04.02.2021 | Der Morgenticker am Donnerstag Planetarium Halle: Namensstreit um Sigmund Jähn

MDR SACHSEN-ANHALT Autor Reporter Radio Online André Plaul
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Heute im Morgenticker: Soll der Neubau des Planetariums Halle wieder den Kosmonauten Jähn ehren? Die Stadt ist uneins. Außerdem: Kohle-Millionen für den Burgenlandkreis. Und: Elternrat begrüßt Schulöffnungen ab März.

Das sind die Top-Themen am Donnerstag:

11:06 Uhr | Ausgetickert

Jähn oder nicht Jähn? – Die Frage nach dem Namen von Halles Planetarium beschäftigt Sie sehr, wenn ich in unsere Abstimmung gucke. Und noch mehr: Uwe – er liest uns in Niedersachsen – hat eine E-Mail an unseren Programmservice geschickt und geschrieben:

Ich finde Sigmund Jähn zu ehren mit der Namensgebung ist Pflicht.

Was denken Sie? Die Abstimmung läuft noch bis morgen Früh halb acht. Ich löse dann natürlich auch auf. Danke an alle, die bereits mitgemacht haben.

Meine Kollegen übernehmen jetzt und versorgen Sie weiter auf unseren Seiten mit aktuellen Nachrichten aus Sachsen-Anhalt sowie Hintergründen und Reportagen. Bis morgen Früh.

Ahoj!

10:52 Uhr | Gelockerte Regeln für Geimpfte? – Ethikrat sagt nein

Menschen, die bereits gegen das Coronavirus geimpft sind, sollten derzeit nicht in den Genuss gelockerter Regeln kommen. Das hat der Deutsche Ethikrat am Vormittag empfohlen. Die Ratsvorsitzende Alena Buyx sagte, erst müsse sichergestellt werden, dass geimpfte Personen andere Menschen nicht mit Covid-19 infizieren könnten. Die Abstands- und Hygiene-Regeln einzuhalten, könne ihnen genauso zugemutet werden wie noch nicht geimpfte Personen. Eine Ausnahme macht der Ethikrat für Bewohner von Pflege- und Behindertenheimen sowie für Hospiz-Patienten. Die dort geltenden Ausgangsverbote und Besuchs-Beschränkungen sollten für die Bewohner aufgehoben werden, sobald sie geimpft seien.

Zudem räumt der Ethikrat privaten Veranstaltern einen Entscheidungs-Spielraum ein. Sie seien grundsätzlich frei in ihrer Entscheidung, mit wem sie einen Vertrag abschlössen. Das hat auch ARD-Rechtsexperte Christoph Kehlbach heute Morgen bei radioeins vom RBB erklärt.

10:44 Uhr | Teutschenthal happy über Amazon-Ansiedlung

Teutschenthal im Saalekreis erwartet, von der geplanten Amazon-Ansiedlung finanziell zu profitieren. Bürgermeister Tilo Eigendorf sagte MDR SACHSEN-ANHALT, da sich Amazon fest niederlasse, könne die Gemeinde mit Steuereinnahmen rechnen. Für Teutschenthal sei das eine Art Quantensprung. Es sei gelungen, so ein riesengroßes Gelände zunächst zu vermarkten und dann mit einem weltweit agierenden Unternehmen zu besiedeln. Das spreche sehr für den Standortvorteil Teutschenthals. Die Gemeinde freue sich über etwa 85 Arbeitsplätze.

Der US-Versandhändler Amazon will im Herbst in Teutschenthal und in Halle neue Sortier- und Verteilzentren eröffnen. Geplant sind insgesamt knapp 250 Arbeitsplätze.

10:32 Uhr | Jetzt kommen auch noch die Spinnen

Uns bleibt wirklich nichts mehr erspart. An alle Spinnen-Phobiker im Süden Sachsen-Anhalts: Sie müssen ganz stark sein. Kurz hinter der Landesgrenze, in Leipzig, ist vor kurzem zum ersten Mal eine Nosferatu-Spinne in einem Keller aufgetacht. Das Tier ist sonst nur in Südeuropa sowie Nordafrika zu Hause. Nach mehreren Sichtungen in Westdeutschland gibt es nun also auch den ersten Nachweis im Osten. Jetzt kommt noch eine schlechte Nachricht: Die giftigen Achtbeiner kommen selten allein – so war es auch in Leipzig.

