristische Beherbergungsverbot, die Schließung von Gaststätten und den zwischenzeitlich geltenden 15-Kilometer-Radius um den Wohnort für verfassungswidrig und die Corona-Maßnahmen generell für überzogen hält.

Die Verhandlung ist nicht die erste auf Antrag der AfD. Zuletzt hatte das Gericht aber mehrere Eilanträge abgelehnt, verschiedene Beschränkungen sofort zu kippen.

07:38 Uhr | Frühlingsgefühle in Halle

Es ist grau und trüb da draußen. Ich meine: Da hilft ein bunter Blumengruß ganz bestimmt. Hier kommt einer aus Halle – zum Genießen für zwischendurch.

07:27 Uhr | Lockerungen: Ja, aber nicht für alle und nicht überall

Alle sprechen von Lockerungen – doch die meisten von uns wissen auch: Das Infektionsgeschehen nimmt eher zu als dass es sinkt. Deshalb wird auch nicht überall gelockert, in einigen Regionen des Landes sollen die jüngsten Lockerungen sogar wieder zurückgenommen werden.

  • Im Landkreis Wittenberg sind die Inzidenzzahlen seit Tagen über 100. Der Landkreis prüft nach den Worten von Landrat Jürgen Dannenberg (Linke) deshalb aktuell Einschränkungen. Sie sollen in einer Rechtsverordnung geregelt werden, die morgen unterschrieben werden und ab Donnerstag in Kraft treten soll.
  • Im Saalekreis gelten strengere Kontaktbeschränkungen als in vielen anderen Teilen des Landes. So dürfen sich laut gestern beschlossener Rechtsverordnung des Kreises nur Menschen eines Hausstandes mit einer Person aus einem weiteren Hausstand treffen. Hintergrund: Im Saalekreis hat die 7-Tage-Inzidenz dreimal hintereinander den Wert von 100 überschritten.

07:10 Uhr | Einigung: Hausärzte sollen ab April flächendeckend impfen

Die niedergelassenen Ärzte in Deutschland sollen ab April flächendeckend mit Corona-Impfungen beginnen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern geeinigt. Demnach bekommen die Praxen den Impfstoff auf dem normalen Weg über Großhandel und Apotheken. Der bürokratische Aufwand für die Arztpraxen solle auf ein Minimum verringert werden. Die Impfzentren bleiben vorerst bestehen. Bis Sonntag wurden nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums 2,5 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft. Das sind drei Prozent der Bevölkerung.

06:57 Uhr | Feuer in Naumburg: Menschen sammeln für die Opfer

Nach einem verheerenden Brand vorige Woche in Naumburg mit zwei Toten werden jetzt Spenden gesammelt. Hosen, Schuhe, Geld – alles ist erwünscht, damit die Opfer des Brandes etwas positiver in die Zukunft schauen können. Denn: 29 Menschen hatten ihr Leben gerettet, ihre Wohnungen sind nun aber unbewohnbar. Zur Ursache des Feuers gibt es noch keine endgültigen Informationen. Die Polizei teilte aber mit, eine technische Ursache könne ausgeschlossen werden.

06:41 Uhr | Männer nach Überfall auf Stendaler Supermarkt verurteilt

Weil er einen Supermarkt überfallen hat, muss ein 44 Jahre alter Mann ins Gefängnis. Das Stendaler Landgericht verurteilte ihn wegen erpresserischen Menschenraubs und schwerer räuberischer Erpressung zu fünfeinhalb Jahren Haft. Sein 40 Jahre alter Mittäter bekam ein Jahr und drei Monate Haft auf Bewährung. Zusammen mit einem weiteren Mann – er blieb unbekannt – hatten die Männer im Juli vorigen Jahres einen NP-Markt in Stendal überfallen und rund 4.500 Euro erbeutet. Der nun verurteilte Haupttäter hatte Mitarbeiterinnen des Discounters mit einer Softairwaffe bedroht und mit Kabelbindern gefesselt. Zusätzlich zu ihrer Haftstrafe müssen die verurteilten Räuber laut Landgericht je 5.000 Euro Schmerzensgeld an die drei Verkäuferinnen zahlen.

