23.04.2021 | Sachsen-Anhalt am Morgen Zwei Drittel der Sachsen-Anhalter unzufrieden mit Corona-Krisenmanagement der Landesregierung

Luca Deutschländer
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Der Freitagmorgen im Ticker: In Sachsen-Anhalt sind zwei Drittel der Menschen unzufrieden mit dem Corona-Krisenmanagement der Landesregierung. Und: Sonntagsfrage zur Landtagswahl im Juni – CDU trotz Verlusten vorn, FDP wäre wieder im Landtag. Außerdem: Gesetz zur Corona-"Notbremse" in Kraft getreten, Regeln gelten aber erst ab morgen.

Petra Grimm-Benne (l, SPD), Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, und Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt
In der Kritik: Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne und Ministerpräsident Reiner Haseloff werden für das Corona-Krisenmanagement kritisiert. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Das Wichtigste am Freitag:

10:57 Uhr | Mit Sonnenschein ab ins Wochenende!

Freitag, bald ist Wochenende. Und als wäre das nicht schon Grund genug zur Freude, erwartet uns auch noch freundliches Wetter. Das Wochenende soll in Sachsen-Anhalt überwiegend sonnig ausfallen. Laut Deutschem Wetterdienst kann die kommende Nacht aber noch einmal frostig werden. Später sollen morgen 10 bis 12 Grad möglich sein. Der Sonntag wird ähnlich. Ich würde sagen: Sie genießen also im besten Fall den Sonnenschein und machen sich ein hübsches Wochenende! Was auch immer Sie planen: Ich wünsche viel Spaß und beste Gesundheit. Bis bald – Montagmorgen ist an dieser Stelle André Plaul für Sie da. Machen Sie's gut!

10:44 Uhr | Was heute wichtig ist?

Worum geht's?
Wie würde gewählt, wenn in Sachsen-Anhalt schon diesen Sonntag Landtagswahl wäre? Seit heute Morgen kennen wir alle die Ergebnisse: Die CDU bliebe trotz Verlusten stärkste Kraft, gefolgt von der AfD (die ebenfalls verliert). Runter ginge es auch für die Linke, leicht nach oben für die SPD. Große Gewinner wären Grüne und FDP (in diesem Fall wieder im Landtag). Das sind die nackten Zahlen.

Und was bedeuten sie?
Das erläutert Ihnen mein geschätzter Kollege Thomas Vorreyer heute. Er hat sich durch die Zahlen gewälzt, viele Gespräche geführt, die Daten analysiert – und erklärt uns, was die Ergebnisse für die Landtagswahl in rund sieben Wochen bedeuten.

Wo kann ich mehr erfahren?
Gleich bei uns auf der Website.

10:33 Uhr | Pandemie-Bewältigung: Magdeburgs Stadtoberhaupt ruft zum Mitmachen auf

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) hat die Menschen in seiner Stadt aufgerufen, die neuen Corona-Regeln zu befolgen und die Inzidenz gemeinsam schnell unter 100 zu drücken. Trümper betonte, es komme jetzt jeden Tag auf das Verhalten aller an. Nur, wenn die Inzidenz schnell unter den Schwellenwert von 100 falle, würden die neuen Maßnahmen in den kommenden Wochen nicht zum Alltag.

10:28 Uhr | Ein Kreis unter 100, alle anderen darüber – die Corona-Lage

Ab morgen gelten also die neuen Corona-Regeln, die das veränderte Infektionsschutzgesetz vorsieht. Die Regeln sind klar – weniger klar ist, was genau das alles für Sachsen-Anhalt bedeutet. Dazu hat es bislang keine konkreten Aussagen der Landesregierung gegeben.

