15.07.2021 | Sachsen-Anhalt am Morgen Hackerangriff in Anhalt-Bitterfeld: Verwaltungen überprüfen ihre IT-Sicherheit

Luca Deutschländer
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Der Donnerstagmorgen im Ticker: Nach dem Hacker-Angriff auf den Landkreis Anhalt-Bitterfeld überprüfen mehrere kommunale Verwaltungen ihre IT-Sicherheit. Sozialhilfeempfänger sollen trotz der Probleme ihr Geld bekommen. Und: CDU und FDP wollen über Koalitionsverhandlungen mit der SPD abstimmen. Außerdem Thema: In Magdeburg, dem Landkreis Stendal und dem Altmarkkreis treten ab heute Lockerungen bei der Testpflicht in Kraft.

Illustration - Hackerangriff - Finger tippen auf einer beleuchteten Tastatur
So stellen sich Fotografen von Symbolbildern einen Hackerangriff vor, wie ihn der Landkreis Anhalt-Bitterfeld neulich erlebt hat. Andere Kommunen in Sachsen-Anhalt wollen nun aufrüsten und ihren Schutz prüfen. Bildrechte: dpa

Das Wichtigste am Donnerstag:

11:03 Uhr | Die besten Wünsche für alle Hochwasser-Betroffenen!

Für gewöhnlich beende ich einen Morgenticker gern mit einer lockeren Meldung, die uns alle im besten Fall ein wenig schmunzeln lässt. Danach ist mir heute aber nicht, um ehrlich zu sein – zu dramatisch sind die Bilder und Nachrichten, die uns vom Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Minute für Minute erreichen. Allein in dem Ort Schuld in der Eifel werden laut Polizei rund 70 Menschen vermisst. Sie wurden mutmaßlich von den Fluten mitgerissen. Dutzende Menschen harren auf den Dächern ihrer Häuser aus und warten auf Rettung.

Wir senden die besten Wünsche in den Südwesten Deutschlands und hoffen, dass sich die Lage so schnell wie irgendwie möglich entspannt. Den Morgenticker können Sie morgen früh ab 6 Uhr wieder lesen. Bis dahin!

10:56 Uhr | Ein ganz anderer Blick auf den Brocken

Mein Kollege Michael Rosebrock hatte es gestern im Ticker angekündigt – hier nun können Sie erste Bilder aus der neuen Panoramakamera sehen, die auf der Wetterwarte auf dem Brocken aufgestellt worden ist. Die Kamera soll Meteorologen bei ihren Vorhersagen unterstützen – kann natürlich aber von jeder und jedem auch so genutzt werden.

10:50 Uhr | Theater in der Baggerstadt erleben

Elisabeth Müller (l-r), Sophia Hahn, Margarita Wiesner und Andreas Uehlein, Schauspieler des Theaters „Das letzte Kleinod“, stehen in Ferropolis vor ausgestelltem Bergbaugerät.
Spielen Ende August in Ferropolis: Elisabeth Müller (von links), Sophia Hahn, Margarita Wiesner und Andreas Uehlein vom Theater "Das letzte Kleinod". Bildrechte: dpa

Festivals feiern, Campen, Industriegeschichte erleben: Die Baggerstadt Ferropolis bei Gräfenhainichen kann auf vielseitige Art und Weise erkundet werden. Diesen Sommer kommt ein weiterer Punkt hinzu – dann soll in der Baggerstadt Theater gespielt werden. Zu sehen sein wird das Stück "Kohlezug", das die Geschichte der Braunkohleförderung erzählen soll. Gespielt werden soll auf Schüttgutwaggons, kündigte Autor und Regisseur Jens-Erwin Siemssen an. Er und seine Theatergruppe "Das letzte Kleinod" recherchieren gerade vor Ort für ihre Inszenierung. Das Theater ist bekannt für seine Vorstellungen an ungewöhnlichen Orten, spielte in der Vergangenheit schon in einem Zug, in einem Hafen oder im Wattenmeer. Nun kommt die Baggerstadt Ferropolis hinzu.

Service: Wann gespielt wird

Premiere des Stücks "Kohlezug" soll am 5. August in Helmstedt sein. Vom 23. bis 25. August ist das Theater dann in Ferropolis zu Gast. Weitere Vorstellungen in Sachsen-Anhalt sind in Merseburg (28. und 29. August) sowie in Zeitz (31. August und 1. September). Tickets können schon jetzt online gekauft werden.