06:26 Uhr | Ein Jahr Corona-Pandemie: Die Grafiken eines Jahres

Seit fast genau einem Jahr beschäftigt uns die Corona-Pandemie in Sachsen-Anhalt. Am 10. März 2020 waren die ersten bestätigen Fälle einer Infektion mit SARS-CoV2 bei uns aufgetreten. Dann ging es Schlag auf Schlag – und doch war die Lage im Frühjahr 2020 mit Blick auf das Infektionsgeschehen nicht annähernd so ernst, wie sie es im Herbst 2020 wurde. Kollege David Muschenich zeigt in seinem Rückblick auf ein Jahr Corona-Pandemie sehr eindrücklich, welche Phasen wir in Sachsen-Anhalt erlebt haben – und wie stark das Infektionsgeschehen im Herbst und bis Weihnachten anwuchs.

Alle Daten zu einem Jahr Corona bei uns finden Sie hier:

06:13 Uhr | Audi muss vorerst keinen Schadenersatz zahlen

Die VW-Tochter Audi muss im Diesel-Abgas-Skandal vorerst keinen Schadenersatz zahlen. Der Bundesgerichtshof hat einen Fall an das Oberlandesgericht in Naumburg zurückgewiesen. Nach Ansicht der Bundesrichter wird für Audi nur dann Schadenersatz wegen manipulierter Diesel-Motoren fällig, wenn das Management von den Betrügereien wusste. Das Gericht in Sachsen-Anhalt soll nun prüfen, ob es dafür Belege gibt. Für den Kläger bedeutet das: Er muss seine Klage erneut begründen und belastbare Hinweise für die bewusste Täuschung durch den Konzern liefern. In einem ersten Verfahren waren ihm rund 20.000 Euro Schadenersatz plus Zinsen von Audi zugesprochen worden.

05:59 Uhr | Viel Termin-Shopping im Einzelhandel – aber kaum Schnelltests in Apotheken

Termin vereinbaren. Einkaufen. Und wieder ab nach Hause. Click and Meet oder wahlweise Terminshopping – so nennt sich das, was dem Einzelhandel in der Pandemie ein Stück Perspektive zurückgeben soll. Gestern ging es los und der Handelsverband bei uns im Land geht davon aus, dass viele Geschäfte mitmachen werden. Knut Bernsen, der Hauptgeschäftsführer, sagte, nach dem monatelangen Lockdown sei es naheliegend, dass viele kleine Läden mitmachten. Auch einige größere Geschäfte würden sich beteiligen.

Um zu erfahren, welche Läden dabei sind, hilft für Sie aber nur eines: auf der Website vorbeischauen oder direkt mal beim Händler des Vertrauens durchklingeln.

Die Umsätze, die man damit generieren wird, langen auch nicht, um das Überleben des Einzelhandels zu sichern.

Knut Bernsen Handelsverband Sachsen-Anhalt

Weniger gut sieht es beim Angebot kostenloser Schnelltests für alle aus. Zur Erinnerung: Kanzlerin Merkel hatte vorige Woche nach den Beratungen von Bund und Ländern gesagt, jede und jeder Deutsche könne sich ab dieser Woche einmal wöchentlich kostenlos testen lassen. Nur: Daraus wird erst einmal nichts. Die Apotheken in Sachsen-Anhalt bieten aktuell jedenfalls kaum kostenlose Corona-Schnelltests an. Das sagte ein Sprecher der Apothekerkammer MDR SACHSEN-ANHALT.

Noch sei nicht absehbar, ob das Angebot flächendeckend eingeführt werde. Aktuell wird nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT an einem Konzept gearbeitet. Politikerinnen und Politiker hatten gesagt, dass das Angebot in Apotheken und kommunalen Testzentren umgesetzt werden soll. Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte gestern, es gebe viele Apotheken im Land. Sie setze darauf, dass dort schnell Angebote geschaffen würden.

Wie werden die Tests abgerechnet?

Wie werden die Tests abgerechnet? Das fragen sich auch die Apotheken. Die Bundesregierung hatte zwar zugesichert, die Tests zu zahlen. Wie genau das ablaufen soll, weiß an der Front aber aktuell keiner. Derzeit gehen die Apotheken nach eigenen Angaben in Vorleistung und kaufen die Tests auf dem freien Markt ein. Vorgesehen ist, dass die Apotheken die Tests über die Kassenärztliche Vereinigung abrechnen können. Eine kostenlose Abgabe von Schnelltests für Zuhause hat der Gesetzgeber bisher nicht geplant.

