03.03.2021 | Der Morgenticker für Sachsen-Anhalt Haseloff: "Würde mich jederzeit mit Sputnik V impfen lassen"

MDR SACHSEN-ANHALT Autor Reporter Radio Online André Plaul
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Heute im Morgenticker: Es ist wieder Tag der Bund-Länder-Verhandlungen für weitere Schritte in der Pandemie – die Lage im Überblick. Außerdem: Ministerpräsident Haseloff wirbt für den russischen Impfstoff Sputnik V.

Eine Krankenschwester hält eine Ampulle mit Sputnik V Impfstoff in den Händen.
Noch nicht zugelassen – aber es wird mit dem Sputnik V-Impfstoff geliebäugelt. Bildrechte: dpa

Das sind die Top-Themen am Mittwoch:

10:59 Uhr | Ausgetickert

An dieser Stelle muss ich schon wieder Tschüss sagen. Wir versorgen Sie auf unseren Seiten ab sofort mit weiteren Meldungen, Hintergründen und Reportagen zu allem, was in Sachsen-Anhalt wichtig ist. So werden wir heute Abend auch wissen, mit welchem Ergebnis Sachsen-Anhalt aus dem Bund-Länder-Treffen gehen wird. Das wird dann auch morgen Früh bei mir wieder Thema sein.

Ich verabschiede mich heute mit einem Stück Kulturgut. Als Altmärker verweise ich auf mein Lieblings Quatsch-Lied von Otto Reutter. Gardelegens bekanntester Entertainer starb heute vor 90 Jahren. "Da fang' wa jleiich an!", singt er. Und ich mache Schluss. Bis morgen.

Ahoj!

10:43 Uhr | Tangermünde: Pläne für Wohnboote im Hafen

In Tangermünde soll der Hafen umgestaltet und zu einem Touristenmagnet werden. Ein Investor möchte rund drei Millionen Euro investieren. Es sollen Wohnboote mit Ferienappartments bereitstehen, sowie wie ein Areal mit Holz-Iglus. Auch der bestehende Caravanplatz soll integriert werden. Der Investor ist Björn Thomas – er betreibt bereits in Parey, auf der anderen Elbseite, das Erlebnisdorf mit einem ähnlichen Konzept.

10:26 Uhr | Impfquote: Zweiter Platz – von unten

In Sachsen-Anhalt gibt es beim Thema Impfen noch Luft nach oben. Immerhin: Mehr als 100.000 Menschen haben hierzulande schon ihre erste Dosis erhalten. Gut 53.000 Menschen bekamen auch schon ihre Zweitimpfung. Im bundesweiten Vergleich liegt Sachsen-Anhalt mit einer Impfquote von 4,6 Prozent auf dem vorletzten Platz, vor Brandenburg.

10:11 Uhr | Eisenbahnbrücke bei Tröglitz nach acht Jahren wieder befahrbar

Die Eisenbahnbrücke über den Elsterflutgraben bei Tröglitz im Burgenlandkreis ist wieder in Betrieb. Sie war durch das Hochwasser 2013 stark beschädigt und nicht mehr befahrbar. Der Wiederaufbau dauerte länger als geplant. Durch die jetzige Freigabe ist der Industriepark Elsteraue aus Richtung Zeitz wieder direkt erreichbar. Bisher mussten die Güterzüge zum Industriestandort einen Umweg über Altenburg fahren. Personenzüge sind dort seit 2002 nicht mehr unterwegs.

09:55 Uhr | Update: Aktualisierte Beschlussvorlage für Bund-Länder-Treffen

Berichten zufolge ist für das heutige Bund-Länder-Treffen eine aktualisierte Beschlussvorlage angefertigt worden. Sie nennt nun durchgehend konkrete Inzidenzen und besitzt keine "XX"-Platzhalter mehr. Konkret heißt es nun:

  • Wenn die 7-Tages-Inzidenz drei Tage in Folge über 100 liegt, werden als "Notbremse" die aktuellen Kontaktregeln wiedereingeführt.
  • Bis zu einer Inzidenz von 100 sind die Öffnungsschritte drei und vier (für Geschäfte, Museen, Theater und Co.) nur mit Einschränkungen möglich – also Voranmeldung und/oder Schnelltest.
  • Neu ist ein fünfter Öffnungsschritt. Er besagt, wenn die 35-er Inzidenz weitere 14 Tage lang stabil unterschritten wird, sollen kontaktreicher Sport und Freizeitveranstaltungen mit bis zu 50 Personen im Außenbereich möglich sein. Steigen die Inzidenzen wieder auf über 100, werden die Öffnungen zurückgenommen – und der jetzige Zustand wiederhergestellt.

