06.10.2020 | Sachsen-Anhalt am Morgen Prozess um suspendierte Bürgermeisterin von Haldensleben hat begonnen

Luca Deutschländer
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Heute zum Nachlesen im Morgenticker: Der Zentralrat der Juden hat die Ablösung von Sachsen-Anhalts Innenminister Stahlknecht nahegelegt. Und: In Stendal hat die Polizei zwei vermisste Mädchen nach stundenlanger Suche gefunden. Außerdem Thema bei uns: Im Falle des in Magdeburg ertrunkenen Zweijährigen wird für heute das Ergebnis der Obduktion erwartet.

Eine goldfarbene Justitia-Figur steht im Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg vor Aktenbergen.
Haldenslebens Stadtrat und die suspendierte Bürgermeisterin Regina Blenkle streiten seit heute vor Gericht in Magdeburg. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Das Wichtigste am Morgen:

10:58 Uhr | Ein bayerischer Gruß zum Vormittag

Käsespätzle mit geschmolzenen Zwiebeln und Endiviensalat
In der Kantine ist heute bayerischer Tag. Bildrechte: MDR/Jens Trocha

Es wird gleich 11 Uhr, der Morgen ist vorbei, das Mittagessen naht. Beim Blick auf den Speiseplan in unserer Kantine habe ich mich heute kurz gefühlt, als wäre ich in Bayern. Und das ist offenbar Absicht: Fleischpflanzerl, Käsespätzle, Hähndl – das scheint der Ersatz für das ausgefallene Münchner Oktoberfest sein. Ich überlege mal, wofür ich mich entscheide. Ihnen schon einmal guten Appetit bei Ihrem Mittagessen und einen schönen Dienstag. Bis morgen früh!

10:49 Uhr | Bundesweite Petition aus Halle: Gut die Hälfte der Stimmen gesammelt

Mehr Personal in Kitas, ein einheitlicher Betreuungsschlüssel unter Berücksichtigung von Urlaub und Krankentagen – das ist das Ziel einer bundesweiten Petition, die im Juni eine Kita-Leiterin aus Halle auf den Weg gebracht hatte. Ihr Ziel: 50.000 Unterschriften sammeln. Rund vier Monate später sind etwa 56 Prozent der benötigten Unterschriften gesammelt – viele aus Sachsen-Anhalt und speziell aus Halle. Jetzt bleiben noch neun Wochen, um das angestrebte Ziel auch zu erreichen. Kommen ausreichend Unterschriften zusammen, müsste sich der Petitionsausschuss des Bundestages mit dem Anliegen befassen.

In unserem Interview mit Kita-Leiterin Katharina Schröder aus dem August können Sie nachlesen, was die 25-Jährige zu der Petition bewogen hat.

10:40 Uhr | Was heute außerdem interessant wird

Worum geht's?
In den vergangenen Tagen ist viel über die deutsche Wiedervereinigung gesprochen worden. Klar: Sonnabend war Tag der deutschen Einheit, die Wiedervereinigung liegt nun 30 Jahre zurück. Und doch gibt es noch immer Dinge, die uns unterscheiden.

Auf dem Bild sind zwei Gesichter in Großaufnahme zu sehen, die einander zugewandt sind, vor einem lilafarbenen Hintergrund. Unten im Zentrum ist die Schrift "Von drüben und drüben" zu erkennen. Dabei ist das zweite "drüben" in Spiegelschrift geschrieben.
Heute veröffentlichen wir Episode 2 unseres Podcasts "Von drüben und drüben". Bildrechte: MDR / Max Schörm

Wo kann ich mehr erfahren?
In unserem neuen Podcast "Von drüben und drüben". Den gestalten seit vergangener Woche meine Kollegin Doreen Jonas und mein Kollege Mario Köhne für Sie. Darin erzählen Doreen – groß geworden in Oebisfelde im Sperrgebiet der DDR – und Mario – aufgewachsen in Lingen im Emsland – von ihrer Jugend. In Folge zwei sprechen beide über ihre Erfahrungen aus Kindergarten und Schule.

