22.04.2021 | Sachsen-Anhalt am Morgen Abstimmung im Bundesrat: Sachsen-Anhalt will keinen Einspruch gegen "Notbremse" einlegen

Luca Deutschländer
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Der Donnerstagmorgen im Ticker: Sachsen-Anhalt will die Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer erhöhen. Heute hat dazu eine landesweite Kampagne begonnen. Und: Welche Auswirkungen die vom Bundestag beschlossene Corona-"Notbremse" hat. Außerdem Thema bei uns: Dessau führt "Umweltdetektive" ein.

Ein Polizeifahrzeug steht am späten Abend nach Beginn der Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in der Innenstadt
In Regionen mit einer Inzidenz von mehr als 100 soll die "Notbremse" nächtliche Ausgangssperren mit sich bringen. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Das Wichtigste am Donnerstag:

10:58 Uhr | Krähenlärm bringt Kita-Kinder um ihren Schlaf

Saatkrähe im Flug
Können ganz schön laut sein: Saatkrähen Bildrechte: imago/blickwinkel

Rund ums MDR-Landesfunkhaus in Magdeburg sind sie zu Hunderten unterwegs: Krähen. Doch dass laute Gekrächze kennen auch andere – zum Beispiel in Osterburg. Dort bringen die laut schreienden Saatkrähen jetzt Kinder in einer Kita um ihren Mittagsschlaf. Darüber schreibt die Volksstimme. Problem: Eigentlich sollte ja gerade in Corona-Zeiten viel gelüftet werden. Geht aber nicht, sagt die Kita-Chefin – weil die Kids dann wegen der lauten Vögel nicht zur Ruhe kommen. Jetzt soll versucht werden, die Vögel zu vertreiben – gar nicht so leicht, weil sie unter Naturschutz stehen...

Damit endet für heute unser Morgenticker. Schön, dass Sie dabei waren. Nun wünsche ich Ihnen einen schönen Tag und sage: Bis morgen!

10:40 Uhr | Was aus härteren Regeln für die Fleischindustrie geworden ist

Lassen Sie uns kurz ins vergangene Jahr zurückblicken: Seinerzeit gab es in der Fleischindustrie massenhaft Corona-Infektionen. Die Bundesregierung kündigte an, "gründlich aufzuräumen". Ergebnis ist das sogenannte Arbeitsschutzkontrollgesetz, das seit Anfang Januar in Kraft ist. MDR-Recherchen aber zeigen: Geändert hat sich kaum etwas.

Dazu empfehlen möchte ich Ihnen die Recherche von EXAKT:

Mitarbeiter in einer Fleischfabrik mit Video
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

10:26 Uhr | MDR-Staatsvertrag soll neu geregelt werden

Der Landtag von Sachsen-Anhalt ist dafür, dass der MDR-Staatsvertrag neu geregelt wird. Das beschloss das Parlament gestern mit den Stimmen von CDU, SPD und Grünen. Die AfD stimmte gegen die Reform, die Linke enthielt sich. Bevor der neue Staatsvertrag in Kraft treten kann, muss allerdings noch der Landtag in Thüringen zustimmen. Das sächsische Parlament hat das schon getan. Der Staatsvertrag regelt grundsätzliche, organisatorische Dinge – zum Beispiel zur Zahl der Programme oder zu Gremien wie dem Rundfunkrat. Um Inhalte des Programms kümmern sich ausschließlich die Sender selbst.

MDR SACHSEN-ANHALT-Reporterin Tanja Ries hat aufgeschlüsselt, was der neue Staatsvertrag mit sich bringen würde – und warum er an Thüringen noch scheitern könnte.

10:09 Uhr | Schnelleres Internet für Anhalt-Bitterfeld

Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld soll schnelleres Internet bekommen. Gefördert werden soll das vom Land – das heute einen Scheck über eine halbe Millionen Euro überreicht. Profitieren soll vor allem Zörbig, wo das Internet besonders lahmt. Einen zweiten Scheck gibt es für Bitterfeld-Wolfen. Denn an der Goitzsche und im Filmmuseum in Wolfen sollen Gäste bald kostenfrei im WLAN surfen können. Auch dieser Ausbau wird vom Land gefördert.

09:48 Uhr | Pünktlich zum 1.000-jährigen Jubiläum: Wieder Wasser für Brunnen am Merseburger Domplatz

In Merseburg soll aus dem seit fast 100 Jahren trockenen Brunnen auf dem Domplatz bald wieder Wasser sprudeln. Das haben die Domstifter angekündigt. Hintergrund ist das 1.000-jährige Weihjubiläum des Doms, das in diesem Jahr gefeiert wird.