Apothekeschild
Rund um die Schnelltests ist aktuell vieles unklar. (Archivfoto) Bildrechte: MDR/Stefanie Reinhardt

05:47 Uhr | Ein Toter und zwei Verletzte nach Unfall im Jerichower Land

Bei einen schweren Verkehrsunfall im Jerichower Land sind am Abend ein Mann ums Leben gekommen und zwei weitere verletzt worden. Nach Angaben der Polizei war ein 24-Jähriger mit seinem Wagen bei Gommern in den Gegenverkehr geraten und frontal in das Auto eines 57-Jährigen gefahren. Beide Autofahrer wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Während der Unfallverursacher schwer und sein Beifahrer leicht verletzt wurde, starb der 57-Jährige noch an der Unfallstelle. Die Unglücksursache ist noch unklar.

05:36 Uhr | Wenig Sonne, viele Wolken, später Schauer

Hatte ich Ihnen gestern zu viel versprochen? Ich glaube: Nein. Denn die Sonne hat sich ja tatsächlich ab und an mal blicken lassen – auch, wenn es zugegebenermaßen recht frisch war. Heute überwiegen die Wolken, nur ab und an blinzeln ein paar Sonnenstrahlen vom Sachsen-Anhalt-Himmel. Später sollen von Westen her Regen- und Schneeschauer aufziehen, bei maximal 2 bis 6 Grad.

Und hier sehen Sie wie immer die aktuellen Temperaturen:

05:27 Uhr | Mädchen missbraucht und in die Saale geworfen: Anklage gegen 24-Jährigen

Nachdem er eine Sechsjährige entführt und missbraucht haben soll, hat die Staatsanwaltschaft in Halle Anklage gegen einen 24 Jahre alten Mann erhoben. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde. Der mutmaßliche Täter soll demnach Anfang Dezember über ein Fenster in eine Wohnung in Halle eingedrungen, das Mädchen missbraucht, quer durch die Stadt getragen und dann in die Saale geworfen haben.

Jogger retteten die Sechsjährige, der Fall hatte über Halle hinaus für Entsetzen gesorgt. Die Polizei war dem Mann mit Phantomzeichnungen und Bildern von Überwachungskameras auf die Schliche gekommen. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Polizeiabsperrung an Saale in Halle
Das Mädchen war im Dezember in die Saale geworfen worden. Bildrechte: MDR/MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE

05:15 Uhr | Teure Kleinbusse gestohlen: Verdächtiger in Sachsen-Anhalt gefasst

Wo wir schon bei guten Meldungen sind, hier kommt noch eine: Nach dem Diebstahl acht teurer Kleinbusse in Hamburg hat die Polizei jetzt acht Verdächtige geschnappt, einen im Revier der Autobahnpolizei Magdeburg. Wie die Polizei mitteilte, hatte die Bande aus der Ukraine ihre Beute offenbar nach Polen schaffen wollen. Die Busse waren im Februar gestohlen worden. Die Polizei hat Hinweise, dass die Bande auch für weitere Autodiebstähle in Deutschland und den Niederlanden verantwortlich ist. Klingt nach einem Erfolg.

05:03 Uhr | Guten Morgen!

Gradierwerk in Bad Dürrenberg
Da fehlt etwas: Dieses Bild aus dem November 2019 zeigt, an welcher Stelle das Zwischenstück abgerissen wurde. Inzwischen ist fast alles fertig. Bildrechte: imago images/Steffen Schellhorn

Einen schönen Dienstag! Heute ist der 9. März 2021 – und Sie sind im Morgenticker von MDR SACHSEN-ANHALT. Freut mich! Ich bin Luca Deutschländer und will Sie in den kommenden sechs Stunden gut informiert in diesen Tag bringen. Los geht es mit einer guten Meldung aus dem Saalekreis: Das Gradierwerk in Bad Dürrenberg ist nämlich fast fertig. Dort war ja ein marodes Zwischenstück abgerissen worden, das für die Landesgartenschau 2023 wieder aufgebaut werden soll.

Fertig sein soll alles im Juni, hat nun die Gesellschaft der Laga mitgeteilt. Dann werden etwa 2,9 Millionen Euro investiert worden sein – in die Sanierung der laut Stadt längsten zusammenhängenden Salz-Gradieranlage Deutschlands (636 Meter). Klingt gut!

Über Themen aus dem Morgenticker berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

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