Wo kann ich den Podcast hören?
Auf unserer Website und überall dort, wo es Podcasts gibt.

10:26 Uhr | Prozess um suspendierte Bürgermeisterin hat begonnen

Die suspendierte Bürgermeisterin von Haldensleben, Regina Blenkle, sitzt in einem Gerichtssaal.
Heute Morgen hat der Prozess begonnen. Bildrechte: MDR/Mario Köhne

Vor dem Magdeburger Verwaltungsgericht hat vor wenigen Minuten wie geplant der Prozess um die suspendierte Bürgermeisterin von Haldensleben begonnen. In dem Verfahren soll entschieden werden, ob Blenkle ihren Job wieder aufnehmen darf. Sie ist seit Anfang 2017 vom Stadtrat suspendiert – unter anderem, weil sie Beschlüsse des Stadtrates ignoriert und umstrittene Personalentscheidungen getroffen haben soll. Blenkle selbst streitet die Vorwürfe ab.

10:13 Uhr | Die große Bilanz zu 30 Jahren Einheit – heute im ZDF

30 Jahre Deutsche Einheit – wer hat von der Einheit profitiert, wer hat verloren? Das sind, auch drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung, die großen Fragen unserer Zeit. Denn die Zahlen sind ja eindeutig, wie wir alle wissen: Nur wenige der Top-500-Unternehmen haben ihren Sitz bei uns im Osten, mit den Gehaltsunterschieden fangen wir lieber erst gar nicht an. Doch klar ist auch: Es tut sich etwas. In Sachsen-Anhalt siedeln sich Start-Ups an, auch große Unternehmen sind hier präsent.

Einige dieser Geschichten erzählt jetzt das ZDF in seiner Doku "Die große Ost-Bilanz" – zu sehen heute Abend um 20:15 Uhr im Fernsehen und schon jetzt in der ZDF-Mediathek.

09:48 Uhr | Gesunkene Nachfrage: Personenflüge von Leipzig/Halle gestrichen

Am Flughafen Leipzig/Halle gibt es ab sofort wieder weniger Personenflüge. Sowohl die Lufthansa als auch ihre Tochter Eurowings haben sämtliche Flüge bis 24. Oktober abgesagt. Grund sei die ausbleibende Nachfrage, hieß es. Davon betroffen sind die Flüge zu den Drehkreuzen München und Düsseldorf, die erst seit Anfang September wieder bedient worden waren.

09:22 Uhr | Seilbahnen Thale feiern 50. Geburtstag

Happy Birthday, Seilbahnen Thale! Das Unternehmen feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag – wegen Corona ohne großes Fest, sondern nur im kleinen Kreis mit Mitarbeitern und geladenen Gästen. Trotzdem gibt es Grund zur Freude für das Unternehmen. Denn: Der Betrieb läuft gut, sagt Marketing-Chef Maik Zedschack. Man profitiere vom Inlandstourismus. Trotzdem würden die Besucherzahlen aus dem Vorjahr wohl eher nicht erreicht. Damals hatten rund 730.000 Menschen die Angebote der Seilbahnen genutzt.

Übrigens: Für nächstes Jahr planen die Seilbahnen Thale unter anderem einen Ausbau der Spaßinsel und den Aufbau eines 4D-Panoramakinos.

09:06 Uhr | Schmiererei an jüdischem Denkmal in Halle: Staatsschutz ermittelt

Nach einer Schmiererei auf einem jüdischen Denkmal in Halle hat der Staatsschutz Ermittlungen aufgenommen. Wie die Polizei mitteilte, hatten Beamte der Polizei in der Nacht zu gestern eine 36 Frau auf frischer Tat erwischt, als die das Denkmal mit Filzstiften beschmierte. Die Frau hatte behauptet, der Schriftzug habe nichts mit dem jüdischen Denkmal zu tun. Das Denkmal steht in der halleschen Innenstadt am Jerusalemer Platz. Es erinnert an die Synagoge, die dort während der Nazi-Zeit niedergebrannt wurde. Das Motiv der Frau sei noch unklar.