Domstifter Holger Kunde sagte MDR SACHSEN-ANHALT, um den Brunnen wieder sprudeln zu lassen, müsse zunächst eine Betonabdeckung abgenommen werden. Dann soll eine Wasserrinne rings um den Dom gebaut werden. Nötig seien also auch Pflasterarbeiten und die Arbeit an einem neuen Bepflanzungskonzept.

09:26 Uhr | Landtag diskutiert über Corona-Regeln

Wie weiter in der Corona-Pandemie? Darüber diskutiert seit heute Morgen Sachsen-Anhalts Landtag. Die Grünen schlagen strengere Regeln vor, um die Pandemie einzudämmen. Aktuell zielten die Maßnahmen einseitig auf das Privatleben der Menschen, kritisierte die Regierungspartei. Familien würden so an den Rand ihrer Kräfte gebracht, Unternehmen benachteiligt. Die Linke will den Fokus auf die Krankenhäuser richten. Sie seien mitunter schon jetzt nicht mehr in der Lage, weitere Intensivpatienten mit einer Covid-19-Infektion aufzunehmen. Es brauche eine bessere Bezahlung der Pflegebeschäftigten und eine einmalige Corona-Sonderzahlung für alle Gesundheits- und Pflegebeschäftigten.

09:10 Uhr | Sachsen-Anhalt will keinen Einspruch gegen "Notbremse" einlegen

Wenn im Bundesrat heute über die Corona-"Notbremse" des Bundes gesprochen wird, will Sachsen-Anhalt voraussichtlich keinen Einspruch einlegen. Das sagte ein Sprecher von Ministerpräsident Reiner Haseloff. Die Landesregierung hatte sich demnach bereits gestern darauf verständigt, nicht gegen das Gesetz vorzugehen. Das gestern vom Bundestag beschlossene neue Infektionsschutzgesetz sieht auch massive weitere Einschränkungen für Sachsen-Anhalt vor.

08:59 Uhr | Zehntausende Tiere bei Tierversuchen eingesetzt

Eine frau beobachtet eine weiße Maus
2019 wurden in Sachsen-Anhalt Zehntausende Labormäuse für Experimente eingesetzt. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Jochen Tack

In Sachsen-Anhalt werden jährlich mehrere Zehntausend Tiere bei Tierversuchen eingesetzt. Das zeigen Zahlen des Landesverwaltungsamtes. Demnach wurden 2019 etwa 45.100 Tiere für solche Versuche eingesetzt. Zahlen für das vergangene Jahr liegen der Behörde zufolge noch nicht vor. Statistiken zeigen, dass der größte Anteil der eingesetzten Tiere Labormäuse waren, gefolgt von Ratten. Ebenfalls eingesetzt wurden Hühner, Puten und Schweine. Tierversuche dürfen nur gemacht werden, wenn sie im Einklang mit dem Tierschutzgesetz stehen.

08:40 Uhr | Landtag stimmt neuem Glücksspiel-Staatsvertrag zu

Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat dem neuen Glücksspiel-Staatsvertrag zugestimmt. Damit sollen bisher verbotene Internet-Glücksspiele wie Online-Poker erlaubt und kontrolliert werden. Zum Schutz vor Spielsucht soll es ein monatliches Höchstlimit von 1.000 Euro geben. Der Staatsvertrag sieht auch eine zentrale Aufsichtsbehörde vor, die ihren Sitz in Halle haben wird.

08:23 Uhr | Dessau will Mülldetektive einsetzen – und Umweltsünder aufspüren

In Dessau-Roßlau sollen künftig Umweltdetektive dafür sorgen, dass die Menschen seltener illegal ihren Müll in der Gegend abladen. Einen entsprechenden Beschluss hat am Abend der Stadtrat gefasst. Die beiden Detektive sollen Umweltsünder künftig aufspüren und zur Kasse bitten. Hintergrund ist der zunehmende, illegal abgeladene Müll in Dessau. Um ihn zu beseitigen, hat die Stadt nach eigenen Angaben voriges Jahr mehr als 280.000 Euro ausgegeben. Die Mülldetektive sollen vorerst für ein Jahr eingestellt werden. Kostenpunkt: 160.000 Euro.