10:44 Uhr | Magdeburg: Bahn-Trasse zum Kannenstieg wird später fertig als gedacht

Alle Bauarbeiten haben mal ein Ende: In Magdeburg ist die neugebaute Straßenbahntrasse in den Kannenstieg so gut wie fertig. Darauf haben die Magdeburger Verkehrsbetriebe nun verwiesen und den 16. Oktober als Eröffnungstag der neuen, einen Kilometer langen, Trasse genannt. Das Wohngebiet Kannenstieg mit seinen mehr als 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bekommt dann zum ersten Mal einen direkten Anschluss an das Straßenbahnnetz. Dass es nicht direkt losgeht, liegt nach Informationen der MVB an Lieferverzögerungen bei Teilen der Oberleitung. Die dafür nötigen Stahlteile kämen aus Portugal und wegen der Corona-Pandemie erst später an als geplant. Die neue Strecke soll entlang der Johannes-R.-Becher-Straße führen und die Ebendorfer Chaussee und den Kannenstieg verbinden.

10:36 Uhr | Anhalt-Bitterfeld: Sozialhilfe soll trotz Hackerangriff ausgezahlt werden

Geldleistungen, etwa für Sozialhilfeempfänger, im Landkreis Anhalt-Bitterfeld sollen trotz des Hackerangriffes ausgezahlt werden. "Wir wollen und werden niemanden im Regen stehen lassen", sagte Landrat Andy Grabner (CDU) am Donnerstag. Da der Landkreis nach dem Hackerangriff in der vergangenen Woche nach wie vor nicht auf die Daten zugreifen kann, wird allerdings das ausgezahlt, was im Juni überwiesen wurde. Wenn es in der Zwischenzeit eine Abweichung von dem Betrag gab, werde zu gegebener Zeit eine Nachberechnung erfolgen, so der Landrat weiter.

Auch die Barauszahlungen sollen erfolgen. Wer den Leistungsbescheid vorweisen kann, bekomme eine Auszahlung anhand dessen. "Wir sind natürlich in gewisser Weise auch auf die Mithilfe von den Betroffenen angewiesen", sagte Grabner weiter. Auch wenn Neuanträge noch nicht abschließend bearbeitet wurden, sollen sich die Bürgerinnen und Bürger entsprechend beim Amt melden. Der Landkreis erwartet, ab Montag wieder eingeschränkt leistungsfähig zu sein.

10:32 Uhr | Angriff auf Schwäne: Stadt Staßfurt will Nester besser schützen

Nach dem Angriff auf Schwäne am Stadtsee in Staßfurt will die Stadt die Nester im kommenden Jahr besser schützen. Das sagte Staßfurts Oberbürgermeister Sven Wagner (SPD) MDR SACHSEN-ANHALT. Nach dem Vorfall im Mai hatte das Ordnungsamt den Bereich demnach verstärkt kontrolliert und Präsenz gezeigt. Wagner sagte, er könne nur an die Vernunft jedes Einzelnen appellieren. Wer Hinweise zur Zerstörung der Schwanen-Eier geben könne, könne sich auch an das Ordnungsamt wenden.

Fußweg am Innenstadt-See in Staßfurt im Salzlandkreis
Die Eier waren am Innenstadt-See in Staßfurt zerstört worden. (Archivfoto) Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock

10:18 Uhr | Sommerkino ab heute im Tierpark in Dessau

"Film ab" ab heute im Tierpark in Dessau: Dort beginnt das Open Air-Sommerkino. Zum Auftakt wird die amerikanische Krimi-Komödie "Kings of Hollywood" mit Robert de Niro und Tommy Lee Jones angeboten. Bis Mitte August sind von nun immer donnerstags bis sonnabends täglich Filme zu sehen, jeweils ab Einbruch der Dunkelheit gegen 21:30 Uhr. Natürlich gibt es Corona-bedingt einige Einschränkungen: Wer vor Ort ist, muss zum Beispiel ein Kontaktnachverfolgungsformular ausfüllen. Tickets und das gesamte Programm gibt's online.

10:10 Uhr | Flughafen Leipzig/Halle: Aktivisten kritisieren die Polizei – und rufen zu weiterer Demo auf

Nach der Blockade des Flughafens Leipzig/Halle vergangenes Wochenende wollen Klimaaktivistinnen und -aktivisten diesen Freitag erneut protestieren. In einem gestern verbreiteten Aufruf hieß es, dabei solle auch Solidarität mit den Klimaaktivisten gezeigt werden, die von "überzogener Repression" betroffen seien.