Was klar ist: Der Inzidenzwert bei uns in Sachsen-Anhalt ist in den vergangenen Tagen mehrfach zurückgegangen, heute aber wieder gestiegen. Das RKI gibt den Wert der Neuansteckungen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen mit 169 an. Vor einer Woche hatte er noch bei 188 gelegen. Mit Blick auf die "Notbremse" ist vor allem interessant, in welchem Landkreis eine Inzidenz von weniger als 100 verbucht worden ist – das war gestern laut RKI im Landkreis Wittenberg der Fall (heute 121,6), heute nun liegt der Landkreis Börde plötzlich unter der 100er-Marke (88,9). Die Zahlen müssen wir aber mit Vorsicht betrachten. Zuletzt hatte es wegen Meldefehlern immer wieder plötzliche Abstürze der Inzidenzen gegeben, in Anhalt-Bitterfeld gar auf weniger als 50.

Lassen wir uns also überraschen, wie die Zahlen morgen aussehen.

10:22 Uhr | DFB-Pokal-Finale wird auch in diesem Jahr ein Geisterspiel

Das DFB-Pokalfinale in Berlin wird erneut als Geisterspiel ausgetragen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund mit. Aufgrund der derzeit gültigen Corona-Verordnungen sei ein Antrag auf Zulassung von Zuschauern für das Finale am 13. Mai nicht rechtzeitig möglich. Die Halbfinalspiele werden in der kommenden Woche ausgetragen. Schon im vergangenen Jahr fand das Endspiel im Olympiastadion ohne Zuschauer statt.

10:13 Uhr | Körperverletzung und noch einiges mehr: Mann in Halle vor Gericht

Vor dem Landgericht in Halle muss sich seit heute ein Mann unter anderem wegen Körperverletzung und Bedrohung verantworten. Dem 35-Jährigen werden nach Angaben eines Gerichtssprechers außerdem Sachbeschädigung und Beleidigung verantworten. Er soll wiederholt Frauen geschlagen haben, außerdem den Außenspiegel eines Autos abgetreten und einer Frau das Handy entrissen haben. Nachdem das in aller Öffentlichkeit passiert war, schlug der Mann laut Anklage auch Passanten, die ihn aufforderten, aufzuhören. Das Gericht hat ein psychiatrisches Gutachten beauftragt.

10:00 Uhr | Produktion von MDR SACHSEN-ANHALT für Deutschen Podcast-Preis nominiert

Eine Meldung in eigener Sache: Unser MDR SACHSEN-ANHALT-Podcast "Das Leben danach" ist für den Deutschen Podcastpreis nominiert – in der Kategorie "Bestes Skript / Bester Autorin, Autor". Das freut uns, bei aller Ernsthaftigkeit des Themas, sehr. In dem Podcast hatten meine Kollegin Marie-Kristin Landes und Kollege Roland Jäger sehr einfühlsam die Geschehnisse rund um den Anschlag von Halle erzählt. Sie hatten dafür mit Betroffenen und Hinterbliebenen des Anschlags gesprochen, von Mängeln bei der Aufarbeitung der Behörden berichtet und den Gerichtsprozess verfolgt.

Alle Episoden des Podcasts gibt es hier:

Das Leben danach – Das Attentat von Halle

Eine dunkelblaue, fast schwarze Fläche, auf der in großen Buchstaben mittig "Das Leben danach" steht. Durch die Buchstaben davon scheint ein Foto, welches die Synagogentür von Halle zeigt. Darunter ist deutlich kleiner der Schriftzug "Folge 8: Das Urteil" zu erkennen.
Bildrechte: MDR / Max Schörm

Das Leben danach Das Urteil

Das Urteil

Der Attentäter bekommt die höchste Strafe, die ein deutsches Gericht aussprechen kann. Und trotzdem sind viele Nebenklägerinnen und Nebenkläger sauer und enttäuscht darüber. Das Thema der achten Folge: Das Urteil

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Mi 23.12.2020 12:13Uhr 23:45 min