09:39 Uhr | Guten Morgen, liebe Baumstachler!

Der Tierpark auf dem Petersberg hat zwei neue Bewohner, es sind Baumstachler – auch Neuweltstachelschweine genannt. Sie kommen aus den USA und gewöhnen sich aktuell noch an ihre neue Umgebung. Ben Eibach, der stellvertretender Tierparkleiter, macht es den Baumstachlern leicht und füttert sie mit Blättern und Zweigen per Hand. In Europa gibt es nur etwa 40 Zoos, in denen Baumstachler zu finden sind. Das neue Pärchen soll mit seinem Nachwuchs den europäischen Genpool erweitern.

Ein Tierpfleger mit grauem Polo-Shirt steht in einem Gehege und füttert einen Baumstachler mit der Hand
Im Tierpark Petersberg werden die Baumstachler (rechts) liebevoll eingewöhnt. Bildrechte: MDR/Alexander Kühne

09:22 Uhr | Burg Giebichenstein bei Sachsen und Bayern beliebt

Das Interesse für ein Studium an der halleschen Kunsthochschule Burg Giebichenstein ist ungebrochen: Auf die 200 Studienplätze in den Bereichen Kunst und Design sind rund 1.800 Bewerbungen eingegangen, 300 mehr als im Vorjahr. Da derzeit keine persönliche Vorstellung möglich ist, wurden die künstlerischen Proben bei der Hochschuljury digital eingereicht. Die meisten Bewerber kämen aus Sachsen, gefolgt von Bayern. Jeder Siebte kommt aus dem Ausland, vor allem aus Südkorea.

09:05 Uhr | Neuer Belag für Tangermünder Elbbrücke

In den kommenden Wochen wird die Elbbrücke bei Tangermünde wieder zum Nadelöhr. Coronabedingt waren die jüngsten Bauarbeiten nicht fertig geworden. Nun stehen also neue Verkehrsbehinderungen an – so wird die Brücke nur halbseitig befahrbar sein. Hintergrund: Die Brücke erhält in 100-Meter-Abschnitten einen neuen Straßenbelag. Die Arbeiten beginnen heute und dauern voraussichtlich drei Wochen. Fußgänger und Radfahrer können die Brücke auch während der Bauarbeiten benutzen.

Und gebaut wird nicht nur auf den Bundesstraßen:

08:49 Uhr | Theaterbranche bangt ums Überleben

Für Theater gibt es weiter keine Öffnungsperspektive. In der Beschlussvorlage für das heutige Bund-Länder-Treffen ist eine Wiedereröffnung erst bei einer dauerhaften Inzidenz von unter 35 vorgesehen. Im Klartext: Damit ist bis auf weiteres nicht zu rechnen.

Auch im "Clack"-Theater in Wittenberg ist es still. Die wirtschaftliche Lage des privaten Theaters und seiner Mitarbeiter ist kritisch – doch Aufgeben kommt für die Betreiber Stefan Schneegaß und Mario Welker nicht in Frage.

08:36 Uhr | Pausen-Taste

Birgit und Bianca haben heute Morgen alles richtig gemacht: Sie sind heute Morgen auf den Brocken gewandert, um dort oben den Sonnenaufgang zu sehen. Dank Inversionswetterlage gab es keine Minusgrade. Und noch dazu: klaren Himmel und freie Sicht.