Scharfe Kritik übte die Initiative "CancelLEJ" (sie setzt sich für einen Ausbaustopp des Frachtflughafens sowie ein Nachtflugverbot ein) am Vorgehen der Polizei nach der Demo voriges Wochenende. Sie habe ungeprüft Meldungen von DHL übernommen, wonach durch die Blockade ein Schaden von 1,5 Millionen Euro entstanden sei. Das habe DHL inzwischen revidiert. In der Tat teilte DHL mit, bei dieser Aussage vom Wochenende habe es sich um eine erste Schätzung gehandelt. Man arbeite noch daran, den genauen Schaden durch die Blockade zu beziffern.

09:59 Uhr | Magdeburg impft ab morgen auch dezentral

Wer noch nicht gegen eine schwere Erkrankung mit dem Coronavirus geimpft ist (aber gern möchte), sollte sich den morgigen Freitag im Kalender anstreichen: In Magdeburg wird ab morgen nämlich vor dem Einkaufszentrum Bördepark sowie im Stadtteil Neue Neustadt (Lübecker Straße 32) geimpft – ohne Termin und mit den Impfstoffen von Biontech, Moderna und Johnson und Johnson. Auf diese Weise soll nach Angaben der Stadt die Impfquote erhöht werden. Impfungen ohne Termin gibt es morgen (15 Uhr bis 19 Uhr) demnach auch im Magdeburger Impfzentrum in der Messehalle. Zum Alter der Impflinge machte die Stadt keine Angaben. Für gewöhnlich werden im Magdeburger Impfzentrum Menschen ab 18 Jahren geimpft.

Ein Impfling wird in einem Zelt vom Malteser-Hilfsdienst mit einer Spritze und dem Wirkstoff von Biontech gegen das Coronavirus geimpft.
In der Landeshauptstadt wird ab morgen dezentral geimpft. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Die Termine im Überblick:

  • Freitag, 16. Juli, 12 Uhr bis 15 Uhr: Impfungen hinter dem Gesundheitsamt in der Lübecker Straße 32
  • Freitag, 16. Juli, 16 Uhr bis 19 Uhr: Impfungen vor dem Haupteingang des Bördeparks
  • Dienstag, 20. Juli, 12 Uhr bis 15 Uhr: Impfungen auf dem Neustädter Platz
  • Dienstag, 20. Juli, ab 16 Uhr: Impfungen auf dem Lidl-Park (Alt Salbke 49)

09:47 Uhr | Nach jahrelanger Sanierung: Nutha bekommt seine Dorfkirche zurück

In Nutha bei Zerbst soll die Dorfkirche am Sonntag wieder ihrer Bestimmung übergeben werden. Wie die Evangelische Landeskirche Anhalts mitteilte, ist die umfangreiche Sanierung des Gotteshauses inzwischen abgeschlossen. Bei einem Gottesdienst am Sonntag soll demnach auch der neue Altar geweiht werden. Die Erneuerung der Kirche hatte 2014 mit der Sanierung der Fassade begonnen. Insgesamt wurden knapp 145.000 Euro fällig. Die Feldsteinkirche Nutha war 1378 das erste Mal urkundlich erwähnt worden.

09:30 Uhr | Hochwasser im Südwesten: Mehrere Tote, Dutzende Vermisste

Ein weiterer Blick nach Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz: Nach neuesten Zahlen werden in Folge heftiger Regenfälle allein in der Eifel zwischen 50 und 60 Menschen vermisst. In einem Landkreis kamen vier Menschen nach schweren Überflutungen ums Leben, mehrere Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Aktuell informieren wir Sie hier über die Folgen von Tiefdruckgebiet "Bernd":

Quasi minütlich erreichen uns außerdem verheerende Bilder, die das ganze Ausmaß des Hochwassers zeigen – wie jenes aus Rheinland-Pfalz:

09:17 Uhr | Chemiepark Leuna: Keine überzogenen Erwartungen an die Energiewende

Windrad und Strommast
Die Energiewende ist eine der großen Herausforderungen dieser Zeit. (Symbolbild) Bildrechte: colourbox

Bitte keine überzogenen Erwartungen an die Energiewende: Das verlangt der Chef des Chemieparks Infraleuna, Christof Günther. MDR SACHSEN-ANHALT sagte er, Sachsen-Anhalt brauche eine leistungsfähige Industrie. Das hänge aber von bezahlbarer Energie ab. Man müsse abwarten, ob die im letzten Klimaschutzgesetz formulierten Ziele auch mit dem praktisch Machbaren übereinstimmten. Günther verwies etwa auf die weltweit größte Versuchsanlage zur Umwandlung von Windstrom in Wasserstoff im Chemiepark. Technologisch sei das durchaus anspruchsvoll.