10:18 Uhr | Mieten von Sachsen-Anhaltern landen in Steuer-Oasen

Miete zahlen – die dann - steuerfrei irgendwo in der Karibik landet. Das ist in Tausenden Wohnungen in Deutschland Realität, auch in einigen Wohnungen in Magdeburg und Naumburg. Das zeigen Recherchen des Saarländischen Rundfunks und des Netzwerks Correctiv. Ein komplexes internationales Firmennetzwerk verdient demnach an tausenden Wohnungen und bedient sich dabei zahlreicher Steuertricks. Wie viel Steuern dem Staat auf diese Weise entgangen sind, ist unklar. Klar ist aber, dass der Schaden in die Millionen gehen dürfte.

10:06 Uhr | Mediziner warten auf Geld – Aufsichtsrat des Magdeburger Klinikums trifft sich

In Magdeburg trifft sich heute der Aufsichtsrat des Städtischen Klinikums. Es geht um den Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte, der bereits im Sommer letzten Jahres vereinbart wurde. Die Mediziner sollten mehr Geld bekommen, rückwirkend zum Januar 2020. Doch von dem Geld ist bis heute nichts bei den Medizinern angekommen und es wird befürchtet, dass am Ende gar nichts bezahlt wird.

Die Klinikleitung aber erklärte, der Aufsichtsrat müsse sich erst treffen. Das sei Teil des Prozedur. Nach Ansicht des Marburger Bunds ist die Vereinbarung aber längst rechtsgültig. Beide Parteien hatten den Vertrag unterschrieben. Warum der Aufsichtsrat über die Verzögerungen erst so spät informiert wurde und wie der aktuelle Stand der Dinge ist, dazu wollten sich weder die Vorsitzende des Rates noch das Klinikum äußern.

09:50 Uhr | IDT Dessau will weiter an eigenem Impfstoff forschen

Das Pharmaunternehmen IDT Biologika aus Dessau-Tornau setzt weiter auf die Entwicklung eines eigenen Corona-Impstoffs. Geschäftsführer Jürgen Betzing sagte MDR SACHSEN-ANHALT, nachdem erste klinische Studien nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht hätten, sei der Wirkstoff nachjustiert worden. Wenn alles gut laufe, könne Anfang nächsten Jahres eine Zulassung beantragt werden.

Zuvor hatte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff bereits berichtet, dass der Bund mit IDT über Produktionskapazitäten für Corona-Impfstoff anderer Anbieter verhandelt. Dabei geht es auch um die mögliche Herstellung des russischen Impfstoffs Sputnik V. Wie aufwändig es für ein Pharmaunternehmen ist, für andere zu produzieren, hatte Biologika-Chefentwickler Andreas Neubert am Montag im Deutschlandfunk-Interview erklärt.

09:35 Uhr | Magdeburger Lichterwelt wird eingelagert

Die Nächte in Magdeburg sind nun wieder etwas dunkler. Denn nach über zehn Wochen sind die Lichterwelten vorbei. Gestern hat der Abbau begonnen. Er wird etwa zwei Wochen dauern. Und dann kommen die über 1 Million Lichter ins Lager. Hier ein paar Erinnerungen und Fotos vom Abbau-Start:

Abbau der Magdeburger Lichterwelt

Lichtinstallationen auf dem Domplatz in Magdeburg. Einige Leute tummeln sich zwischen den verschiedenen Lichtinsallationen.
So kennen die Magdeburger ihre Lichterwelt: Strahlend sticht sie in den Abendstunden hervor – wie hier auf dem Domplatz in der Landeshauptstadt. Bildrechte: Katrin Gensecke
Lichtinstallationen auf dem Domplatz in Magdeburg. Einige Leute tummeln sich zwischen den verschiedenen Lichtinsallationen.
So kennen die Magdeburger ihre Lichterwelt: Strahlend sticht sie in den Abendstunden hervor – wie hier auf dem Domplatz in der Landeshauptstadt. Bildrechte: Katrin Gensecke
Die einzelnen Lichtketten von Plastik umhüllt. Im Hintergrund arbeitet eine Person am Abbau der Lichtinstallation.
Tagsüber sieht sie, gerade bei nassem Wetter, schon etwas anders aus. Bildrechte: MDR / Kevin Poweska
Eine Lichtinstallation in einem Brunen. Einige Arbeiter stehen in der Installation. Diese wird gerade abgebaut.
Seit Mittwoch wird die Lichterwelt nun abgebaut. Angefangen haben die Arbeiten beim Brunnen zwischen Alleecenter und City Carré im Zentrum Magdeburgs. Bildrechte: MDR / Kevin Poweska
Eine große Lichtinstalltion von einem Blasinstrument wird von einer Person in Arbeitsklamotten auf einem Schieber in einer Lagerhalle bewegt. Die Lagerhalle ist etwas leer.
Der Abbau aller Lichtinstallationen dauert etwa drei bis vier Wochen – ausgeführt durch die Herstellerfirma. Bildrechte: MDR / Kevin Poweska
Eine Lichtinstallation in einem Brunen. Einige Arbeiter stehen in der Installation. Diese wird gerade abgebaut.
Die Lichter sind mit Plastik gegen die Witterungsbedingungen geschützt. Bildrechte: MDR / Kevin Poweska
Ein Mann mit kurzem dunklen Haar und Brille steht vor einer Lichtinstallation in einer Lagerhalle.
Und hier wird die komplette Lichterwelt bis zum nächsten Winter gelagert – in einer ganz normalen Lagerhalle. Bildrechte: MDR / Kevin Poweska
Eine etwas leer wirkende Lagerhalle. Im Vordergrund steht eine Lichtinstalltion eines Blasinstruments. Im Hintergrund ist eine Persopn mit einem Schieber zu sehen.
Stück für Stück kommen die Lichtinstallationen in die Halle und warten auf ihren Einsatz im nächsten Jahr. Insgesamt wird es die Lichterwelt noch acht Jahre geben. Bildrechte: MDR / Kevin Poweska
Der Domplatz in Magdeburg. Es ist nass und einige Lichinstallationen der Magdeburger Lichterwelt sind zu sehen. Auch hier fangen Menschen mit dem Abbau an.
Die Halle ist ungefähr so groß wie ein halbes Fußballfeld. Bildrechte: MDR / Kevin Poweska
Eine volle Lagerhalle mit verschiedenen Lichtinstallationen ist zu sehen. Es ist die selbe Lagerhalle, die auf den anderen Fotos leer scheint.
Voll sah die Lagerhalle im letzten Jahr nämlich so aus. Viel Platz war da nicht mehr. Bildrechte: Paul-Gerhard Stieger
Eine große Lichtinstalltion wird von einer Person in Arbeitsklamotten auf einem Schieber in einer Lagerhalle bewegt.
Paul-Gerhard Stieger, verantwortlich für die Magdeburger Lichterwelt, erklärt: "Die Einlagerung ist zur Werterhaltung. Hier ist es trocken und es kommt keine Sonne an das Plastik - sonst würde es mit der Zeit porös werden." Bildrechte: MDR / Kevin Poweska
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09:21 Uhr | Geld für Öko-Wasserstoff aus Leuna

Sachsen-Anhalt fördert die Produktion von grünem Wasserstoff im Saalekreis. Wie das Wirtschaftsministerium in Magdeburg mitteilte, baut der Gaskonzern Linde für rund 60 Millionen Euro im Chemiepark Leuna eine Anlage. Hier wolle das Unternehmen ab Mitte nächsten Jahres bis zu 3.200 Tonnen Wasserstoff mit Ökostrom herstellen und verflüssigen. Das Land unterstütze das Vorhaben mit 15 Millionen Euro.

Grüner Wasserstoff kann als Kraftstoff im Verkehr eingesetzt werden. Zusammen mit CO2 lässt er sich auch in andere klimafreundliche Kraftstoffe umwandeln, die LKW, Schiffe und Flugzeuge antreiben.

09:08 Uhr | Auf Streife, wo andere (normalerweise) Urlaub machen

Die Polizei im Harz ist heute unterwegs und kontrolliert Ladengeschäfte, Hotels, Spielstätten und Gaststätten. Das schreibt die Polizeiinspektion Magdeburg bei Twitter. Wenn ich die Fotos mal mit unserer Brocken-Webcam abgleiche, dann können die unmöglich von heute sein. Aber aus mir spricht eh nur der Neid.