08:10 Uhr | Spritpreise schwanken: Hohe Differenzen auch in einzelnen Städten

Hoch, runter – und wieder hoch: In Deutschland ändern sich die Spritpreise je nach Tageszeit immer stärker. Das hat das Bundeskartellamt festgestellt. Demnach schwanken die Preise für Benzin und Diesel an einzelnen Tankstellen mitunter bis zu sechs Mal – mit Unterschieden von bis zu 12 Cent pro Liter. Innerhalb einer Stadt sind demnach Differenzen um bis zu 20 Prozent möglich. Die Kartellwächter raten, Apps auf dem Smartphone zu nutzen, um günstige Tankstellen zu finden.

07:52 Uhr | Girls' und Boys' Day digital

Sich treffen, in Betriebe reinschnuppern – ist alles nicht möglich in Corona-Zeiten. Girls' und Boys' Day ist heute aber trotzdem. Und natürlich wird er in erster Linie digital über die Bühne gehen. In Bezirk der Stendaler Arbeitsagentur wird deshalb zum Beispiel eine telefonische Hotline (03931 / 640 603) geschaltet. Dort sollen zum Beispiel Fragen zu dualen Studiengängen beantwortet werden.

07:36 Uhr | Dessau-Roßlau will die Bundesgartenschau

Dessau-Roßlau will in etwa zehn Jahren eine Bundesgartenschau ausrichten. Am Abend hat der Stadtrat beschlossen, eine dafür nötige Studie auf den Weg zu bringen. Sie soll prüfen, ob die Stadt auch bereit ist für die Ausrichtung der wichtigsten deutschen Naturschau. Dessau-Roßlau plant, die Buga im Fall der Fälle auf beiden Seiten der Elbe auszurichten. Dafür müsste unter anderem aber geklärt werden, wie Besucherinnen und Besucher von A nach B kommen. Die Studie kostet die Stadt 200.000 Euro. Das Geld kommt zu einem großen Teil aus Fördermitteln. Die bislang letzte Bundesgartenschau in Sachsen-Anhalt gab es 2015. Damals hatte die Havelregion um Brandenburg und Sachsen-Anhalt gemeinsam die Schau ausgerichtet.

Buga in Erfurt beginnt morgen

Dessau ist Zukunftsmusik, in Erfurt aber beginnt schon morgen die neue Bundesgartenschau – trotz Corona. Insgesamt 27 Parks, Grünfläche und Ausstellungsorte sind vorbereitet worden, zu Ende geht die Buga dann im Oktober. Mit unserem MDR-Spezial wissen Sie immer alles Wichtige.

Stiefmütterchen blühen auf einer bepflanzten Insel am Domplatz in Erfurt
Ab morgen Gastgeber der Bundesgartenschau: Erfurt Bildrechte: dpa

07:23 Uhr | Zigarettenautomat in Naumburg gesprengt

In Naumburg haben zwei Männer einen Zigarettenautomaten gesprengt. Polizisten nahmen sie kurz daraufhin fest. Nach Angaben der Ermittler hatten Passanten in der Nacht beobachtet, wie die beiden Männer den Automaten im Flemminger Weg sprengten. Die Polizei habe schließlich in der Nähe den 39-Jährigen und den 41-Jährigen in einem Auto gefunden. Im Wagen befanden sich Bargeld, Zigaretten und Einbruchswerkzeuge. Beide wurden vorläufig festgenommen.

07:06 Uhr | Corona-"Notbremse" beschlossen – was sie für Sachsen-Anhalt bedeuten würde

Der Bundestag hat eine bundesweit einheitliche Corona-"Notbremse" beschlossen. Noch ist sie nicht in Kraft, das wird vermutlich frühestens am Sonnabend passieren – mit weitreichenden Folgen auch für Sachsen-Anhalt. Der Kurzüberblick:

  • Schulen: Wenn die Inzidenz drei Tage bei mehr als 100 liegt, ist nach dem neuen Gesetz künftig Wechselunterricht angesagt. Das beträfe aktuell die Landkreise Altmarkkreis Salzwedel, Börde, Jerichower Land, Salzlandkreis, Anhalt-Bitterfeld sowie die Städte Magdeburg und Dessau. Bei einer Inzidenz von 165 und mehr bleiben die Schulen komplett dicht – also im Landkreis Stendal (wie ohnehin schon), in Halle, im Saalekreis, im Landkreis Harz, im Burgenlandkreis und im Landkreis Mansfeld-Südharz. Hoffen kann der Landkreis Wittenberg: Dort liegt die Inzidenz laut RKI heute Morgen unter 100 – ein sprunghafter Rückgang im Vergleich zum Vortag. Bei diesem Wert bliebe alles normal.