Anspruchsvoller sei aber die betriebswirtschaftliche Dimension, denn ohne bezahlbaren Strom könne die gesamte Anlage nicht betrieben werden. Bis 2030 sollen in Deutschland 65 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen. Da die Deutschen wegen der Energiewende dann aber deutlich mehr Strom verbrauchen werden, wird auch mehr grüner Strom benötigt. Wie und wo der erzeugt werden soll, ist derzeit jedoch unklar.

08:56 Uhr | Bericht: Probleme mit der Statik im Rathaus in Wernigerode

Balken, Wernigerode Rathaus
Im Wernigeröder Rathaus gibt es Probleme mit der Statik. (Archivfoto) Bildrechte: MDR/Wolfgang Leyn

Im Rathaus in Wernigerode gibt es Probleme mit der Statik. Das schreibt die Volksstimme heute. Demnach sind Großveranstaltungen im Festsaal vorerst tabu. In ihm dürfen sich dem Bericht zufolge nur noch 80 Personen aufhalten. Baudezernent Immo Kramer sagte der Zeitung, die Meldung klinge dramatischer, als sie in Wirklichkeit sei. Es sei keine Gefahr im Verzug, niemand müsse sich Sorgen machen. Dennoch: Größere Veranstaltungen im Saal sind damit vorerst nicht möglich.

08:44 Uhr | Albrechtsplatz in Dessau bekommt ein neues Gesicht

Ein neuer Kreisverkehr inklusive Blumeninsel, dazu eine begrünte Ruhezone und frisches Mosaikpflaster: In Dessau wird seit gestern der Albrechtsplatz im Norden der Stadt umgebaut. Im November kommenden Jahres soll alles fertig sein. Die Neugestaltung des Albrechtsplatz wird einiges kosten: Allein die Stadt investiert 3,3 Millionen Euro, weitere 1,3 Millionen Euro steuern die Stadtwerke bei. Baudezernentin Christiane Schlonski sprach beim Spatenstich gestern von einer Aufwertung von Dessau-Nord und der Innenstadt.

08:28 Uhr | 80.000 Euro Schaden nach Feuer in Ballenstedt

Über den Dächern mehrerer Häuser in Ballenstedt ist eine Rauchsäule zu sehen.
Die Rauchsäule war auch aus weiter Entfernung zu sehen. Bildrechte: Torsten Brehme

Bei einem Feuer in einem Reihenhaus in Ballenstedt ist ein Schaden von rund 80.000 Euro entstanden. Wie die Polizei mitteilte, war am frühen Morgen der Anbau des Hauses in Flammen aufgegangen. Zur Ursache wurden noch keine Angaben gemacht. Die sieben Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses, darunter fünf Kinder, hatten sich demnach rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Feuerwehrkräfte holten drei Menschen aus einem angrenzenden Reihenhaus. Verletzt worden sei niemand.

08:16 Uhr | Hackerangriff: Behörden von Bund und Land wollen gemeinsam helfen

Blick auf das Ortseingangsschild der Stadt Köthen im Landkreis Anhalt-Bittefeld
Die Kreisverwaltung im Landkreis Anhalt-Bitterfeld hat ihren Sitz in Köthen. Gearbeitet werden kann nach dem Hackerangriff dort aktuell kaum. (Archivfoto) Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock

Nach dem Hackerangriff auf den Landkreis Anhalt-Bitterfeld wollen Behörden von Bund und Land gemeinsam helfen. Das vereinbarten sie bei einem Treffen gestern in Köthen. Ziel sei, die Arbeitsfähigkeit der Behörden schnell wiederherzustellen. Was genau bei dem Treffen mit Landrat, Innen- und Finanzministerium, Landeskriminalamt und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vereinbart wurde, wurde nicht mitgeteilt. Aber: Pragmatische Lösungen scheinen in Sicht. Seit dieser Woche arbeiten Beschäftigte des Gesundheitsamtes Anhalt-Bitterfeld beispielsweise in Dessau-Roßlau. Dort und in Halle stünden weitere Arbeitsplätze zur Verfügung, teilte das Landesverwaltungsamt mit.

