25.02.2021 | Sachsen-Anhalt am Morgen Aus Politik und Handwerk: Kritik an Sachsen-Anhalts Corona-Öffnungsplan

Luca Deutschländer
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Der Morgenticker vom Donnerstag zum Nachlesen: Aus Handwerk und Politik kommt harsche Kritik an Sachsen-Anhalts Öffnungsplan in der Corona-Pandemie. Und: Vor dem Schulstart für Grund- und Förderschüler am Montag verlangt der Landesschülerrat Corona-Schnelltests für alle Schülerinnen und Schüler. Außerdem Thema: Seilbahn-Projekt in Schierke nun offenbar endgültig geplatzt.

Ein Schild mit der Aufschrift "Wegen Corona-Lockdown geschlossen" vor einem Restaurant
Eine Öffnung der Gastronomie ist geplant, wenn die Inzidenz fünf Tage unter 35 liegt. Viel zu spät, kritisiert die Handwerkskammer Magdeburg. (Symbolbild) Bildrechte: imago images/ Sven Simon

Das Wichtigste am Donnerstag:

10:57 Uhr | Luftretter des ADAC 1.140 Mal im Einsatz

Ein Mitarbeiter vom Rettungsdienst steht vor einem Rettungshubschrauber des ADAC.
Rettungshubschrauber des ADAC waren voriges Jahr 1.140 Mal in der Luft. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Eben ging's schon um Zahlen – jetzt noch einmal. Denn wie Sie alle gewiss schon gemerkt haben, sind die ersten Monate eines neuen Jahres immer eine gute Gelegenheit, um eine Bilanz des alten Jahres zu ziehen. Das hat jetzt auch der ADAC getan – und mitgeteilt, voriges Jahr 1.140 per Hubschrauber zu Einsätzen in Sachsen-Anhalt geeilt zu sein. Grund Nummer eins dafür waren nach Mitteilung des ADAC Verletzungen von Menschen nach Unfällen. Bei etwa einem Drittel der Flüge sei es um die schnelle Versorgung von Patienten mit Herz- und Kreislaufproblemen gegangen, etwa in Folge eines Herzinfarktes.  

Das war's für heute im Morgenticker von MDR SACHSEN-ANHALT. Genießen Sie die Sonne, machen Sie sich einen schönen Donnerstag und bleiben Sie gesund. Bis morgen!

10:46 Uhr | Was heute außerdem wichtig wird

Worum geht's?
Wir sprechen über Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten. Und haben eine erfreuliche Meldung in diesem Kontext: Die Zahl solcher Angriffe ist nämlich so niedrig wie lange nicht: Sie lag für 2020 bei 94, zeigt jetzt eine bisher unveröffentlichte Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des grünen Landtagsabgeordneten Sebastian Striegel.

Warum ist das wichtig?
Weil Gewalt gegen Polizeibeamte uns alle angehen sollte – vor allem, wenn so viele Fälle registriert wurden wie zum Beispiel noch 2016 (221).

Wo kann ich mehr darüber erfahren?
Gleich um 11 Uhr bei uns. Unser Datenexperte Manuel Mohr hat die Grafiken nämlich ausgewertet. Hier bekommen Sie schon mal einen Einblick über die Entwicklung der Delikte in den vergangenen Jahren.

10:32 Uhr | So wenige Verkehrstote wie noch nie – Rückgang auch in Sachsen-Anhalt

In Deutschland sind im vergangenen Jahr so wenige Menschen im Straßenverkehr gestorben wie noch nie seit Beginn der Statistik. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach starben 2020 auf deutschen Straßen rund 2.700 Menschen bei Verkehrsunfällen. Das waren etwa 322 weniger als im Jahr zuvor. In Sachsen-Anhalt sind 123 Menschen auf den Straßen ums Leben gekommen, 14 weniger als 2019. Als Grund für den Rückgang geben die Statistiker vor allem die Corona-Pandemie an. Auf den Straßen seien deutlich weniger Kilometer zurückgelegt worden.