08:47 Uhr | Burg: Bürgermeister Rehbaum will Beigeordneter in Magdeburg werden

Überraschung in Burg: Bürgermeister Jörg Rehbaum hat sich für den Job als Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr in Magdeburg beworben. Das schrieb Rehbaum jetzt auf Facebook. Der SPD-Mann sagte, dieser Herzenswunsch schlummere seit geraumer Zeit in ihm. Der 51-Jährige ist seit gut zehn Jahren Rathauschef in Burg – und sprach von einer "fordernden, aber zugleich auch sehr erfüllenden Aufgabe". Falls er die Stelle in Magdeburg nicht bekomme, wolle er Bürgermeister von Burg bleiben.

08:24 Uhr | Nebel, Regen und Glätte: Aufpassen auf der Straße

Sie haben das sicher auch schon bemerkt: Jetzt im Herbst sind die Sichtverhältnisse beim Auto-Fahren zum Beispiel wegen der tief stehenden Sonne wieder äußerst schlecht, die Gefahr von Unfällen steigt. So – und an dieser Stelle kommen alle Freunde von Statistiken auf ihre Kosten. Denn das Statistische Landesamt hat eben mitgeteilt, wie viele witterungsbedingte Unfälle in Sachsen-Anhalt es denn eigentlich gibt.

Für 2019 waren das:

  • Fünf Unfälle mit Verletzten, die wegen Nebels zustande kamen
  • 32 Unfälle mit Verletzten, die wegen Glätte oder Regen passiert sind

Das sind in der Summe zwar 37 Unfälle zu viel. Aber: Der weitaus größere Grund für Unfälle sind den Zahlen zufolge Vorfahrtsfehler. Wegen ihnen hat es voriges Jahr gut 1.600 Mal in Sachsen-Anhalt gekracht. Kommen Sie mit dieser Info gut und sicher an Ihr Ziel!

Verkehr auf der Autobahn bei Sonnenuntergang und einem Nebelfeld.
Wenn die Sicht zum Beispiel wegen Nebels schlecht ist, steigt die Gefahr von Unfällen. Bildrechte: IMAGO

08:01 Uhr | Nach Tod von Zweijährigem: Personalschlüssel in Kitas sollte laut Gewerkschaft auf Prüfstand

Nach dem Tod eines Zweijährigen bei einem Kita-Ausflug am Neustädter See in Magdeburg sollte nach Meinung nach Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) der Personalschlüssel in Kinderkrippen und Kitas auf den Prüfstand. GEW-Landeschefin Eva Gerth sagte im Interview mit MDR SACHSEN-ANHALT, hierzulande kümmere eine Erzieherin sich um sechs Kinder. In Gutachten werde jedoch ein Personalschlüssel von 1:3 vorgeschlagen – dass eine Erzieherin sich also um drei Kinder kümmert. Nur dann könnten die Aufsichtspflicht und Pädagogik gewährleistet werden, sagte Gerth.

07:46 Uhr | Haldensleben: Streit um suspendierte Bürgermeisterin Blenkle vor Gericht

Neues Kapitel im Falle der suspendierten Bürgermeisterin von Haldensleben: Vor dem Verwaltungsgericht Magdeburg beginnt heute der Prozess um Regina Blenkle. Sie ist seit Februar 2017 suspendiert. In einem ersten Schritt hatte das Gericht nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHLT vorgeschlagen, Blenkle mit einer Geldstrafe zu belegen – und wieder als Bürgermeisterin arbeiten zu lassen. Der Stadtrat als Gegenseite hatte das aber abgelehnt, deshalb wird nun vor Gericht verhandelt. Unklar ist, ob heute ein Urteil gesprochen wird. Unser Reporter Mario Köhne ist vor Ort im Gerichtssaal und wird uns auf dem Laufenden halten.