Tipp: Hintergründe im Podcast "Was bleibt"

Um den Hackerangriff, seine Folgen und die Frage, was da eigentlich passiert ist in Köthen und wie es sich verhindern lässt, spricht Julien Bremer in der neuen Episodes des MDR SACHSEN-ANHALT-Wochenrückblicks "Was bleibt". Sie erscheint morgen gegen Mittag überall, wo es Podcasts gibt.

08:03 Uhr | Entwicklung von Mitgliederzahl bei Kirchen kennt weiter nur eine Richtung

Die christlichen Kirchen in Mitteldeutschland haben auch im Jahr 2020 weitere Mitglieder verloren. Das Bistum Magdeburg, zu dem auch Teile Sachsens und Brandenburgs zählen, verlor nach eigenen Angaben knapp 1.500 Mitglieder – die Hälfte durch Austritte, den übrigen Teil durch Todesfälle. Dem Bistum gehören nach letzten Zahlen jetzt noch knapp 78.000 Mitglieder an. Die Evangelische Kirche Mitteldeutschlands musste gut 6.500 Austritte hinnehmen, die Zahl ihrer Mitglieder sank um insgesamt knapp 19.000 auf nun rund 658.700 Mitglieder. Auch die Landeskirche Anhalt verlor Mitglieder – ihr gehören noch rund 28.400 Gläubige an.

07:44 Uhr | Die nächsten Schritte in Richtung Koalition?

CDU, SPD und FDP wollen bei einer Pressekonferenz über den Stand der Sondierung informieren.
FDP-Frau Lydia Hüskens, CDU-Mann Reiner Haseloff und SPD-Frau Katja Pähle könnten Sachsen-Anhalt bald gemeinsam regieren. Bildrechte: dpa, MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In Sachsen-Anhalt stehen heute zwei weitere bedeutende Schritte in Richtung Regierungsbildung an. CDU und FDP wollen am Abend getrennt voneinander darüber entscheiden, ob sie in Koalitionsverhandlungen in ein Dreierbündnis mit der SPD treten. Dazu treffen sich die Landesvorstände von Union und Liberalen – jeweils unter Beteiligung der Kreisvorsitzenden beider Parteien. Eine Zustimmung für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen gilt in beiden Fällen als sicher. Informationen werden am späten Abend erwartet (die bekommen Sie dann natürlich bei uns).

Vorige Woche hatte schon die Führungsriege der SPD für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen gestimmt. Ob es dazu kommt, hängt im Falle der Sozialdemokraten aber von der Zustimmung eines Parteitags morgen in Leuna ab.

07:26 Uhr | Zukunft der Wipperliese bis Ende 2028 gesichert

Die 'Wipperliese" fährt auf einer Brücke durch Ort- und Landschaft
Die Wipperliese ist eines der Wahrzeichen des Landkreises Mansfeld-Südharz. (Archivfoto) Bildrechte: Kreisbahn Mansfelder Land GmbH

Ein Stück Bahngeschichte erleben – das geht (nicht nur für Touristen, übrigens) auf 20 Kilometern zwischen Klostermansfeld und Wippra. Dort tourt die Wipperliese. Und sie wird es auch weiter tun – das ist eine der guten Nachrichten an diesem Donnerstagmorgen. Der Landkreis Mansfeld-Südharz, das Land Sachsen-Anhalt und die Nahverkehrsgesellschaft haben jetzt einen Vertrag unterschrieben, der den Betrieb der Wipperliese bis Ende 2028 sichert. Landrätin Angelika Klein (Linke) sagte, sie sei sehr zufrieden, dass weiter Züge auf der traditionsreichen Strecke fahren. Die Wipperliese gehöre einfach zum Landkreis.

07:15 Uhr | Hochwasser: Häuser eingestürzt, mehrere Vermisste

Aus aktuellem Anlass ein weiterer Blick in den Südwesten Deutschlands: Im Zuge des Starkregens sind in der Eifel in der Nacht sechs Häuser eingestürzt. 25 weiteren Gebäude drohe dasselbe Schicksal, berichtet der SWR. Mehrere Personen werden demnach vermisst.