09:00 Uhr | Landeselternrat begrüßt geplante Schulöffnung ab März

Der Landeselternrat hat die geplante Öffnung der Schulen in Sachsen-Anhalt ab März begrüßt. Der Vizevorsitzende Thomas Senger sagte MDR SACHSEN-ANHALT, jeder Tag im Distanzunterricht sei einer zuviel. Die Lehrergewerkschaft kritisierte eine Schul-Öffnung ab März dagegen als verfrüht. GEW-Landesvorsitzende Gerth sagte, problematisch sei auch der geplante Präsenzunterricht ohne Präsenzpflicht. Damit werde es den Eltern überlassen, ob sie ihre Kinder in die Schule schickten oder nicht. Auch die Kita-Betreuung soll nach jetziger Planung ab März wieder hochgefahren werden.

08:38 Uhr | Eine Fahrkarte für ein Pferd

Sachen gibt's! Bei Twitter ist mir gestern dieser Tweet des Magdeburger Straßenbahnfahrers Johannes Lauf aufgefallen. Es geht um die Frage, in welchem Gefährt der Magdeburger Verkehrsbetriebe ein Pferd mitgenommen werden darf – und zwar für eine Einzelfahrkarte.

Denn normalerweise gilt: Tiere, die in eine Kiste passen, fahren umsonst mit. Ansonsten ist ein Kinder-Ticket fällig. Aber bei einem Pferd? Die Lösung finden Sie unter dem Tweet oder in den Tarif- und Beförderungsbedingungen des Verkehrsverbunds auf Seite 9 (Tarifbedingungen §2, Abschnitt 2.4, Absatz 5).

08:22 Uhr | Auch Salzlandkreis hebt 15-Kilometer-Regel auf

Im Salzlandkreis wird ab heute die Bewegungseinschränkung, die sogenannte 15-km-Regel aufgehoben. Einwohner können sich damit wieder außerhalb dieses Radius' von ihrem Wohnort bewegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen ist auf rund rund 122 gesunken. Sie liegt damit den fünften Tag anhaltend unter 200. Laut Landkreis bleibt aber die Regel bestehen, dass bei Versammlungen unter freiem Himmel eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss.

Aktuell gilt die 15-Kilometer-Regel noch im Landkreis Mansfeld-Südharz, im Burgenlandkreis und im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Erst Dienstag hatte der Landkreis Wittenberg die Einschränkung wegen gesunkener Inzidenzen zurückgenommen.

08:08 Uhr | Sachsen-Anhalt-Zeitmaschine: Heute vor ...

  • 5 Jahren: Am Morgen verunglückt auf der A14 zwischen Schönebeck und Calbe ein Schweine-Transporter – er kommt von der Fahrbahn ab, kippt um und rutscht einen Abhang hinab. Die Hälfte der 170 geladenen Tiere wird bei dem Unfall getötet. Die restlichen Schweine werden in einen anderen Lastwagen verladen. Fahrer und Beifahrer des Unglückslasters bleiben unverletzt.

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Mitteldeutschland? – Genau unser Ding. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

  • 15 Jahren: Wie wäre es, wenn Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen zu einem Bundesland fusionieren? Diesen Vorschlag bringt Jens Bullerjahn, seinerzeit SPD-Spitzenkandidat für die anstehende Landtagswahl, wieder ins Gespräch und auf die politische Ebene. Angesichts der sich verschärfenden Finanzkrise sollen so die Kräfte gebündelt werden, um die deutsche Einheit zu verwirklichen – heißt es in einem Diskussionspapier. Zwei Monate später bekommt das Kind in einem Zeitungsinterview den Namen "Mitteldeutschland". Eine Initiative für eine Länderneugliederung startet 2013 schließlich eine Unterschriftenaktion für ein Volksbegehren. Doch das Innenministerium lehnt ab, da die meisten Unterzeichner aus dem Raum Halle-Leipzig kämen. So bewertet es 2018 auch das Bundesverfassungsgericht.
  • 25 Jahren: Neun Monate nach dem Raubmord an einem Magdeburger Taxifahrer wird ein 23-jähriger Binnenschiffer aus dem Raum Osnabrück in Untersuchungshaft gesteckt. Überführt hat ihn die Tatwaffe, die in einem späteren Fall erneut aufgetaucht war. Der gebürtige Magdeburger gesteht während der Vernehmung, nach einem Streit über den Fahrpreis von 13,60 Mark von Magdeburg nach Helmstedt den Fahrer per Kopfschuss getötet und dessen Geldbörse geplündert zu haben. Im September 1996 wird der junge Mann – der durch seinen Bundeswehreinsatz waffenkundig war – am Landgericht Magdeburg zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