  • Wirtschaft: Wenn die Inzidenz drei Tage hintereinander bei mehr als 150 liegt, muss auch der Einzelhandel dichtmachen. Supermärkte oder Drogerien bleiben, wie bisher, immer offen. Auch Blumenläden, Garten- und Großmärkte dürfen generell geöffnet bleiben. Für alle anderen gilt: Bei einer Inzidenz zwischen 100 und 150 ist Einkaufen mit vorheriger Terminbuchung möglich. Nur: Ohne negativen Corona-Test geht auch da nichts.

  • Nächtliche Ausgangssperren: Sie gelten überall dort, wo die Inzidenz bei mehr als 100 liegt – zwischen 22 Uhr und 5 Uhr. Wer allein joggen oder spazieren gehen will, kann das auch nach 22 Uhr und bis Mitternacht tun. Beim Blick auf die aktuellen Zahlen hieße das: Die Ausgangssperren würden überall im Land gelten – außer im Landkreis Wittenberg. Wie gesagt: Die Zahlen von dort sind aber mit Vorsicht zu genießen.

06:53 Uhr | Zu teuer: Magdeburger Schülerticket wackelt gewaltig

Ab August sollten Schülerinnen und Schüler in Magdeburg kostenlos den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen dürfen – auf dem Schulweg und auch in ihrer Freizeit. Eingeführt werden kann das kostenlose Schülerticket vorerst aber nicht. Das Landesverwaltungsamt hat das untersagt und auf die angespannte Haushaltssituation der Stadt Magdeburg verwiesen. Die Stadt hat nun die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen und neue Möglichkeiten zur Finanzierung darzulegen, hieß es von der Behörde. Magdeburg war allen für dieses Jahr von zusätzlichen Kosten von etwa 2,6 Millionen Euro ausgegangen.

06:40 Uhr | Luft sauberer machen – Auszeichnung vom Land

Eine junge Frau und ein junger Mann blicken auf eine Palette mit Moos.
Maren Huhle und Lucas Berns begutachten ihr Werk Bildrechte: Chris Rößler

Wie kann man die Luft in den Innenstädten sauberer machen? Maren Huhle, Lucas Berns und andere hatten eine Idee: Ihr Start-up "Moosaik" aus Magdeburg entwickelt Paneele, auf denen in dicht bebauten Städten ein Pflanzenpolster aus Moos angebracht wird. Die Folge: Das Moos nimmt Kohlendioxid auf und wandelt es um – und filtert nebenbei Feinstaub aus der Luft. Für diese Idee hat das Land die innovativen Magdeburger nun mit dem "Bestform"-Award ausgezeichnet. Bei der virtuellen Preisverleihung am Abend gab es Platz 1 und ein Preisgeld von 10.000 Euro.

Die beiden zweiten Plätze gehen laut Wirtschaftsministerium an das "Büro für Sinn und Unsinn" aus Halle und an "Vireo.de – recable.it" aus Merseburg. Während innovative Hallenser einen "Spielideenautomaten" auf den Weg gebracht haben, haben die Merseburger ein USB-Kabel gebaut, das lange haltbar und recycelbar ist.

06:22 Uhr | Bericht: AfD hat Klage gegen Beobachtung durch Landesverfassungsschutz eingereicht

Ein Blumentopf mit einer Deutschlandfahne steht auf einem Tisch
Die AfD wehrt sich offenbar juristisch gegen eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz. Bildrechte: dpa

Die AfD in Sachsen-Anhalt wehrt sich offenbar juristisch gegen eine Beobachtung durch den Landesverfassungsschutz. Das schreibt heute die Mitteldeutsche Zeitung und beruft sich auf Aussagen von Parteivize Hans-Thomas Tillschneider. Die in Teilen rechtsextreme Partei hat demnach Unterlassungsklage gegen den Inlandsgeheimdienst eingereicht. Das Magdeburger Verwaltungsgericht bestätigte das. Im Januar hatte die MZ aufgedeckt, dass Sachsen-Anhalts Inlandsgeheimdienst den gesamten AfD-Verband zum Beobachtungsobjekt eingestuft hat. Der Geheimdienst sieht die AfD demnach als rechtsextremen Verdachtsfall.