Silhouetten von zwei Menschen im Sonnenaufgang auf dem Brocken
Wow. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

08:26 Uhr | Die Corona-Lage: Nach Tagen wieder deutlich fallende Zahlen

Das Robert Koch-Institut hat, wie jeden Morgen, die aktuellen Infektionszahlen veröffentlicht. Dabei zeichnet sich für Sachsen-Anhalt ein positiver Trend ab. Blick ins Detail:

  • Landesweit ist die 7-Tages-Inzidenz von 93 auf 86 gesunken.
  • Sinkende Inzidenzen wurden für alle Landkreise und kreisfreien Städte gemeldet, mit Ausnahme von Halle und dem Jerichower Land.
  • Die landesweit höchste Inzidenz hat, trotz eines Rückgangs von 182 auf 156, weiterhin der Burgenlandkreis. Die niedrigste 7-Tages-Inzidenz in Sachsen-Anhalt hat der Landkreis Mansfeld-Südharz – mit einem Wert von 36.

08:13 Uhr | Stimmen Sie ab: Impfen mit Sputnik V?

Ministerpräsident Reiner Haseloff hat in einem Interview für den Corona-Impfstoff Sputnik V geworben. Er verwies auf Erfahrungen mit russischen Impfstoffen zu DDR-Zeiten. "Ich würde mich jederzeit mit Sputnik V impfen lassen", so Haseloff. Wie sehen Sie das?

08:01 Uhr | Vorbehalte gegen Atom-Endlager im Süden Sachsen-Anhalts

Sachsen-Anhalts Umweltministerium hat auf einer Videokonferenz über den Stand der Atommüll-Endlagersuche in Deutschland informiert. Etwa 140 interessierte Bürgerinnen und Bürger haben sich gestern daran beteiligt. Auch Kommunalpolitiker und Vertreter der Landkreise aus dem südlichen Sachsen-Anhalt nahmen teil. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT gab es einige Bürger, die befürchten, dass Regionen als Endlager ausgewählt werden könnten, in denen wenig Widerstand zu erwarten ist. Im vergangenen Herbst hatte die Bundesgesellschaft für Endlagerung 90 Gebiete aufgelistet, die in Deutschland geologisch geeignet sind. 23 davon liegen in Sachsen-Anhalt. Morgen soll es eine zweite Videokonferenz zu den nördlichen Gebieten Sachsen-Anhalts geben.

07:42 Uhr | Sachsen-Anhalt-Zeitmaschine: Heute vor ...

  • 5 Jahren: Zwei Tage vor dem Drittliga-Rückspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Hansa Rostock plant die Polizei den größten Einsatz bei einem Spiel seit der Wende. Neben zahlreichen Beamten werden auch Wasserwerfer, eine Reiterstaffel und ein Hubschrauber disponiert, da mehr als 1.000 gewaltbereite Fans aus beiden Lagern erwartet werden. Schon beim Hinspiel sechs Monate zuvor hatte es Krawalle gegeben. Die Partie stand kurz vor dem Abbruch. Das Spiel in Magdeburg endete schließlich 4:1, zu größeren Zwischenfällen kam es nicht.

Herr Beckenbauer, schon vielen dank für die Gastfreundschaft !!! - Der Oranje Generaal bedankt sich mit einem Plakat bei  OK Chef Franz Beckenbauer.
Statt zum Großeinsatz wurde die WM 2006 zum Sommermärchen. (Archivbild) Bildrechte: IMAGO

  • 10 Jahren: Ein Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens entdeckt am späten Abend auf dem Schießstand in Hüttermühle bei Genthin drei Leichen. Die zwei Männer – darunter der Schießwart – und die Frau wurden erschossen. Als Tatverdächtiger gilt ein 28-Jähriger. Er tötet sich Tags darauf per Kopfschuss in der Nähe von Haldensleben. Die Ermittlungen ergeben: Der junge Mann, der vorher per Telefon die Tat gestanden hatte, war psychisch krank und besaß keinen Waffenschein. Trotzdem konnte er sich eine scharfe Waffe ausleihen.
  • 15 Jahren: Vier Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland treffen sich die Unions-Innenminister in Wanzleben in der Börde. Um Hooligans frühzeitig herausfiltern zu können, setzen sie auf eine "Verbunddatei Gewalttäter Sport", in der bereits 7.000 Personen gespeichert sind. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble kündigt einen Beschluss an, mit der im Falle einer Ausnahmesituation die Grenzen dichtgemacht werden können.