Audio herunterladen [MP3 | 21,8 MB | 128 kbit/s] Audio herunterladen [MP4 | 43,3 MB | AAC | 256 kbit/s] https://www.mdr.de/mdr-sachsen-anhalt/podcast/das-leben-danach/folge-acht-das-urteil-attentat-halle-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Eine dunkelblaue, fast schwarze Fläche, auf der in großen Buchstaben mittig "Das Leben danach" steht. Durch die Buchstaben davon scheint ein Foto, welches die Synagogentür von Halle zeigt. Darunter ist deutlich kleiner der Schriftzug "Folge 7: Die Aufarbeitung" zu erkennen.
Bildrechte: MDR / Max Schörm

Wo steht die Gesellschaft ein Jahr nach dem Anschlag von Halle? Diese Frage richten Marie Landes und Roland Jäger an Ministerpräsident Reiner Haseloff und die Betroffenen des Anschlags. Folge 7: Die Aufarbeitung.

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir So 29.11.2020 08:38Uhr 81:20 min

Audio herunterladen [MP3 | 74,5 MB | 128 kbit/s] Audio herunterladen [MP4 | 148,3 MB | AAC | 256 kbit/s] https://www.mdr.de/mdr-sachsen-anhalt/podcast/das-leben-danach/folge-sieben-die-aufarbeitung-attentat-halle-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Eine dunkelblaue, fast schwarze Fläche, auf der in großen Buchstaben mittig "Das Leben danach" steht. Durch die Buchstaben davon scheint ein Foto, welches die Synagogentür von Halle zeigt. Darunter ist deutlich kleiner der Schriftzug "Folge 6: Der Prozess II" zu erkennen.
Bildrechte: MDR / Max Schörm

Im Prozess gab es viele erschreckende und schmerzhafte Momente. Aber auch Augenblicke der Solidarität. Dafür war vor allem die Nebenklage verantwortlich. Sie steht im Mittelpunkt der sechsten Folge: Der Prozess II.

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir So 22.11.2020 12:40Uhr 43:17 min

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Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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09:49 Uhr | Haseloff bleibt trotz Verlusten populärster Politiker in Sachsen-Anhalt

Die Krisenkommunikation von Sachsen-Anhalts Landesregierung stößt in der Pandemie auf große Unzufriedenheit. Darüber berichten wir schon den ganzen Morgen. Der von Infratest Dimap für den MDR erhobene Sachsen-Anhalt-Trend bietet aber noch jede Menge andere interessante Erkenntnisse – unter anderem zur Zufriedenheit mit Politikerinnen und Politikern in Sachsen-Anhalt. Laut der repräsentativen Befragung ist Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) trotz kräftiger Einbußen im Vergleich zum Vorjahr der populärste Politiker im Land. 61 Prozent der Menschen sind zufrieden oder sehr zufrieden mit seiner Arbeit.

Mit Skepsis dürften alle anderen großen Parteien die Werte begutachten. Ihre Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten kennen die meisten Menschen nicht einmal.

09:37 Uhr | Beschäftigte von Tönnies wollen für bessere Arbeitsbedingungen demonstrieren

Beschäftigte des Tönnies-Schlachtbetriebs in Weißenfels wollen am Mittag für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne demonstrieren. Damit soll der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden, einen Tarifvertrag für die 160.000 Beschäftigten in der Fleischwirtschaft abzuschließen, erklärte die Gewerkschaft NGG. Im vergangenen Jahr hätten mehrere Corona-Ausbrüche in den Schlachthöfen die harten Arbeitsbedingungen insbesondere für osteuropäische Arbeiter gezeigt, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Nachdem die Politik Werkverträge verboten habe, müsse die Unternehmensführung nun beweisen, dass sie zu einem echten Wandel in der Branche bereit sei.

09:24 Uhr | Wer baut den besten Lego-Roboter?