10:20 Uhr | Burgenlandkreis: Schulen bleiben laut Landrat noch zu

Im Burgenlandkreis bleiben Schulen und Kitas mindestens noch eine Woche länger geschlossen. Das hat Landrat Götz Ulrich (CDU) bestätigt. Zuvor hatte schon Bildungsminister Marco Tullner (CDU) gesagt, im Burgenlandkreis müssten die Schulen voraussichtlich noch länger geschlossen bleiben. Grund ist das nach wie vor hohe Infektionsgeschehen im Landkreis: Heute Morgen meldet das Robert Koch-Institut (RKI) für den Burgenlandkreis eine 7-Tage-Inzidenz von 180. Die landesweite Regelung sieht vor, Präsenz- und Wechselunterricht nur dann zu erlauben, wenn der Kennwert unter 200 liegt.

Ungeachtet dessen will der Burgenlandkreis seine Impfstrategie ändern und die Zahl der Impfungen erhöhen. Man werde vorerst keine Impfdosen für eine zweite Impfung zurückhalten und vertraue darauf, dass der Bund die zugesagten Lieferungen auch einhalte.

10:03 Uhr | Massive Einbußen für Jugendherbergen in Sachsen-Anhalt

Keine Klassenfahrten, weniger Gruppenreisen, teilweise komplette Schließungen: Die Corona-Pandemie mit all ihren Folgen macht den Jugendherbergen in Sachsen-Anhalt schwer zu schaffen. Die Zahl der Übernachtungen sei im Vorjahr um rund 65 Prozent eingebrochen, teilte der Landesverband mit. Das habe zu einem Umsatzverlust von voraussichtlich rund 6,5 Millionen Euro geführt. Das Minus sei durch fast flächendeckende Kurzarbeit für die etwa 175 Beschäftigten abgemildert worden, hieß es. Die finanzielle Hilfe von Landes- und Bundesregierung sei eine unverzichtbare Hilfe.  

09:47 Uhr | Wölfe und mit welchem Aufwand sie fressen

Sind Wölfe faul? Jeder Landwirt, dessen Schafe in der Vergangenheit gerissen wurden, würde möglicherweise sagen: Nein, ganz bestimmt nicht. Trotzdem legen Ergebnisse einer Studie der Uni Göttingen nahe, dass Wölfe das eben doch sind – und das fressen, was am einfachsten verfügbar ist. Für die Studie wurden 137 Wolfslosungen (also Kot) ausgewertet. MDR WISSEN hat alle Ergebnisse für Sie:

09:26 Uhr | Ab Montag: Wie der Start in den eingeschränkten Kita-Alltag ablaufen soll

Schnuller von Kleinkindern hängen an einem Brett in einer Kindertagesstätte.
In fast allen Kitas in Sachsen-Anhalt wird die Notbetreuung ab Montag gegen einen eingeschränkten Regelbetrieb getauscht. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Nicht nur in Grund- und Förderschulen geht der Präsenzunterricht ab Montag regulär wieder los – auch in Sachsen-Anhalts Kitas kehren Erzieherinnen und Erzieher wie Kinder ein Stück weit zurück zur Normalität. Jetzt hat das Land empfohlen, die Kinder dennoch weiterhin in kleinen Gruppen zu betreuen. Das Ministerium von Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) appelliert zudem an Eltern, die Bring- und Abholzeiten möglichst kurz zu halten. Auch müsse eine Maske getragen werden, wenn Abstände nicht eingehalten werden könnten.

Für die Erzieher hat das Land Testkits zur Verfügung gestellt. Erzieherinnen und Erzieher sollen sich zwei Mal wöchentlich selbst auf eine Infektion mit dem Virus testen. Kinder mit Verdacht auf eine Corona-Infektion dürfen nicht in die Kita gebracht werden.