07:50 Uhr | Die Kohle geht, die Kohle kommt

Der Burgenlandkreis hat knapp sieben Millionen Euro Fördermittel für den Strukturwandel bekommen. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat den Bescheid an den Zeitzer Oberbürgermeister Thieme und Landrat Ulrich überreicht. Das Geld fließt in eine neue Stabsstelle, die den Wandel der Kohle-Region steuern soll. Damit sind laut Landkreis bis 2025 die Kosten für Büros im Zeitzer Bahnhofsgebäude und etwa 40 Mitarbeiter gedeckt. Die Fördermittel kommen von Bund und Land.

07:33 Uhr | Stimmen Sie ab! Jähn oder nicht Jähn?

In drei Wochen wird Halles Stadtrat darüber entscheiden, ob der Ersatzbau des Planetariums weiter den Beinamen "Sigmund Jähn" tragen soll. Jähn war als erster Deutscher im Weltraum. Doch er war auch als Inoffizieller Mitarbeiter bei der Staatssicherheit registriert. Der Kulturausschuss Halles hat gestern gegen Jähn gestimmt, das ist aber nur eine Empfehlung. Und was denken Sie?

Morgen Früh wird aufgelöst.

07:16 Uhr | Wetterfront über Sachsen-Anhalt bringt viel Schnee

Ab dem Wochenende wird es wieder richtig winterlich – mit viel Schnee. Laut MDR-Wetterstudio wird uns polare Kaltluft aus Norden und Osten erreichen. Das bedeutet sinkende Temperaturen, mit deutlicher Dauerfrosttendenz zum Wochenstart. Erste leichte Schneefälle sind bereits von Freitag auf Sonnabend zu erwarten. In Magdeburg etwa werden am Wochenende knapp 17 Zentimeter Schnee erwartet. Der Schnee-Schwerpunkt soll Sonntag kommen.

06:59 Uhr | Keine Hochwassergefahr, aber erhöhte Pegel

Die Flusspegel in Sachsen-Anhalt sind zuletzt gestiegen – auf Höhen, die wir lange nicht gesehen haben. Grund zur Sorge soll aber nicht bestehen.

Denn die Behörden sehen für Sachsen-Anhalts Flüsse derzeit noch keine Hochwassergefahr. Das teilte der Landesbetrieb für Hochwasserschutz MDR SACHSEN-ANHALT mit. Die Wasserstände würden täglich kontrolliert. Besonders im Blick habe man Schwarze und Weiße Elster, die Saale samt ihrer Nebenflüsse, die Mulde und die Harz-Flüsse. Auch die Lage an der Elbe zeigt sich laut Experten weiter entspannt. In der kommenden Woche soll die Situation neu bewertet werden. Dann erreicht das Tauwasser aus Tschechien die Elbe und deren Zuflüsse in Sachsen-Anhalt.

Stand heute Morgen ist in Sachsen-Anhalt an drei Pegeln die erste Alarmstufe erreicht:

  • Ilsenburg: die Ilse misst 1,51 Meter (Alarmstufe 1 ab 1,50 Meter)
  • Tylsen: die Dumme hat 1,40 Meter (Alarmstufe 1 ab 1,40 Meter)
  • Zeitz: die Weiße Elster misst 3,28 Meter (Alarmstufe 1 ab 3,20 Meter)

Blick von der Herrenkrugbrücke in Magdeburg
Die Elbe bei Magdeburg gestern Abend: Sieht voll aus, reicht aber noch nicht für eine Alarmstufe. Bildrechte: MDR/André Plaul

06:45 Uhr | Lehrer kriegen Unterricht im Fach "Homeschooling"