Spaß an Technik und Wissenschaft haben – und dabei um das beste Ergebnis konkurrieren: Das ist Ziel eines Lego-Roboterwettbewerbs, der heute an der Hochschule Merseburg startet. Das Angebot richtet sich konkret an Schülerinnen und Schüler zwischen neun und 16 Jahren. Man hofft, in ihnen die Lust auf Ingenieur- oder IT-Berufe zu wecken. Dazu treten heute sechs Teams im virtuellen Raum mit ihren Robotern gegeneinander an. Dabei werden Roboterdesign und Teamwork bewertet. Sie können übrigens zusehen, wenn Sie interessiert sind – gerade live bei YouTube.  

09:08 Uhr | Landtag trifft sich außerplanmäßig noch einmal im Mai

Eigentlich wäre heute Schluss: Als vor wenigen Minuten der Landtag von Sachsen-Anhalt zusammenkam, wäre das planmäßig zum letzten Mal vor der Wahl am 6. Juni passiert. Wäre – ist aber nicht so. Wie MDR SACHSEN-ANHALT erfahren hat, wird es eine zusätzliche Sitzung am 27. Mai geben. Grund ist, dass nicht alle auf den Weg gebrachten Gesetze andernfalls noch vor der Wahl beschlossen werden könnten.

08:59 Uhr | Ab morgen: Eisenbahnbrücke im Magdeburger Norden wird lange für Zugverkehr gesperrt

Nahaufnahme eines gelben Ersatztfahrplans der Deutschen Bahn
An den Bahnhöfen im Jerichower Land und im Raum Anhalt (im Bild) hängen entlang der Strecke Magdeburg-Leipzig wegen der umfangreichen Bauarbeiten neue Fahrpläne. Bildrechte: MDR/André Plaul

Kein Zug wird kommen: Die Eisenbahnbrücke im Norden Magdeburgs wird ab Morgen bis Mitte September für den Zugverkehr gesperrt. Reisende zwischen Magdeburg, Burg und Berlin sowie Dessau müssen umsteigen – auf Ersatzbusse. Die Sperrungen sind je nach Strecke und Bauabschnitt in den nächsten Monaten unterschiedlich umfangreich. Besonders betroffen ist die Bahn-Linie Magdeburg-Dessau, weil hier zusätzlich ein Großteil der Gleise saniert wird.

Was wann gebaut wird und was Reisende wissen müssen, erklären wir hier ausführlich:

08:37 Uhr | Mehr Impfdosen für Sachsen-Anhalts Hausärzte

Die Hausärzte in Sachsen-Anhalt bekommen ab der kommenden Woche mehr Impfdosen. Das hat der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung, Jörg Böhme, gesagt. MDR SACHSEN-ANHALT sagte er, kommende Woche stünden zwischen 24 und 30 Dosen pro Woche zur Verfügung. Das sei das Doppelte dessen, was bislang geliefert wurde. Zur Verfügung stehen Böhme zufolge 56.000 Dosen des Wirkstoffs von Biontech. Insgesamt wird in Sachsen-Anhalt in rund 1.600 Praxen geimpft.

08:19 Uhr | Einbrecher in Halle auf frischer Tat ertappt

In Halle hat die Polizei in der Nacht zwei Männer erwischt, die in ein Mehrfamilienhaus eingebrochen sind. Laut Polizei hatten Anwohner in der Nacht Geräusche aus dem Keller des Hauses gehört und die Polizei gerufen. Als die Beamten eintrafen, waren die 30 und 31 Jahre alten Einbrecher noch zugange. Sie wurden laut Polizei vorläufig festgenommen.

08:06 Uhr | Mordprozess gegen zwei junge Männer beginnt

Vor dem Landgericht Magdeburg müssen sich heute zwei junge Männer wegen Mordes verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, einen 58 Jahre alten Hotelier totgeschlagen zu haben. Zuvor sollen die Männer ein geparktes Auto beschädigt haben. Als das spätere Opfer die Angeklagten zur Rede stellen wollten, sollen die handgreiflich geworden sein – mit tödlichen Folgen für das Opfer. Die Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft und schweigen laut Landgericht bislang zu den Vorwürfen. Der Prozess an der Jugendstrafkammer hatte eigentlich bereits am 12. April beginnen sollen – musste aber wegen Corona- und Quarantänefällen im Landgericht verschoben werden.