09:10 Uhr | Brandenburg und Berlin: Polizei im Großeinsatz gegen mutmaßliche Islamisten

Wir schauen kurz zu unseren Nachbarn nach Brandenburg und nach Berlin: Dort geht die Polizei seit heute Morgen gegen mehrere mutmaßliche Islamisten vor. Ein Sprecher der Behörden sagte, dass rund 850 Beamte etwa 25 Objekte durchsuchen. Es gehe um eine radikal-islamistische Gruppierung. Laut Berliner Senatsverwaltung ist die Vereinigung verboten worden. Ihre Mitglieder verherrlichten die Terrorgruppe Islamischer Staat und seien stark antisemitisch ausgerichtet. Hintergründe und Aktuelles dazu bei den Kolleginnen und Kollegen vom rbb:

08:58 Uhr | So warm wie nie zuvor Mitte Februar

Ziemlich sonnig und für Februar-Verhältnisse knackig warm: Die meisten von Ihnen haben das schöne Wetter der vergangenen Tage ganz sicher gebührend genossen. Und in der Tat war es in Teilen Sachsen-Anhalts so warm wie bislang nie zuvor an einem 23. Februar seit Beginn der Messungen. Die Daten dazu hat jetzt der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht.

  • Aschersleben-Mehringen: 19,1 Grad (gemessen wird dort seit 2006)
  • Demker: 18,8 Grad (seit 2004)
  • Drewitz bei Burg: 18,6 Grad (seit 1993)
  • Genthin: 18,8 Grad (seit 1953)
  • Köthen: 18,3 Grad (1993)

Heute könnten wir diese Werte stellenweise sogar noch mal toppen: In Sachsen-Anhalt sind bis zu 21 Grad möglich.

08:39 Uhr | Bericht: AfD-Bildungspolitiker Tillschneider unter Druck

Hans-Thomas Tillschneider
Seit 2016 Landtagsabgeordneter in Sachsen-Anhalt: Hans-Thomas Tillschneider Bildrechte: dpa

Der AfD-Landtagsabgeordnete Hans-Thomas Tillschneider gerät nach verbalen Angriffen auf eine Professorin der Hochschule Magdeburg-Stendal unter Druck. Die Mitteldeutsche Zeitung schreibt heute (€), dass der Deutsche Hochschulverband Tillschneider aufgefordert hat, sein Amt als bildungspolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion niederzulegen. Auch die Universität Bayreuth zieht dem Bericht zufolge Konsequenzen: Sie hat offenbar ein Diskriminierungsverfahren gegen den 43-Jährigen eingeleitet. Der Islamwissenschaftler Tillschneider lehrt dort als Privatdozent. Der Professorin Maureen Maisha Auma hatte Tillschneider vorgeworfen, "Rassismus gegen Weiße" zu verbreiten. Das hatte im Netz zu massiver Hetze gegen die Professorin geführt.

Vorige Woche hatten sich Hunderte Professoren, Dozentinnen und Studentinnen und Studenten solidarisch hinter die Professorin gestellt.

08:22 Uhr | Ausgestorbene Handwerksberufe: Dieser hier nicht

Schauen wir aufs Handwerk. Wir alle wissen, dass viele handwerkliche Berufe in den vergangenen Jahrzehnten ausgestorben sind. Weben – das ist ein Handwerk, das früher eine weitaus größere Rolle gespielt hat. In Magdeburg hat Wirtschaftsingenieurin Hanne Protzmann ihr Hobby zur Berufung gemacht. Hier stellen wir sie vor.

08:08 Uhr | Blenkle will sich juristisch gegen Entlassung wehren

Neue Wende im Streit um die suspendierte Bürgermeisterin von Haldensleben: Regina Blenkle geht gegen ihre Entlassung in Berufung. Das teilte sie MDR SACHSEN-ANHALT. Damit wird sich nun das Oberverwaltungsgericht mit dem Streit zwischen der parteilosen Politikerin und dem Stadtrat beschäftigen müssen. Die Räte werfen Blenkle vor, umstrittene Personalentscheidungen getroffen, Beschlüsse nicht umgesetzt und Akten aus dem Rathaus mitgenommen zu haben. Im November hatte das Verwaltungsgericht in Magdeburg entschieden, dass Blenkle aus ihrem Amt als Bürgermeisterin entfernt werden soll. Blenkle wurde im Sommer 2015 zur Bürgermeisterin gewählt und Anfang 2017 vorläufig vom Dienst suspendiert.