Darum geht es im Streit von Stadtrat und Bürgermeisterin

Regina Blenkle (parteilos) war 2015 zur Bürgermeisterin von Haldensleben gewählt worden. Nach gut 100 Tagen im Amt hatte es das erste Disziplinarverfahren gegen sie gegeben. Anfang 2017 dann suspendierte der Stadtrat  Blenkle mit der Mehrheit von CDU, Linken und SPD. Ihr wird unter anderem vorgeworfen, umstrittene Personalentscheidungen getroffen und Ratsbeschlüsse ignoriert zu haben. Blenkle hatte das in einem Interview mit MDR SACHSEN-ANHALT zurückgewiesen.

Haldenslebens Bürgermeisterin Blenkle am Ratstisch
Regina Blenkle ist seit 2017 suspendiert. (Archivfoto) Bildrechte: MDR/Mario Köhne

07:25 Uhr | Museum sucht Weihnachtsdeko aus dem 20. Jahrhundert

Alle Sammler bitte mal aufgepasst: Besitzen Sie Weihnachtsdekoration aus den Jahren 1900 bis 1945? Dann melden Sie sich doch vielleicht mal bei der Stadt Weißenfels. Für das Museum dort werden jetzt nämlich Erinnerungsstücke an die Weihnachtszeit der genannten Jahre gesucht. Laut Stadt können das Spielzeuge, Weihnachtskarten oder Dekoration sein. Interessant sei auch Weihnachtspost, vor allem Feldpost von Soldaten. Gesammelt wird für eine Ausstellung mit dem Titel "Weihnachten 1900 bis 1945". Wann die zu sehen sein soll, ist noch nicht bekannt.

07:11 Uhr | Neues Spezialfahrzeug im Fuhrpark des Landeskriminalamtes

Zuwachs im Fuhrpark des Landeskriminalamts in Sachsen-Anhalt: Die Beamten haben jetzt ein nigelnagelneues Sonderfahrzeug in der Garage. Mit der Ausrüstung an Bord sollen unter anderem Sprengkörper entschärft werden.

06:58 Uhr | Nur wenige Studenten nutzen Corona-Überbrückungshilfen

In Sachsen-Anhalt haben Studentinnen und Studenten die Corona-Überbrückungshilfen des Bundes nur zu einem kleinen Teil in Anspruch genommen. Von den zur Verfügung stehenden Zuschüssen (2,1 Millionen Euro) seien bis Ende September nur gut ein Viertel abgeflossen, teilte jetzt das Wirtschaftsministerium in Magdeburg mit. Nach Ansicht von Wirtschaftsminister Armin Willingman (SPD) zeigt das, dass manche Studierende, die im Frühjahr ihren Job verloren hätten, sich schnell und flexibel umorientiert hätten. Möglich sei aber auch, dass das Geld wegen zu hoher Hürden nicht ausgezahlt worden sei.

06:35 Uhr | FSA-Pokal: Magdeburg in Stendal, Halle in Riestedt

Ein  Ball im Tornetz
Im FSA-Pokal ist Runde 3 ausgelost worden. (Symbolbild) Bildrechte: imago/MIS

Wer den Fußball liebt, weiß: Diese Spielzeit ist anders als viele davor. Die Coronavirus-Pandemie wirbelt noch immer vieles durcheinander – mal sind Fans erlaubt, mal nicht. Auch dass wenige Tage nach der Auslosung schon die erste Runde im Fußball-Landespokal gespielt wird, wäre ohne das Virus eher unwahrscheinlich. Nun ist es so, wie es ist. Und die Begegnungen für Runde 3 sind ausgelost.