07:48 Uhr | Achtung, Autofahrer: Neue Großbaustelle auf der A9

Das geht an alle Autofahrerinnen und Autofahrer, die heute auf der A9 unterwegs sein wollen: Dort brauchen Sie vermutlich viel Geduld. Im Laufe des Morgens soll nämlich der Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Wiedemar und dem Kreuz Halle voll gesperrt werden. Auf 15 Kilometern Länge soll bis Jahresende die Fahrbahn saniert werden – somit entsteht eine der längsten Baustellen Deutschlands. Während gebaut wird, werden Autos und Laster über die Gegenfahrbahn geleitet. Pro Richtung stehen zwei Fahrspuren bereit. Auf der A9 zwischen Berlin und München sind täglich rund 70.000 Fahrzeuge unterwegs. Damit ist die Trasse einer der meistbefahrensten Autobahnen in Deutschland.

07:39 Uhr | Kommunen nehmen immer mehr Hundesteuern ein

Labrador Arko beim Sonntagsspaziergang
Unser Ticker-Autor mag Labrador-Hunde ganz besonders. Deshalb hat er ein Labrador-Bild für diese Meldung ausgesucht. Bildrechte: Martin Wassauer

Sachsen-Anhalts Städte und Gemeinden nehmen immer mehr Hundesteuern ein. Laut Statistischem Landesamt zogen die Kommunen im vorigen Jahr 11,157 Millionen Euro Hundesteuern ein – knapp 330.000 Euro mehr als noch ein Jahr zuvor. Damit habe sich der seit Jahren ansteigende Trend fortgesetzt, hieß es. Wer auf die vergangenen fünf Jahre blickt, stellt einen Anstieg von 1,47 Millionen Euro oder um 15 Prozentpunkte fest. Besonders viele Einnahmen werfen Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau ab. Bei den Steuereinnahmen je 1.000 Einwohner ist das Sülzetal ganz vorn mit dabei.

07:26 Uhr | Ein Blick nach Thüringen: Bundesgartenschau in Erfurt öffnet

Wir schauen einmal kurz zu unseren Nachbarn nach Thüringen. Dort öffnet heute die Bundesgartenschau – eröffnet wird sie im Egapark und auf dem Petersberg in Erfurt. 27 Außenstandorte gibt es, eine Tageskarte für Erwachsene kostet 25 Euro. Was Sie auf keinen Fall verpassen sollten auf der Buga, hat für Sie meine Kollegin Teresa Herlitzius zusammengefasst. Ihre Tipps finden Sie auch im MDR-Spezial zur Buga.

PS: Auf der Buga gilt natürlich ein strenges Hygienekonzept. Es schreibt vor, wie viele Besucherinnen und Besucher auf die jeweiligen Ausstellungsflächen dürfen. Mit dabei sein wird auch eine gebürtige Magdeburgerin... Tipp!

07:13 Uhr | Anhaltisches Theater verlängert Sommerspielzeit

Das Anhaltische Theater in Dessau will in diesem Jahr länger an der frischen Luft spielen. Wie das Theater jetzt mitteilte, soll die Open Air-Sommerbespielung bis Mitte Juli verlängert werden. Somit stehe eine fast achtwöchige Sommersaison im Freien bevor. Weil der Betrieb an den Theatern Corona-bedingt aktuell ruht, hatten sich die Beschäftigten des Dessauer Theaters bereit erklärt, ihren Urlaub vom Sommer 2021 in den Februar vorzuverlegen, hieß es.