07:57 Uhr | Inzidenz in Sachsen-Anhalt steigt wieder

Die Tendenz geht in die falsche Richtung: In Sachsen-Anhalt ist die 7-Tage-Inzidenz wieder gestiegen, von 81 auf 85. Das geht aus heute Morgen veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Sachsen-Anhalt hat damit weiterhin den zweithöchsten Kennwert aller Bundesländer (hinter Thüringen mit 119,4). Zur Erinnerung: Der Öffnungsplan des Landes sieht weitere Lockerungen erst vor, wenn die Inzidenz fünf Tage in Serie stabil unter 50 liegt.

07:40 Uhr | Tod von Kleinkind in Wefensleben: Eltern ab heute vor Gericht

Eine goldfarbene Justitia-Figur steht im Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg vor Aktenbergen.
Die Eltern eines 14 Monate alten Jungen stehen ab heute vor Gericht. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Der Tod eines Kleinkindes in Wefensleben im Landkreis Börde beschäftigt ab heute das Magdeburger Landgericht. Wie das Gericht mitteilte, sind die Eltern des 14 Monate alten Jungen angeklagt. Ihnen wird Tötung durch Unterlassen vorgeworfen. Das Kind soll im September gestorben sein, nachdem es für längere Zeit nicht ausreichend ernährt wurde. Auch soll eine Krankheit nicht ärztlich behandelt worden sein. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Junge hätte gerettet werden können, wenn seine Eltern rechtzeitig eingegriffen hätten.

Die Mutter des Jungen war vergangenen Herbst mit ihren drei weiteren Kindern geflüchtet und hatte sich im Januar der Polizei gestellt. Sie sitzt in Untersuchungshaft. Bei dem Vater des Jungen gibt es Hinweise auf eine mögliche Schuldunfähigkeit.

07:25 Uhr | Auch acht Jahre nach dem Hochwasser: Nicht jeder Deich ist sicher

In Sachsen-Anhalt ist auch knapp acht Jahre nach dem Hochwasser an Elbe und Saale nicht jeder Deich sicher. Das schreibt die Mitteldeutsche Zeitung und beruft sich auf Zahlen des Umweltministeriums. Demnach besteht bei 140 Deichkilometern "dringender Sanierungsbedarf". Teilweise seien Deiche nicht standsicher. Das Ministerium betonte am Donnerstagvormittag jedoch, 20 Kilometer Deich würden bereits saniert. Weitere 65 Kilometer würden nicht saniert, weil Deiche dort beispielsweise zurückverlegt werden sollen. Die nun verbliebenen 56 Kilometer sollen "prioritär saniert" werden, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Über einen genauen Termin wurden bislang keine Angaben gemacht.

Ursprünglich hatte das Land dem Zeitungsbericht zufolge bis Ende vergangenen Jahres alle Deiche ausbauen wollen. Ein Grund für die Verzögerung sei, dass der Kauf von Flächen immer schwieriger werde, je länger das Hochwasser zurückliege. In Sachsen-Anhalt stehen rund 1.300 Kilometer Deich.

Hinweis der Redaktion: Die Stellungnahme des Ministeriums wurde nachträglich eingearbeitet.

07:13 Uhr | Corona: Domplatz Open Air in Magdeburg erneut abgesagt

Blick auf den  Magdeburger Domplatz mit dem Dom im Hintergrund. Auf dem Platz sind eine Bühne und eine Tribüne aufgebaut.
Das Domplatz Open Air hatte bis 2019 jährlich Tausende Besucherinnen und Besucher angelockt. (Archivfoto) Bildrechte: Theater Magdeburg/Andreas Lander

Nächste Schlappe im zweiten Jahr der Corona-Pandemie: In Magdeburg ist das beliebte Domplatz Open Air im Sommer abgesagt worden. Das teilte das Theater der Landeshauptstadt mit. Die Entscheidung war demnach in einem Gespräch mit der Stadt getroffen worden. Vom Theater hieß es, eine kurzfristige Absage im Mai oder später würde zu einem erheblichen Defizit führen. Genauso gravierend sei das mögliche Infektionsrisiko für Künstlerinnen und Künstler sowie für das Publikum. Eigentlich hatte das Theater ab Mitte Juni das Musical "Hairspray" zeigen wollen. Schon im vergangenen Sommer war das Domplatz Open Air "Rebecca" wegen der Pandemie abgesagt worden. Es soll 2022 gezeigt werden.