  • Der 1. FC Magdeburg muss demnach bei Lok Stendal antreten.
  • Der Hallesche FC spielt bei Alemania Riestedt.
  • Regionalligist Germania Halberstadt tritt beim Kreispokalsieger FSV Havelberg an.

Alle Paarungen finden Sie bei den Kollegen von Sport im Osten.

06:18 Uhr | US-Präsident aus dem Krankenhaus entlassen

Eine Nachricht aus den USA: Präsident Donald Trump hat das Krankenhaus nach dreieinhalb Tagen wieder verlassen. Seine Ärzte hatten zuvor erklärt, Trump sei nach seiner Infektion mit dem Coronavirus zwar noch nicht ganz über den Berg – erfülle aber alle Kriterien für eine Entlassung aus dem Krankenhaus. Die weitere Behandlung könne im Weißen Haus erfolgen. In einem Video an die Amerikanerinnen und Amerikaner forderte Trump anschließend, keine Angst vor dem Coronavirus zu haben.

05:57 Uhr | Innenminister in der Kritik: Zentralrat der Juden legt Ablösung von Stahlknecht nahe

Parteichef und Innenminister Holger Stahlknecht gestikuliert vor einer Sondersitzung der CDU-Landtagsfraktion im Landtag in Magdeburg.
In der Kritik: Innenminister Holger Stahlknecht (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat eine Ablösung von Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) ins Gespräch gebracht. Präsident Josef Schuster sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, Stahlknecht habe mit seinen jüngsten Äußerungen suggeriert, Juden seien Schuld daran, wenn sich die Polizei nicht mehr angemessen um die Belange anderer Menschen kümmern könne. Schuster erklärte weiter, Stahlknecht stelle Juden als privilegiert dar und spiele sie gegen andere Bevölkerungsgruppen aus. Damit befördere er Antisemitismus und das sei ein "Armutszeugnis".

Was hat Stahlknecht gesagt?
Bei einem Besuch der Polizeiinspektion Dessau vergangenen Freitag hatte Stahlknecht angekündigt, dass die Rund-um-die-Uhr-Bewachung jüdischer Einrichtungen fortgeführt werden solle. Das, so der Minister, habe aber seinen Preis: Die monatlich 1.500 Stunden Mehrarbeit fehlten an anderer Stelle. Es könne sein, dass die Polizei nicht immer pünktlich zur Stelle sei. Darüber berichtete gestern die Mitteldeutsche Zeitung – was den Zentralrat der Juden auf die Aussagen aufmerksam machte.

Was sagt Stahlknecht zu den Vorwürfen gegen sich?
Ebenfalls der Mitteldeutschen Zeitung sagte Stahlknecht gestern Abend, er sei missverstanden worden. Das mache ihn "zutiefst betroffen und erschüttert". Allen müsse klar sein, dass das antisemitische und rechtsextremistische Attentat in Halle vergangenes Jahr eine Zäsur sei. Sein Ziel sei gewesen, deutlich zu machen, dass die erhöhte Polizeipräsenz zum Schutz jüdischer Einrichtungen für ihn nicht verhandelbar sei.

Landesregierung berät in Halle über Schutz jüdischer Einrichtungen

Kurz vor dem ersten Jahrestag des Halle-Attentats trifft sich Sachsen-Anhalts Landesregierung heute in Halle, um unter anderem über weitere Sicherheitsmaßnahmen für die jüdische Gemeinschaft im Land zu beraten. Wie die Staatskanzlei ankündigte, geht es dabei sowohl um finanzielle Unterstützung für die Sicherung von Gebäuden als auch um mehr Personal.

05:43 Uhr | Corona: Pflegekraft in Altmark-Klinikum positiv

Am Altmark-Klinikum in Salzwedel ist eine Pflegekraft der Klinik für Innere Medizin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Schon seit Sonnabend gelten laut Landkreis und Klinikum deshalb ein Aufnahmestopp und ein Besuchsverbot. Alle Mitarbeiter und Patienten, die direkten Kontakt zu der Pflegekraft hatten, seien getestet worden. 19 der 25 Tests bei Mitarbeitern waren bis gestern Nachmittag negativ ausgefallen.