06:54 Uhr | CDU: Merz und Laschet sollen Wahlkampfauftritte bekommen – Söder im besten Falle auch

Friedrich Merz
Ihn hätten sie in Sachsen-Anhalt gern als Parteichef gesehen: Friedrich Merz. Bildrechte: MDR/ Getty Images

Sachsen-Anhalts CDU will im Wahlkampf vor der Landtagswahl mit Friedrich Merz und Armin Laschet punkten. Beide haben zugesagt, die Partei zu unterstützen, hat Landeschef Sven Schulze jetzt der Volksstimme gesagt. Anfragen will Schulze demnach auch CSU-Chef Markus Söder, der bei der Kanzlerkandidatur Laschet unterlegen war. Schulze sagte der Zeitung, die CDU wolle im Wahlkampf die gesamte Breite "unserer Mitglieder und Anhängerschaft" erreichen. Die CDU in Sachsen-Anhalt hatte im Machtkampf zwischen Söder und Laschet eindeutig zu Söder tendiert.

06:38 Uhr | Bierabsatz im Januar und Februar deutlich gefallen

In Sachsen-Anhalt ist der Bierabsatz auf dem Weg nach unten. Grund sind die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen, wegen der Kneipen, Restaurants und Hotels geschlossen und Veranstaltungen abgesagt sind. Im Januar und Februar seien in Sachsen-Anhalt insgesamt 201.777 Hektoliter abgesetzt worden, hieß es jetzt vom Statistischen Landesamt. Verglichen mit dem Vorjahr – also einer Zeit vor Corona – war das ein Rückgang um 19,4 Prozentpunkte. Rein statistisch hat jeder Sachsen-Anhalter ab 18 Jahren in den beiden Monaten 10,8 Liter Bier getrunken. Netter Verbraucheraspekt: Kundinnen und Kunden mussten etwas weniger tief in die Tasche greifen.

06:23 Uhr | Gesetz zur Corona-"Notbremse" in Kraft – Regeln gelten ab morgen

Der Bundestag hat schon längst zugestimmt, der Bundesrat hat auch nicht widersprochen – und der Bundespräsident hat unterschrieben: Nachdem das geänderte Infektionsschutzgesetz im Bundesanzeiger veröffentlicht worden, tritt es heute offiziell in Kraft. Bitte nicht wundern: Die daraus folgenden Regeln der Corona-"Notbremse" – also Ausgangssperren, Schulschließungen etc. – gelten erst ab morgen flächendeckend in Deutschland. Die genauen Regeln der "Notbremse" können Sie hier nachlesen:

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat den Bund gestern übrigens scharf für das Gesetz kritisiert. Bei einer Sondersitzung des Bundesrates sagte Haseloff als amtierender Präsident, das sei ein Tiefpunkt in der föderalen Kultur der Bundesrepublik Deutschland.

06:10 Uhr | Ministerium macht eine Ausnahme: Impfungen im Zellstoffwerk entgegen der Priorisierung

Im Zellstoffwerk Arneburg im Landkreis Stendal werden heute 500 Beschäftigte gegen Corona geimpft – entgegen der Prioritätenliste. Nach der Raffinerie in Leuna ist es das zweite Unternehmen im Land, das vom Sozialministerium eine Ausnahmegenehmigung erhalten hat. Laut Unternehmen soll ein Hotspot verhindert werden. Aufgrund einer Generalrevision und Erweiterungsarbeiten seien derzeit rund 1.500 Beschäftigte von Fremdfirmen auf dem Gelände. Das Zellstoffwerk Arneburg ist einer der größten Arbeitgeber der Region. Aus dem Sozialministerium hieß es, die Impfungen seien konform mit der Impfverordnung. Ausnahmen seien zulässig.

05:57 Uhr | Zwei Drittel der Sachsen-Anhalter unzufrieden mit Corona-Krisenmanagement der Regierung

In Sachsen-Anhalt ist eine deutliche Mehrheit unzufrieden mit dem Corona-Krisenmanagement der Landesregierung. Das zeigt eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap im Auftrag des MDR. Danach sind zwei Drittel der Sachsen-Anhalter weniger bis gar nicht zufrieden mit der Krisenbewältigung von Reiner Haseloff (CDU) und seiner Regierung. 31 Prozent der Menschen bewerten die Arbeit als positiv; sind zufrieden oder sehr zufrieden.