06:10 Uhr | Hotels und Gaststätten verlangen Nachbesserungen bei Corona-"Notbremse"

In Sachsen-Anhalt hofft der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) auf Nachbesserungen beim gestern beschlossenen Infektionsschutzgesetz. Vizepräsident Michael Pirl kritisierte, dass das neue Gesetz keine neuen Modellprojekte ermöglicht. Er hoffe auf Änderungen, sagte Pirl MDR SACHSEN-ANHALT. Zudem müsse es eine klare Öffnungsperspektive für die Branche geben. Man sei in Vorbereitung der Sommersaison und müsse lernen, auch in der Pandemie Veranstaltungen umzusetzen. Dafür würden Richtlinien und Planungssicherheit benötigt.

05:56 Uhr | Für mehr Sicherheit auf dem Rad: Polizei kontrolliert heute Fahrradfahrer

Fahrrad liegt am Boden, im Hintergrund wird ein Verletzter versorgt
In Sachsen-Anhalt wurden voriges Jahr 2.703 Unfälle mit Radfahrerinnen und Radfahrern registriert. (Symbolbild) Bildrechte: Colourbox.de

Immer mehr Menschen sind mit dem Fahrrad unterwegs. Um sie besser zu schützen, startet das Land Sachsen-Anhalt heute eine Kampagne für mehr Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer. Sie steht unter dem Motto "#MenschaufmRad – Sicher durch den Verkehr" und sollte heute mit einer Veranstaltung gestartet werden. Die fällt wegen der Pandemie allerdings flach. Nach Angaben des Innenministeriums sind heute aber Kontrollen von Fahrrädern geplant. Dabei sollen Radfahrerinnen und Radfahrer für mögliche Gefahren sensibilisiert werden. Auch Autofahrerinnen und Autofahrer sollen in den Kontrollen gezielt angesprochen werden, hieß es.

Von den im abgelaufenen Jahr gut 2.700 erfassten Unfällen mit Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern in Sachsen-Anhalt ist laut Innenministerium fast die Hälfte von Radfahrern selbst verursacht worden. Verglichen mit dem Jahr 2019 war die Zahl der erfassten Unfälle aber leicht zurückgegangen. 13 Radfahrer kamen voriges Jahr ums Leben.

Übrigens: Dass seit Corona mehr Menschen das Rad nutzen, ist nicht nur ein Gefühl. Das lässt sich statistisch belegen. Außerdem haben viele Userinnen und User von MDR.de vor, ihr Rad auch nach Corona mehr zu nutzen – zeigt diese aktuelle Befragung:

05:43 Uhr | Drei gute Meldungen vom Impfen

Sachsen-Anhalt holt beim Impfen auf. Gemessen an der Erstimpfquote liegt das Bundesland jetzt auf dem deutschlandweit dritten Platz – mit 21,6 Prozent der Menschen, die mindestens eine Spritze bekommen haben. Bei der Zahl der Zweitimpfungen ist Sachsen-Anhalt aber Schlussreiter. Dass es trotzdem voran geht, zeigen diese beiden weiteren Meldungen:

  • Im Harz sind 750 Feuerwehrleute gegen das Coronavirus geimpft worden. Ziel war nach Angaben des Landesfeuerwehrverbandes, die Mitglieder der 118 Wehren im Landkreis zu impfen, die wegen ihres Ehrenamts besonderen Infektionsgefahren ausgesetzt sind. Informationen über die Zahl der landesweit geimpften Feuerwehrleute hat der Verband nach eigenen Angaben aber nicht.

  • Im Burgenlandkreis kann ab kommender Woche jede und jeder ab 16 Jahren geimpft werden. Der Landkreis teilte mit, dass die Priorisierung aufgehoben wird. Somit könnten sich alle um einen Termin bemühen. Landrat Götz Ulrich (CDU) sagte, die Über-60-Jährigen seien weitgehend durchgeimpft. Zugleich bremste er Erwartungen, dass nun alles ganz schnell geht. Ab kommendem Montag seien vorerst 1.400 Termine vorgesehen.

05:35 Uhr | Sonne und Wolken, Wind und deutlich kühler

Der Donnerstag bringt Sonne und Wolken im Mix, im Norden und Osten Sachsen-Anhalts kommen wohl auch mal ein paar Schauer dazu. Wer sich nun auf Frühling freut, den muss ich leider enttäuschen: Obendrauf wird es nämlich windig und deutlich kühler als gestern. Die Höchstwerte liegen nur noch zwischen 9 und 11 Grad.