Weil es momentan beim Online-Unterricht für Schulen vermehrt zu Störungen durch Dritte kommt, will das Bildungsministerium Lehrerinnen und Lehrer besser aufklären. Lehrern soll erklärt werden, wie sie mit einfachen technischen Vorkehrungen ihre Videokonferenzen nach außen hin schützen können. Denn aktuell kommt es deutschlandweit vermehrt zu Störungen des Unterrichts. Etwa, wenn Schüler die Zugangsdaten für die Videokonferenzen offen ins Internet stellen. So gab es bundesweit bereits Fälle, in denen sich Unbefugte Zutritt zu den Videokonferenzen verschafft haben und sich dann dort entblößten oder pornographisches Material zeigten. Dem Bildungsministerium in Sachsen-Anhalt sind nach eigenen Angaben derzeit eine Handvoll Störungen bekannt.

06:27 Uhr | Weniger Empfangslücken für MDR-Hörfunkwellen

Im Süden Sachsen-Anhalts sind, unter anderem, die MDR-Radioprogramme nun deutlich besser zu empfangen. Gestern ist bei Zeitz der neunte Digitalradio-Sendestandort Sachsen-Anhalts in Betrieb gegangen. Damit sind die digitalen Programme nun auf 97,5 Prozent der Landesfläche empfangbar. Die Autobahnen sind fast vollständig versorgt. Seit dem 21. Dezember 2020 müssen Neuwagen schließlich verpflichtend mit DAB+ ausgestattet sein.

Innerhalb von Gebäuden herrscht in Sachsen-Anhalt eine Abdeckung von 89 Prozent. Orte wie Gardelegen, Salzwedel, Stendal, Genthin, Annaburg und Eisleben müssen somit noch warten, bis auch dort in den Wohnungen DAB+ empfangen werden kann.

Ein weiterer Ausbau des DAB+-Netzes durch den MDR liegt aktuell auf Eis. Grund ist die vorerst an Sachsen-Anhalt gescheiterte Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Er hätte zum Jahresstart erstmals seit elf Jahren erhöht werden sollen – um monatlich 86 Cent.

06:14 Uhr | Weitere Corona-Hilfen für Familien, Gastro und Unternehmen

Die große Koalition will die negativen Auwirkungen der Corona-Pandemie mit weiteren finanziellen Hilfen abfedern. Darauf haben sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD bei ihren Beratungen im Kanzleramt geeinigt. Die Bundesregierung will Beziehern von Grundsicherung einen Coronazuschuss in Höhe von 150 Euro zahlen. Zudem soll es einen Kinderbonus von 150 Euro für alle Kindergeldbezieher geben. Für Speisen in Restaurants und Cafés soll die Absenkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent bis Ende 2022 verlängert werden. Die Ausnahmeregelung galt bisher nur bis 30. Juni. Der Koalitionsausschuss hat sich außerdem auf zusätzliche Steuerhilfen für Unternehmen geeinigt, die wegen der Covid-19-Pandemie Verluste machen.

Eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hatte jüngst ergeben, dass der im Herbst 2020 gewährte Kinderbonus im Vergleich zur temporären Mehrwertsteuersenkung die effizientere Maßnahme für die Ankurbelung des Konsums gewesen sei. Die Steuersenkung habe den Staat dafür sogar mehr gekostet und sei laut Studie vor allem von Haushalten mit höheren Einkommen genutzt worden.

06:00 Uhr | Halle streitet: Jähn oder nicht Jähn?

In Halle soll noch in diesem Jahr das neue Planetarium eröffnen. Heftigen Streit gibt es allerdings weiter über den Namen der künftigen Sternenwarte. Unter anderem SPD und Linke wollten Kosmonaut Sigmund Jähn als Namensgeber sehen – so wie es auch beim alten Planetarium war. Der Kulturausschuss von Halle sprach sich gestern allerdings gegen Jähn aus. Auch weitere berühmte Astronauten, wie Neil Armstrong werden voraussichtlich nicht Namensgeber.

Der Kulturausschuss sprach sich stattdessen mit knapper Mehrheit für den Antrag der Grünen aus. Diese hatten den neutralen Namen "Planetarium Halle Saale" vorgeschlagen. Der Beschluss des Kulturausschusses hat empfehlenden Charakter. Die entgültige Entscheidung trifft der Stadtrat in drei Wochen.