Verglichen mit einer repräsentativen Befragung vom Juni 2020 hat sich das Stimmungsbild nahezu komplett gedreht. Damals hatte noch 72 Prozent die Arbeit der Landesregierung unterstützt.

Besonders schlecht kommt dabei die Krisenkommunikation von Haseloff und Co. weg. Drei Viertel der Bürgerinnen und Bürger im Land bemängeln die Art und Weise, wie Entscheidungen begründet und erklärt werden. Ähnlich schlechte Noten bekommt auch die Organisation der Impfkampagne zwischen Arendsee und Zeitz, gefolgt von der Organisation des Schul- und Kitabetriebes.

05:45 Uhr | FFP2-Maske in halleschen Bussen und Bahnen bald wohl Pflicht

In Halle müssen Fahrgäste von Bussen und Straßenbahnen bald wohl FFP2-Maske tragen. Wie die Stadtwerke mitteilten, reichen einfache OP-Masken für den Infektionsschutz dann nicht mehr aus. Grund seien die vom Bund beschlossenen Änderungen im Infektionsschutzgesetz, besser bekannt als Corona-"Notbremse". Ab welchem Tag die neuen Maskenregeln bei der Halleschen Verkehrs-AG gelten sollen, ist aber noch unklar.

05:32 Uhr | Sonne und Wolken im Mix, nur selten Schauer

Der Freitag bringt uns einen Mix aus Sonne und dichteren Wolken. Schauer sollen dabei eher die Ausnahme bleiben. Die Temperaturen pendeln sich, ähnlich wie gestern, zwischen maximal 10 und 13 Grad ein.

Und das sind die aktuellen Temperaturen:

05:24 Uhr | Kunsthistorikerin Barbara Steiner wird neue Bauhaus-Chefin

Die promovierte Kunsthistorikerin Barbara Steiner aus Österreich wird neue Direktorin und Vorstand der Stiftung Bauhaus Dessau. Das hat Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra (CDU) mitgeteilt. Steiner wurde demnach aus 32 internationalen Bewerberinnen und Bewerbern vom Stiftungsrat ausgewählt. Sie ist zur Zeit Direktorin des Kunsthauses in Graz. Ihre neue Stelle in Dessau soll sie zum 1. September dieses Jahres antreten. Vorgängerin Claudia Perren hatte das Bauhaus auf eigenen Wunsch verlassen.

05:17 Uhr | Weiterer Aufwind für das Solar Valley in Bitterfeld-Wolfen

Ein Schild weist an einer Straße vor einem Solarpark zum Solar Valley in Bitterfeld-Wolfen
Im Aufwind: das Solar Valley Bildrechte: dpa

Das frühere Solar Valley in Bitterfeld-Wolfen erhält wieder Zulauf. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT will das Bitterfelder Transportunternehmen TMG in dem Industriegebiet für zehn Millionen Euro ein neues Logistik-Zentrum einrichten. 15 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Das einstige Solar Valley wurde inzwischen in "Technologie-Park Mitteldeutschland" umbenannt und befindet sich im Aufwind. Zuletzt hatte ein Immobilien-Unternehmen aus Hamburg angekündigt, dort 80 Millionen Euro in neue Lagerhallen zu investieren. Nach der Pleitewelle in der Solarindustrie vor zehn Jahren standen zeitweise 80 Prozent der Gewerbeflächen im Solar Valley leer.