05:26 Uhr | Stendal: Vermisste Mädchen nach stundenlanger Suche gefunden

Die Polizei in Stendal hat am Abend mehrere Stunden nach zwei vermissten Mädchen gesucht. Wie die Beamten auf Twitter mitteilten, wurden die beiden 12-Jährigen am späten Abend nach einem Zeugenhinweis gefunden. Zuvor waren ein Hubschrauber und ein Fährtenhund eingesetzt worden. Die beiden Mädchen waren nach Ende der Schule nicht nach Hause gekommen.

05:34 Uhr | Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da...

Frisch heute Morgen. Aber nun gut: Ist ja auch Herbst, nicht wahr?! Deshalb sollten die Aussichten für diesen Dienstag uns alle auch nicht wirklich überraschen. Der Wind pustet heute ordentlich, dazu gibt es immer wieder Schauer – und Temperaturen bis 17 Grad. Gut einpacken also! Und ein Regenschirm ist sicher auch keine schlechte Idee.

Und das sind die aktuellen Temperaturen:

05:14 Uhr | Ertrunkener Zweijähriger: Ergebnis der Obduktion erwartet

Im Fall des zwei Jahre alten Jungen, der vorigen Freitag im Neustädter See in Magdeburg ertrunken ist, wird heute ein Ergebnis der Obduktion erwartet. Laut Polizei wurde die Leiche gestern in der Rechtsmedizin des Magdeburger Uniklinikums obduziert. Sobald das Obduktionsergebnis vorliege, werde sich auch entscheiden, in welche Richtung die weiteren Ermittlungen gingen. Der Junge war bei einem Ausflug mit seiner Kita verschwunden und später leblos im Wasser entdeckt worden.

Mein Kollege Daniel George hat darüber mit Menschen gesprochen, die sich in dieser schweren Zeit um Angehörige, Kita-Kinder und Erzieherinnen kümmern.

05:03 Uhr | Alles Wichtige für den Dienstag

Schönen Dienstagmorgen allerseits! Ich hoffe, Ihnen geht's gut und Sie sind trotz früher Stunde schon putzmunter. Luca Deutschländer ist mein Name und mein Auftrag für heute ist wieder klar: Ich schicke Sie gut informiert in den Dienstag. Bis 11 Uhr gibt es hier im Morgenticker alles, was Sie heute aus und in Sachsen-Anhalt wissen sollten – und obendrauf die Geschichten, über die das Land spricht. Legen wir los. Und falls Sie Feedback oder Anregungen: Gern her damit in die Kommentare!

Los geht's heute mit einer Geschichte, die ganz sicher nicht alltäglich ist: Es ist die Geschichte von Dr. Carola Zemlin, Ärztin aus Wanzleben – und mit 75 Jahren immer noch im Dienst. Schauen Sie mal.

Über Themen aus dem Morgenticker berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

2 Kommentare

sachsenanhalter vor 49 Wochen

Wer ist denn der Zuständige Minister der dafür zu sorgen hat, das es genügend Polizsten gibt? Das ist doch der Herr Stahlknecht! Nur weil zwei Polizisten zum Schutz der Synagoge abgestellt werden, kann doch wohl kaum alles zusammenbrechen...
Mal ganz davon abgesehen davon, schäme ich mich, dass überhaupt Synagogen geschützt werden müssen!

Anni22 vor 49 Wochen

Hm egal was man sagt, eine Gruppe ist immer beleidigt. Was hat er Schlimmes gesagt? Das auch Polizisten nur begrenzt da sind und eben nicht überall gleichzeitig sein können. Lieber Zentralrat der Juden, wenn Sie was bezwecken wollen, dann setzen Sie sich bitte für mehr Polizisten ein. Danke!

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