05:44 Uhr | Presseschau: Der Blick in die Zeitungen

  • Die Süddeutsche Zeitung (€) war auf winterlicher Wander-Durchreise im Harz – von Osterode bis Thale. Im Reisebericht gerät die "olle Hängebrücke" vor lauter Wetter- und Naturfaszination ins Hintertreffen.
  • Die sozialistische Tageszeitung "nd" hat mit der Linken-Landtagsabgeordneten Henriette Quade ein Interview geführt. Darin fordert sie einen Kurswechsel in Sachsen-Anhalts Innenpolitik, die antifaschistisch ausgerichtet werden müsse.
  • Sachsen-Anhalts früherer Kultusminister Karl-Heinz Reck und seine Frau haben sich im Januar mit dem Coronavirus infiziert. Wie sie Krankheit und Quarantäne erlebt haben, hat die Volksstimme heute in der Stendaler Ausgabe abgedruckt. Hier gibt es den Artikel online.
  • Nicht nur in Grieben bei Tangerhütte sorgt der Wolf für Angst unter den Landwirten. Wie die Bild schreibt, fordern Bauernverbände und Jägerschaften der Landkreise Stendal und des Jerichower Landes eine Abschussgenehmigung vom Umweltministerium.

05:28 Uhr | Das Wetter: Noch einmal mild

Der Morgen beginnt stark bewölkt, stellenweise regnet es noch, in der Altmark fällt meist Schnee. Später gibt es aber Hoffnung auf Auflockerungen mit Sonne. Die Tageshöchstwerte sind wieder unterschiedlich verteilt: Sie werden laut MDR-Wetterstudio in der Altmark bei maximal 4 Grad liegen, sonst werden zwischen 5 und 10 Grad erreicht.

Und dann stehen demnächst der große Schnee- und Temperaturfall an. Mehr dazu später.

05:21 Uhr | Wegen Trockenheit fallen in Wittenberg 300 Bäume

In Wittenberg werden bis Monatsende mehr als 300 Bäume gefällt. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Wegen der Trockenheit der vergangenen Jahre seien zahlreiche Bäume irreparabel geschädigt oder bereits abgestorben. Viele seien von Pilzen befallen, hätten Risse und stünden schräg. Durch diese Schäden sei die Verkehrssicherheit immens gefährdet. Die Stadt Wittenberg kündigte an, an den Stellen neue Bäume zu pflanzen.

05:09 Uhr | Leuna: Bombe erkannt, Gefahr gebannt

Bauarbeiter haben gestern in Leuna im Saalekreis eine rund 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe gefunden. Bei dem britischen Sprengkörper habe es sich um einen Blindgänger ohne Zünder gehandelt, teilte der Landkreis mit. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes habe die Bombe zur Entsorgung abtransportiert.

05:00 Uhr | Moin, Internet!

Sucht Ihr Körper in diesen Tagen auch den Knopf für den Winterschlaf oder ist das mein persönliches Problem? Der Wechsel von Regen und Schnee ruft bei mir jedenfalls kaum Elan hervor, schließlich bin ich gern draußen unterwegs.

Noch lieber bestücke ich aber für Sie unseren Morgenticker. Das hält mich wach – und Sie bis 11 Uhr hoffentlich gut informiert. Ich bin André Plaul – guten Morgen!

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns über Ihre Meinung, lassen Sie uns gerne einen Kommentar da oder schreiben Sie uns bei Twitter oder Facebook. #tickeriki

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2 Kommentare

Altmagdeburger vor 37 Wochen

Sigmund Jähn war der erste Deutsche Raumfahrer und so mit steht ihn dies auch zu. Bei Heinz Krüger hat man nicht so viel rum geeiert. Der hat nicht nur ein Denkmal bekommen, sondern auch noch ein Platz auf sein Namen bekommen, ob wohl seine Vergangenheit bekannt war.

jackblack vor 37 Wochen

Das Wort " Tradition " scheint bei den Grünen ein SCHIMPFWORT zu sein, wer die Biographie von Hr. Jähn kennt MUSS sich SCHÄMEN, ihm diese Ehre vorzuenthalten !!!!

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