05:03 Uhr | Der Stimmungstest: So würde Sachsen-Anhalt diesen Sonntag wählen

Einen schönen guten Morgen und herzlich Willkommen im Morgenticker von MDR SACHSEN-ANHALT! Heute ist der 23. April 2021 und für alle politisch interessierten Menschen ist heute ein besonderer Tag. Denn: Im Auftrag des MDR hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap erhoben, wie die Menschen im Land wählen würden, wenn schon diesen Sonntag Landtagswahl wäre. Das Ergebnis:

Das würde bedeuten: Die CDU bliebe stärkste Kraft, müsste aber – ebenso wie AfD und Linke – Verluste hinnehmen. Zulegen könnten dagegen vor allem Grüne und FDP, im kleineren Rahmen auch die SPD. Alle Zahlen können Sie sich ganz in Ruhe hier ansehen. Nun fehlt noch eine Info: Hier schreibt für Sie Luca Deutschländer – und ich freue mich, dass Sie dabei sind!

Über Themen aus dem Morgenticker berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

3 Kommentare

Eisrnbahnfan1950 vor 26 Wochen

Jetzt mit dem neuen Gesetz zur Bekämpfung der Pandemie und einer einheitlichen Verfahrensweise sieht der MP Herr Haselhoff seine Felle davon schwimmen.Er kann nicht mehr diese komischen Alleingänge machen und kann sich dementsprechend nicht so richtig profilieren. Zornig ist auch darüber das er im Bundesrat als Vorsitzender keine Macht zur Bekämpfung des Gesetzes hatte.Er sollte sich lieber um die vorzeitig geimpften Landräte Kummer und sie bestrafen,denn das liegt dem Bürger am Herzen.Nur immer Frasen dreschen hilft keinem.Anstatt die Bürger zur Gemeinsamkeit beim Kampf gegen die Pandemie aufzurufen,stellt er sich gegen die Regierung. Ist echt komisch was dieser Ministerpräsident veranstaltet. Hoffentlich nicht mehr lange! ,,,

Ritter Runkel vor 26 Wochen

Nüchtern betrachtet sind die Auswirkungen aller Maßnahmen unterm Strich zu bewerten. Und dabei sind auch Konsequenzen, Folgeschäden, Grundrechtseingriffe etc. dieser Maßnahmen zu berücksichtigen und diese gilt es zu verringern. Außerdem heißt solidarisch sein, dass sich alle gleichermaßen an der Eindämmung beteiligen. Im Zweifel müssen dann auch Schulen und Betriebe schließen (und zwar auch schon vor einer Inzidenz von 165, wenn hier nachweislich Übertragungswege vorliegen) oder die Einhaltung von Maßnahmen stärker kontrolliert werden. Und letztlich ist es moralisch höchst fragwürdig, die Zahl der Corona-Infizierten zum einzigen Maßstab für massive Eingriffe in Gesellschaft, Wirtschaft und
das Privatleben jedes einzelnen zu bestimmen. Wenn das nicht angemessen geregelt wird, hält sich am Ende keiner mehr an irgendwas und dann eskaliert die Situation noch mehr. Dann hilft auch keine Dauerbremse.

DermbacherIn vor 26 Wochen

Noch einmal ein ganz besonderes Schmankerl über statistischen Unsinn vom Robert-Koch-Institut. Man sieht hier, dass der Positiv-Anteil der PCR-Tests bei den Schulkindern rasant ansteigt. Woher kommt das? Kinder werden jetzt de facto zu Schnelltests gezwungen, Erwachsene aber nicht. In der unten genannten Statistik tauchen nur labor-bestätigte
PCR-Positive Fälle auf. Jeder positive Schnelltest wird mit einem PCR-Test bestätigt. Das bewirkt, dass bei den PCR-Tests die Trefferquote für Schulkinder rasant zunimmt. Da sich das RKI aus völlig unverständlichen Gründen nach einem Jahr Pandemie immer noch nicht zu Stichproben-Studien in den Alterskohorten hinreißen lässt, bleibt es dabei, dass diese Zahlen im Prinzip wertlos sind.
Zum Beispiel, ob die Stadt Jena (die sich ja als Wissenschaftsstadt bezeichnet), mal irgendwann Stichprobenstudien mit Alterskohorten wagt?

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