06:52 Uhr | Hallesches Planetarium wird nicht nach Sigmund Jähn benannt

"Planetarium Halle": Das wird der Name der neuen Sternwarte in der Saalestadt sein. So hat es am Abend der hallesche Stadtrat entschieden und der Benennung nach dem DDR-Kosmonauten Sigmund Jähn eine Absage erteilt. Über den Namen war monatelang diskutiert worden, vor allem die Linke hatte sich für den Namenszusatz "Sigmund Jähn" stark gemacht. Zuletzt kursierte bei Twitter gar eine Petition pro Jähn. Der Kosmonaut war 1978 als erster Deutscher ins Weltall geflogen. Er war wegen seiner Stellung in der DDR allerdings umstritten.

06:40 Uhr | Aus Politik und Handwerk: Kritik an Sachsen-Anhalts Corona-Öffnungsplan

Eva von Angern, Linke-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2021, spricht auf dem Landesparteitag von Die Linken Sachsen-Anhalt.
Nicht einverstanden mit der Art und Weise, wie Haseloffs Regierungen Lockerungspläne verkündet: Eva von Angern. Bildrechte: dpa

Als eines von bislang wenigen Bundesländern hat Sachsen-Anhalt einen konkreten Fahrplan für mögliche Öffnungen in der Corona-Pandemie vorgelegt. Der Entwurf eines "Sachsen-Anhalt-Plans" sieht vor, ab einer stabilen Inzidenz von unter 50 unter anderem Museen wieder zu öffnen und Einzelhändlern die Chance zu geben, wenigstens zwei Kunden mit vorheriger Anmeldung im Geschäft zu empfangen. Soweit die Theorie, entschieden wird darüber kommende Woche Dienstag. Schon jetzt kommt Kritik von der Linken in Sachsen-Anhalt: Fraktionschefin Eva von Angern sagte im MDR, solche Dinge müssten in Absprache mit anderen Bundesländern erfolgen. Ein einsames Vorpreschen sei kein gutes Signal, kritisierte von Angern.

Scharfe Kritik äußert auch die Magdeburger Handwerkskammer. Hauptgeschäftsführer Burghard Grupe sagte der Volksstimme, die Hürden für schrittweise Lockerungen seien viel zu hoch. Die Gastronomie im Außenbereich solle man sofort aufmachen, sagte er. Die Handwerkskammer verlangt Ähnliches für Kosmetiksalons, Nagel- und Tattoo-Studios.

Die Stimmung ist gekippt. [...] Das Vertrauen in den Staat geht verloren.

Burghard Grupe

Anders der Arbeitgeberverband: Von dort kam Lob für die Diskussion über Öffnungen. Das sei der richtige Schritt, hieß es. Insbesondere die Wirtschaft – besonders Einzelhändler und Gastronomen – hatten seit Wochen Perspektiven im Dauer-Lockdown verlangt.

06:24 Uhr | Volksstimme: Seilbahn-Projekt in Schierke geplatzt

Das Harzer Seilbahn-Projekt am Schierker Winterberg ist offenbar geplatzt. Wie die Volksstimme berichtet, hat der Investor das Vorhaben zu den Akten gelegt. Für ihn habe sich das Projekt erledigt, sagte er der Zeitung. Unklar ist bislang, wer die Kosten für die bisherigen Planungen übernimmt. Dem Bericht zufolge beschäftigt sich der Stadtrat von Wernigerode am Abend mit einem möglichen Kompromiss. Der Investor selbst beziffert seine Kosten auf rund drei Millionen Euro.

06:12 Uhr | Bis zu 25.000 Euro: Vorzeitige Corona-Impfungen können teuer werden

Wer sich bei der Corona-Impfung vordrängelt, muss in Deutschland künftig mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro rechnen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland und beruft sich auf eine Gesetzesänderung, die Union und SPD planen. Für bisherige Verstöße soll das Bußgeld offenbar nicht gelten. In Sachsen-Anhalt hatten sich einige Kommunalpolitiker schon impfen lassen, obwohl sie noch nicht berechtigt waren – neben Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand waren das auch die Landräte Hartmut Handschak (Saalekreis) und Jürgen Dannenberg (Wittenberg).