07:05 Uhr | Gelockerte Testpflicht ab heute auch im Altmarkkreis und im Landkreis Stendal

Nicht nur in Magdeburg fällt heute die Testpflicht für mehrere Einrichtungen – auch der Landkreis Stendal und der Altmarkkreis Salzwedel haben entsprechende Lockerungen ankündigt. Im Landkreis Stendal muss beispielsweise in Bürgerhäusern, Kultureinrichtungen oder Saunen kein negativer Test mehr vorgelegt werden, dasselbe gilt für die Innengastronomie (alle Einrichtungen können Sie hier sehen). Im Altmarkkreis Salzwedel fällt die Testpflicht in Seniorenbegegnungsstätten, Tierparks oder Indoorspielplätzen (die gesamte Übersicht lesen Sie hier).

06:52 Uhr | Magdeburg: Stadtrat stimmt über bedeutendes Bauvorhaben ab

Wer Magdeburg nicht so gut kennt und die Innenstadt sucht, braucht meist ein wenig, um zu merken, dass er schon mittendrin steht. Nach der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg ist die Altstadt für viele nicht als solche erkennbar. Doch das könnte sich ändern. Heute will der Stadtrat nämlich über eine Bebauung des Geländes hinter dem Allee-Center, zwischen der "Wobau-Welle" und dem Schleinufer entscheiden. Dort – am sogenannten Prämonstratenserberg – sollen nach dem Willen des Bauherrn Gebäude mit historischen Fassaden entstehen und alte Straßenzüge wiederhergestellt werden.  

Aussehen könnte das dann so:

Magdeburg Innenstadt Die Entwürfe beinhalten die Integration historischer Fassaden

Am Prämonstratenserberg in der Magdeburger Altstadt soll gebaut werden. Dabei sollen historische Fassaden und Straßenzüge intergiert werden.

Ein Entwurf mit Gebäuden, die auf dem Gelände des Prämonstratenserberges gebaut werden sollen. Darauf auch zu sehen: Die Fotos von alten Magdeburger Häusern, deren Fassaden rejonstruiert werden sollen.
Die Entwürfe sehen vor, dass für das Bauprojekt Fassaden alter Magdeburger Gebäude rekonstruiert und an die Häuser angebracht werden sollen. Darunter sind unter anderem das Geburtshaus Otto von Guerickes oder das Haus des heiligen Georgi. Bildrechte: Schrader + Duong Architektur, Vui Duong
Ein Entwurf mit Gebäuden, die auf dem Gelände des Prämonstratenserberges gebaut werden sollen. Darauf auch zu sehen: Die Fotos von alten Magdeburger Häusern, deren Fassaden rejonstruiert werden sollen.
Die Entwürfe sehen vor, dass für das Bauprojekt Fassaden alter Magdeburger Gebäude rekonstruiert und an die Häuser angebracht werden sollen. Darunter sind unter anderem das Geburtshaus Otto von Guerickes oder das Haus des heiligen Georgi. Bildrechte: Schrader + Duong Architektur, Vui Duong
Ein Lageplan der geplanten Neubauten am Prämonstratenserberg, in denen verzeichnet ist, welche Gebäude als Wohnfläche und welche als Gewerbefläche ausgewiesen werden könnten.
Das Bauland liegt zwischen der Wobauwelle und dem Schleinufer und soll sowohl für Wohnraum als auch gewerblich genutzt werden. Bildrechte: Schrader + Duong Architektur, Vui Duong
Eine Luftaufnahme in schwarz-weiß, auf der man die Magdeburger Altstadt vor der Zerstörung sehen kann. Darauf eine Markierung des Geländes, das nun neu bebaut werden soll.
Für die Entwürfe wurden auch Aufnahmen der Altstadt vor ihrer Zerstörung herangezogen. Es ist geplant, Straßenzüge zu rekonstruieren. Bildrechte: Schrader + Duong Architektur, Vui Duong
Überreste der alten Stadtmauer vor dem Kloster "Unser Lieben Frauen". Drumherum ein Bauzaun.
Auch Fragmente der alten Stadtmauer, die überall zu finden sind (wie hier vor dem Kloster "Unser Lieben Frauen"), sollen laut Entwürfen in die Straßenzüge integriert werden. Bildrechte: MDR/Leonard Schubert
Animierte Sicht auf Straßenhöhe auf geplante Gebäude auf dem Gelände des Prämonstratenserbergs in der Magdeburger Altstadt. Die alte Stadtmauer soll in die Straßenzüge integriert werden.
Die Mischung aus historischen Fassaden, alter Stadtmauer und Neubauten könnte dann ungefähr so aussehen. Bildrechte: Duong Schrader Architektur/Vui Duong
Alle (5) Bilder anzeigen

Angestoßen wurde die Idee von Magdeburgs langjährigem Oberbürgermeister Willi Polte. Er sagt: Heute gibt es tolle Möglichkeiten zur Stadtgestaltung. Wer mehr Eindrücke möchte, dem empfehle ich den Überblick meines Kollegen Leonard Schubert, der die Entwürfe wunderbar aufgearbeitet hat.