07:33 Uhr | Aus Ammendorf in die Welt: Jutta Hoffmann wird 80

Sie gehörte zu den bekanntesten Schauspielerinnen bei der DEFA – obwohl ihre Filme teils verboten, teils zumindest geduldet waren: Die Hallenserin Jutta Hoffmann feiert heute ihren 80. Geburtstag. Zwei der größten Auszeichnungen – den Grimme- und den Deutschen Schauspielpreis – erhielt sie 2017 für ihre bislang letzte Filmrolle in "Ein Teil von uns". Ein Rückblick auf über 40 Jahre Filmkarriere:

07:21 Uhr | Airport Leipzig-Halle bekommt zweites Zentrum für Hilfseinsätze

Der Flughafen Leipzig/Halle wird immer mehr zum Drehkreuz für humanitäre Hilfen. Nach der EU-Entscheidung für ein Logistik-Zentrum des Deutschen Roten Kreuzes will jetzt auch ein russischer Logistiker am Airport einen Standort aufbauen. Die Frachtfluggesellschaft Volga-Dnepr transportiert etwa Bergungstechnik für Erdbebengebiete oder medizinische Ausrüstung für schwer zugängliche Bergregionen. Ein Flughafensprecher bestätigte MDR SACHSEN-ANHALT die Pläne. Der Flughafen sei für solche Einsätze hervorragend geeignet, unter anderem weil es kein Nachtflugverbot für Frachtmaschinen gibt, und Hilfsflüge damit rund um die Uhr abheben könnten.

06:59 Uhr | Kontrollen in Bau- und Gartenmärkten

Der Altmarkkreis Salzwedel hat mit Kontrollen in Bau- und Gartenmärkten begonnen. Mitarbeiter des Landkreises sowie der Ordnungsämter Gardelegen, Kalbe, Arendsee und Klötze prüften die Einhaltung der Hygieneregeln und der Zugangsbegrenzungen, teilte die Kreisverwaltung in Salzwedel mit. Die meisten Einrichtungen hätten sich an die Vorgaben gehalten, heißt es. Nur vereinzelt hätten Schilder gefehlt, die auf die Maskenpflicht oder Desinfektionsmittel hinweisen. Die Kontrollen werden laut Altmarkkreis fortgesetzt. Bei hartnäckigen Verweigerern, so die Verwaltung, würde geprüft, ob Bußgelder verhängt werden müssten.

06:38 Uhr | Mehr Impfstoff aus Brehna

Der Arzneimittel-Produzent Mibe aus Brehna im Kreis Anhalt-Bitterfeld hat seine Kapazitäten bei der Impfstoffherstellung für Biontech nahezu ausgeschöpft. Firmenchef Hans-Georg Feldmeier sagte MDR SACHSEN-ANHALT, mit der neuen Produktionslinie könne Mibe etwa 6.000 Fläschchen pro Stunde mit dem Wirkstoff abfüllen. Man werde die Produktion über das, was ursprünglich zugesagt wurde, weiter erhöhen. Biontech selbst habe darüber informiert, dass für Europa 75 Millionen zusätzliche Impfdosen produziert werden sollen. Davon bekomme Deutschland den entsprechenden Anteil. Das Werk in Brehna beschäftigt nach eigenen Angaben etwa 600 Mitarbeiter. Mibe ist eine Tochterfirma von Dermapharm.

In einer kleinen Fertigungshalle laufen Fläschchen in einer runden Maschine zusammen
Die Impfstoff-Produktion nimmt weiter Fahrt auf. Bildrechte: MDR/Martin Krause

06:25 Uhr | Bund-Länder-Treffen (2): Was könnte kommen?