05:57 Uhr | "Mulmiges Gefühl": Landesschülerrat dringt vor Schulstart auf Corona-Schnelltests

Ein medizinischer Mitarbeiter macht einen Schnelltest bei Covid-19-Flächentests.
Für die Lehrerinnen und Lehrer hat das Land 110.000 Schnelltests zur Verfügung gestellt. Für Kinder und Jugendlichen in den Schulen bislang nicht. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Wenige Tage vor der Rückkehr Tausender Schülerinnen und Schüler in die Klassenzimmer dringt der Landesschülerrat in Sachsen-Anhalt auf Corona-Schnelltests für alle. Das sagte Vorsitzender Felix Schopf gestern bei einer digitalen Diskussionsrunde der SPD-Landtagsfraktion. Schopf erklärte, nun müsse eine intensive Teststrategie aufgebaut werden. Dazu könnten neben Schnelltests auch Selbsttests für zu Hause gehören. Auch sollten die Kinder und Jugendlichen Schutzmasken gestellt bekommen, statt sie privat besorgen zu müssen.

Felix Schopf
Bildrechte: Felix Schopf

Viele gehen schon mit einem mulmigen Gefühl zur Schule.

Felix Schopf Vorsitzender des Landesschülerrats

In Sachsen-Anhalt ist die Praxis ab Montag eine andere: Wenn zunächst die Grund- und Förderschulen in Präsenz öffnen und alle anderen Jahrgänge ins Wechselmodell zurückkehren, werden vorerst nur die Lehrerinnen und Lehrer Schnelltests und Schutzmasken bekommen. Beides hat das Land als Arbeitgeber beschafft. Für Schülerinnen und Schüler gibt es noch keine Tests. SPD-Fraktionschefin Katja Pähle verwies bei der Diskussion auf die Hürden von Schnelltests bei Schülerinnen und Schülern: Bei minderjährigen Kindern müssten Eltern ihr Einverständnis geben oder Kinder müssten die Tests selbst vornehmen.

Selbsttests zugelassen: Spahn verteidigt Tempo bei der Zulassung

In Deutschland sind gestern die drei ersten Corona-Selbsttests zugelassen worden. Sie sollen ermöglichen, einen Abstrich im vorderen Teil der Nase zu nehmen. Auf die Selbsttests werden große Hoffnungen im Kampf gegen die Pandemie gesetzt. Sie sollen nun bald in Apotheken und Drogerien frei zu kaufen sein. Bundesgesundheitsminister Spahn hat Kritik am Tempo der Zulassung zurückgewiesen: Im ZDF sagte der CDU-Politiker, man dürfe sich nicht allein auf die Angaben der Hersteller verlassen und müsse die Zuverlässigkeit genau prüfen.

05:46 Uhr | Mehr als 100 Fahrräder von Laster an der A9 gestohlen

Auf einem Parkplatz an der Autobahn 9 haben Unbekannte mehr als 100 Fahrräder von einem Laster gestohlen. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Sattelzug an der Rastanlage Köckern-Ost geparkt. Die Täter seien mit den Rädern spurlos verschwunden. Der Schaden liege bei rund 120.000 Euro.

05:34 Uhr | Holt die Sonnenbrille raus! (Teil 2)

Haben Sie das wunderbare Wetter gestern auch so genossen? Vielleicht schon das erste Eis geschleckt? Ich war zum ersten Mal in diesem Jahr nur im T-Shirt vor der Tür – und es war toll. 

Ist Ihnen was aufgefallen? Dasselbe habe ich gestern Morgen im Ticker schon einmal geschrieben. Gilt nämlich unverändert (außer, dass ich inzwischen zwei Mal nur im T-Shirt vor der Tür war). Auch heute bekommen wir in Sachsen-Anhalt viel Sonnenschein, nur vom Harz bis zur Altmark ziehen ein paar Wolken auf. (Noch) bleibt es aber trocken bei Höchstwerten von 17 bis 21 Grad.