Und wenn Sie uns danach noch verraten, wie Sie zu den Plänen stehen, freut mich das umso mehr:

Was halten Sie von dem geplanten Bauprojekt am Prämonstratenserberg – würden sie im Stadtrat dafür stimmen?

Die Abstimmung ist beendet.

06:38 Uhr | Häufiger Tempo 30 auf dem halleschen Altstadtring

Autofahrerinnen und Autofahrer auf dem Altstadtring in Halle sollen ihr Tempo drosseln. Die Stadt hat für einige Abschnitte jetzt ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde verhängt. Entscheidender Grund sei die Sicherheit aller, teilte die Stadtverwaltung mit. So habe es allein auf dem Hallorenring zwischen 2018 und 2020 52 Unfälle mit elf Verletzten gegeben. Außerdem seien dort wegen vieler Geschäfte und Hotels viele Menschen zu Fuß unterwegs. Ähnlich sei bei anderen Abschnitten entschieden worden.

06:25 Uhr | Bund der Selbstständigen will weitere Lockerungen – etwa bei Maskenpflicht

Der Bund der Selbstständigen in Sachsen-Anhalt verlangt weitere Lockerungen der Corona-Regeln. Der Landesvorsitzende Ralph Hollritt kritisierte, die seit gestern in Sachsen-Anhalt geltenden Regeln hätten keine wesentlichen Erleichterungen gebracht. Die Politik verlange seit Ausbruch der Pandemie schnelle Reaktionen und Umsetzungen von Unternehmern, Freiberuflichen und Solo-Selbstständigen. Die Regierung selbst sei offenbar aber nicht in der Lage, sich "umgehend" auf neue Situationen einzustellen. Hollritt sprach davon, dass die neuen Regeln nur "Ergebniskosmetik" seien. Gefragt sei nun eine weitreichende Rücknahme der Einschränkungen, darunter die Maskenpflicht im Einzelhandel.

06:14 Uhr | HFC verstärkt sich mit Mittelfeldmann Herzog aus Rostock

Neuzugang für den Halleschen FC: Der Fußball-Drittligist verstärkt sich mit Mittelfeldspieler Aaron Herzog. Wie der HFC mitteilte, wechselt der 23-Jährige von Zweitliga-Aufsteiger Hansa Rostock an die Saale. Herzog habe im Trainingslager sportlich wie charakterlich einen guten Eindruck hinterlassen, lobte HFC-Sportdirektor Ralf Minge.

05:57 Uhr | Hackerangriff in Anhalt-Bitterfeld: Mehrere Verwaltungen überprüfen ihre IT-Sicherheit

Nach dem Hackerangriff im Landkreis Anhalt-Bitterfeld wollen mehrere kommunale Verwaltungen in Sachsen-Anhalt ihre IT-Systeme kritisch überprüfen. Das hat eine Umfrage von MDR SACHSEN-ANHALT in Anhalt und Wittenberg ergeben. Im Landratsamt in Wittenberg etwa wird aktuell nach Sicherheitslücken gesucht. Eine Sprecherin sagte MDR SACHSEN-ANHALT, vor Cyber-Angriffen sei aber niemand gefeit. Man müsse das Risiko so gering wie möglich halten. Die Stadt Gräfenhainichen hat nach eigenen Angaben externe Berater eingeschaltet, um ihre IT-Struktur zu überprüfen. Bürgermeister Enrico Schilling (CDU) sagte, wenn kommunale Daten von Kriminellen verschlüsselt würden, sei das der Supergau.

Ein Gang im Hauptsitz der Kreisverwaltung des Landkreises Anhalt -Bitterfeld.
Aktuell kaum arbeitsfähig: die Verwaltung im Landkreis Anhalt-Bitterfeld Bildrechte: dpa

Die Stadt Bad Schmiedeberg hat nach Angaben von Bürgermeister Martin Röthel (SPD) bereits das Krisenszenario durchgespielt. Röthel sagte MDR SACHSEN-ANHALT, er hoffe, dass die System nun sicher seien.