Und das sind die aktuellen Temperaturen:

05:24 Uhr | FCM bleibt ungeschlagen und gewinnt in Meppen

Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg hat einen Lauf: Der FCM blieb am Abend in Meppen zum achten Mal hintereinander ungeschlagen. Mit dem 2:1-Auswärtssieg rückt der Klassenerhalt für die Blau-Weißen immer näher.

05:13 Uhr | "Notbremse" beschlossen: Was das für Sachsen-Anhalt bedeutet

Tagelang wurde über sie gesprochen, nun wird sie konkreter: Der Bundestag hat gestern Nachmittag die Corona-"Notbremse" beschlossen. Ziel ist, dass mit dem Überschreiten bestimmter Inzidenzwerte bundesweit einheitliche Regeln gelten. Ein Beispiel: Liegt die Inzidenz in einem Kreis drei Tage lang über 100, gehen Schulen in den Wechselunterricht. Liegt sie über 165, ist komplettes Homeschooling angesagt.

Was bedeutet das für Sachsen-Anhalt? Heute erst einmal: nichts. Denn bevor das neue Infektionsschutzgesetz gelten kann, muss es durch den Bundesrat – also das Parlament aller 16 Bundesländer. Geht dort heute alles klar, muss noch der Bundespräsident unterschreiben. Diese beiden Schritte fehlen also noch. Jetzt das Aber: Wenn alles kommt wie vom Bundestag beschlossen, befürchtet Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) unter anderem "gravierende Konsequenzen" für die Wirtschaft. Als Beispiel nannte der Minister den Handel. "Click and Meet" sei nur noch bis zu einer Inzidenz von 150 möglich. Mit dem verschärften Infektionsschutzgesetz enden in Sachsen-Anhalt auch die Modellprojekte in den Landkreisen Harz und Mansfeld-Südharz.

Was noch in dem Gesetz steht, können Sie hier nachschauen:

05:04 Uhr | Und zack – schon wieder Donnerstag!

Einen wunderbaren guten Morgen! Heute ist Donnerstag, heute ist der 22. April 2021. Schön, dass Sie mit uns in Ihren Tag starten. Im Morgenticker von MDR SACHSEN-ANHALT gibt es wie gewohnt alle Infos, die Sie heute Morgen in Sachsen-Anhalt kennen sollten – zusammengestellt von mir, Luca Deutschländer. Hallo!

Bussard mit geschlossener Nickhaut
Im Saalekreis haben Polizisten einen verletzten Bussard gerettet. (Symbolbild) Bildrechte: imago/blickwinkel

Mein Vorschlag: Wir beginnen mit einer guten Meldung aus dem Saalekreis. Dort haben Bundespolizisten jetzt einen verletzten Bussard gerettet und in die Hände von Expertinnen und Experten gegeben. Der Greifvogel hatte in einem Gebüsch neben einem Gleis gelegen. Von dort ging's in die Wildttierauffangstation nach Petersberg, wo der Vogel nun aufgepäppelt wird. 👏

Über Themen aus dem Morgenticker berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

3 Kommentare

Moewe1 vor 39 Wochen

Hier läuft schon wieder etwas verkehrt. Wenn die Anzahl der Radfahrer zunimmt, sollte man diese vielleicht Schulen. Spätestens, wenn der rasende Ebiker den anderen Radler umnietet ist der Autofahrer nicht mehr Schuld. Dann kann der ADFC nicht mehr so einseitig argumentieren. Ich fahre leidenschaftlich Auto und Rad und muss sagen, die Radfahrer sind häufig die leichtsinnigen Verkehrsteilnehmer.

Karl-W vor 39 Wochen

Radfahrer benutzen immer weniger die Radwege und fahren lieber auf der Straße. Und ist kein Radweg dann begegnet man ihnen auf dem Fußweg. Es ist wie bei Corona, jeder macht was er mag. Es geht um Ausgangssperre und schärfere Regeln. Aber was ist mit der Regel nicht touristisch rumzureisen? Wo übernachten diese Leute aus dem gesamten Bundesgebiet? Autokennzeichen vom Flensburg bis München und das nicht nur vereinzelt.

Todli vor 39 Wochen

Zeit wird es das endlich Mal gegen die Radfahrer etwas unternommen wird.Hoffentlich auch mit harten Strafen!Ohne Licht und Bremsen bei Rot über die Ampel auf dem Gehweg usw gefahren wird wie wild West!Da kann man nur froh sein das die Pkw und Fußgänger so viel Rücksicht nehmen!

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