Und das sind die aktuellen Temperaturen:

05:22 Uhr | Müllberge stapeln sich: Abholung wird nachgeholt

All der Schnee und die deshalb verstopften Nebenstraßen der vergangenen Wochen haben nun einen großen Nachteil: Sowohl in Magdeburg als auch in Halle stapeln sich Müllberge vor so manchem Wohnhaus. Die Müllentsorger hatten zuletzt schlicht keine Chance, mit ihren großen Fahrzeugen in Nebenstraßen zu fahren und den Müll abzutransportieren. In Halle ist die zuständige Wasser- und Stadtwirtschaft eigenen Angaben zufolge seit Beginn der Woche dabei, nachzuarbeiten. Heute zum Beispiel soll stehen gelassener Müll unter anderem im Waldstraßenviertel oder in der Südstadt abgeholt werden.

Überquellende Mülltonnen in einer verschneiten Straße
So sah es vorige Woche in Teilen von Halle aus – und das ist teilweise noch immer so. Bildrechte: MDR/Luise Kotulla

05:10 Uhr | Hallesche Impfaffäre: Stadträte aus fünf Fraktionen für Suspendierung von OB Wiegand

In Halle wollen mehrere Stadträte eine Suspendierung von Oberbürgermeister Bernd Wiegand erreichen. Das wurde am Abend bei einer Sitzung der Räte deutlich. Anlass ist Wiegands vorzeitige Impfung gegen das Coronavirus, die der OB nicht von sich aus öffentlich gemacht hatte. Die Fraktionen von CDU, FDP, Linken, Grünen und SPD im Stadtrat sowie vier weitere Stadträte legten am Abend persönliche Erklärungen vor. Damit untermauerten sie die Bedeutung des bereits eingeleiteten Disziplinarverfahrens gegen Wiegand.

Ich werde nicht zurücktreten, weil kein Verschulden vorliegt.

Bernd Wiegand, parteilos Oberbürgermeister von Halle

05:03 Uhr | Einen schönen guten Morgen!

Und zack, ist schon wieder Donnerstag: Heute ist der 25. Februar 2021 und Sie haben in den Morgenticker von MDR SACHSEN-ANHALT geklickt. Eine gute Wahl, denn hier gibt es auch heute bis 11 Uhr alles Wichtige am Morgen – inklusive aller Infos vom gestrigen Abend, die Sie in Sachsen-Anhalt kennen sollten. Ich bin Luca Deutschländer und freue mich, dass Sie dabei sind.

Ein Mann steht in einem Wald und hält einen sogenannten Löschrucksack in den Händen.
Der Nationalpark hat Forstwirte wie Klaus-Dieter Kahn aus Ilsenburg mit sogenannten Löschrucksäcken ausgestattet. So sollen kleine Entstehungsbrände direkt eingedämmt werden. Bildrechte: Nationalpark Harz

Los geht's mit einem Thema, das aktuell sicher die wenigsten von uns auf dem Schirm haben, mich eingeschlossen: Waldbrandgefahr. Es hat geschneit zuletzt, dann gab es viel Schmelzwasser. Und doch appelliert der Nationalpark Harz: Bitte aufpassen, wenn Sie im Wald unterwegs sind! Nach dem "Turbofrühling" der vergangenen Tage, starker Sonneneinstrahlung und dem Wind steige die Gefahr von Vegetationsbränden, hieß es.

Für Besucherinnen und Besucher gilt: Rauchen und offenes Feuer sind tabu, Müll muss mit nach Hause genommen werden. Autos sollten zudem nicht auf trockenem Gras parken.

Spuren eines Waldbrandes 4 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mi 15.05.2019 12:10Uhr 04:20 min

https://www.mdr.de/wissen/videos/was-passiert-nach-dem-waldbrand100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Über Themen aus dem Morgenticker berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
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Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

1 Kommentar

jackblack vor 10 Wochen

Bis auf das heutige Wetter NICHTS Positives ( außer Corona ) LOL

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