Die Kreisverwaltung von Anhalt-Bitterfeld in Köthen war vor gut einer Woche von Hackern angegriffen worden. Unbekannte hatten dabei sämtliche Daten der Verwaltung verschlüsselt und ein Lösegeld gefordert. Landrat Andy Grabner (CDU) hatte gestern aber klargestellt, dass man diese nicht zahlen wird. Öffentliche Verwaltungen dürften sich nicht erpressen lassen.

05:44 Uhr | Landkreis Börde: Zug erfasst mehrere Ziegen

Zwischen Dreileben und Eilsleben im Landkreis Börde hat ein Regionalexpress mehrere Ziegen erfasst. Das teilte die Bundespolizei mit. Bei dem Zusammenstoß wurden demnach zwei Tiere getötet und weitere verletzt. Die Bahnstrecke musste nach dem Unfall, zu dem es bereits Dienstag gekommen war, für mehrere Stunden gesperrt werden. Jetzt ermittelt die Bundespolizei, ob der Halter der Tiere zur Verantwortung gezogen werden kann. Beamte hatten vor Ort einen heruntergetretenen Elektrozaun entdeckt.

05:32 Uhr | 🌦 Sonne, Wolken, Schauer und Gewitter im Mix

Vorweg: Eine so heftige Unwetter- und Regenlage wie im Südwesten Deutschlands steht uns in Sachsen-Anhalt offenbar nicht bevor. Es bleibt aber unbeständig: Für heute erwartet das MDR-Wetterstudio einen Mix aus Sonne, dichten Wolken und einzelnen Schauern. Vor allem in Richtung Nachmittag sind auch Gewitter möglich. Dazu gibt's Höchstwerte zwischen 22 und 27 Grad.

Und das sind die aktuellen Temperaturen:

05:22 Uhr | In Schwimmbädern, Theatern und Co.: Magdeburg lockert die Testpflicht

Die Stadt Magdeburg lockert die Corona-Testpflicht. Wie die Stadt gestern Nachmittag mitteilte, muss zum Beispiel beim Besuch von Frei- oder Hallenbädern ab heute kein negativer Test vorgelegt werden. Dasselbe gelte unter anderem für den Besuch von Theatern, Spielhallen oder Fitnessstudios (weitere Beispiele finden Sie hier). Anders als bei unseren Nachbarn in Sachsen, bleibt die Maskenpflicht beim Einkauf aber bestehen. Wie die Stadt betonte, gilt das auch für die Fahrt mit Bus und Bahn.

05:16 Uhr | Hochwasser-Lage in Rheinland-Pfalz und NRW spitzt sich zu

Aus aktuellem Anlass geht unser erster Blick heute Morgen in den Westen Deutschlands: Vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat sich die Hochwasser-Lage nach weiterem Regen in der Nacht noch einmal verschärft. In Wuppertal (NRW) wurden Menschen nach Angaben des WDR aufgerufen, in die oberen Stockwerke ihrer Häuser zu gehen. Dutzende Menschen wurden zur Sicherheit in einer Turnhalle untergebracht. Ein Feuerwehrmann ertrank. In Rheinland-Pfalz haben mehrere Landkreise den Katastrophenfall ausgerufen. In zahlreichen Orten ist zudem der Strom ausgefallen, berichtet der SWR. In NRW wurde der Strom teilweise abgestellt, weil ein Umspannwerk überschwemmt zu werden drohte.

Wie kommen diese Wetterlage und das für sie zuständige Tiefdruckgebiet "Bernd" zustande? Das erklären, sehr anschaulich, die Kolleginnen und Kollegen des ZDF:

05:04 Uhr | Schönen guten Morgen!

Und herzlich Willkommen im Donnerstag! Heute ist der 15. Juli 2021 und Sie sind im Morgenticker von MDR SACHSEN-ANHALT gelandet – einem der letzten überhaupt, denn ab August informieren wir Sie mit einem neuen Format am Morgen (Details folgen). Vorher gibt es heute aber wie gewohnt alles Wichtige, was Sie in Sachsen-Anhalt heute wissen sollten. Mein Name ist Luca Deutschländer und ich stelle bis 11 Uhr die Meldungen des Morgens für Sie zusammen. Schön, dass Sie dabei sind!

Über Themen aus dem Morgenticker berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
Fernsehen | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19:00 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus Sachsen-Anhalt