  • Die Beschlussvorlage für die heutige Videokonferenz betont, dass Impfungen und Schnelltests "mehr Normalität und sichere Kontakte" ermöglichen werden. Grundsätzlich soll der Lockdown aber bis zum 28. März verlängert werden, also eine Woche vor Ostern.
  • Schnelltests: Bis Anfang April sollen Erzieher, Lehrer und alle Schüler je Präsenzwoche mindestens einen oder zwei kostenlose Schnelltests erhalten. Auch Unternehmen sollen verpflichtet werden, dies ihren Angestellten anzubieten. Und jede Privatperson soll einmal oder zwei Mal pro Woche einen kostenlosen Schnelltest bekommen – im Testzentrum, anderen Einrichtungen oder bei Ärzten.
  • Private Kontakte: Gestaffelt nach Inzidenzen – das Papier nennt 35 oder 50 oder auch "XX" – sollen Treffen mit zwei weiteren Haushalten bis insgesamt zehn Personen möglich beziehungsweise wieder eingeschränkt werden.
  • Handel: Um den Flickenteppich der Länder-Regelungen aufzulösen, sollen bundesweit Buchhandlungen, Gartenmärkte und Blumengeschäfte dem Einzelhandel des täglichen Bedarfs und dessen Regeln zugeordnet werden.
  • Dritter Öffnungsschritt: Je nach Inzidenz sollen Geschäfte, Museen und Zoos wieder betreten werden können – beziehungsweise nur nach Anmeldung.
  • Vierter Öffnungsschritt: Erst wenn die Inzidenzen landesweit oder regional 14 Tage lang unter 35 liegen, sollen Außengastronomie, Theater, Kinos, Konzerthäuser und Sportanlagen wieder geöffnet werden können. Alternativ, ohne 35-er Inzidenz, soll dieser Schritt durch Anmeldepflicht und/oder aktuelle Schnelltests möglich sein.
  • Die Länder sollen Kontakte auch elektronisch besser nachverfolgen können, etwa über Apps.
  • Stichwort Ostern: Laut Vorlage sollen sich Familien, ähnlich wie zu Weihnachten, treffen dürfen. Von Karsamstag bis Ostermontag dürfen sich Haushalte mit vier weiteren Personen treffen können. Was Reisen, Hotels und Veranstaltungen angeht, verweist das Papier grundsätzlich auf ein nächstes Treffen zwischen Kanzlerin und Länderchefs.

06:12 Uhr | Bund-Länder-Treffen (1): Was will Sachsen-Anhalt?

  • Ministerpräsident Reiner Haseloff erklärte am Dienstag, er erwarte für weitere Lockerungen Handlungsspielraum auch bei Inzidenzen zwischen 50 und 100. Bisher gibt es diesen nur bei Werten kleiner als 50 beziehungsweise 35. Mit Unterstützung von Schnelltests soll aber mehr möglich sein können.
  • Außerdem geht Sachsen-Anhalt mit dem Vorschlag besserer Kontaktmöglichkeiten in die Schaltkonferenz. Ein Haushalt soll sich künftig statt mit nur einer mit fünf weiteren Personen treffen können.
  • Mehr körpernahe Dienstleistungen sollen möglich sein, so dass beispielsweise Kosmetikstudios öffnen können.
  • Auch für den Einzelhandel außerhalb von Lebensmitteln soll es weitere Möglichkeiten geben. Haseloff nannte gestern "Klick & Meet" als mögliches Konzept. Also: Einkaufen nach vorheriger Anmeldung.
  • Möglichst noch vor Ostern soll die Gastronomie öffnen können dürfen, zumindest im Außenbereich.
  • Stichwort Ostern: Urlaub auf Campingplätzen oder in der Ferienwohnung sollen möglich werden.
  • Und der weitere Zeitplan: Nach den Beratungen mit der Kanzlerin heute kann morgen im Kabinett die neue Landesverordnung unterzeichnet werden. Sie würde dann ab dem 11. März gelten. Denn abweichend vom vergangenen Bund-Länder-Beschluss gilt der Lockdown in Sachsen-Anhalt, statt bis zum 7. März, drei Tage länger.

05:51 Uhr | Haseloff wirbt für russischen "Sputnik V"-Impfstoff

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff (CDU) ist dafür, den russischen Impfstoff Sputnik V auch in Deutschland einzusetzen. Man müsse "alles tun, was möglich ist, um das Impfen zu beschleunigen", so der CDU-Politiker im Interview mit der "Funke Mediengruppe". Ostdeutschland habe jahrzehntelange Erfahrung mit russischem Impfstoff. Er selber würde sich jederzeit mit Sputnik V impfen lassen. Gleichzeitig plädiert er dafür, die Impfreihenfolge einzuhalten und bei Fehlverhalten Sanktionen zu prüfen.

Das ist Sputnik V Russland hatte den Impfstoff bereits im Sommer zugelassen, obwohl wichtige Tests noch ausstanden. Er wurde nach russischen Angaben mittlerweile in mehr als 30 Ländern registriert. Eine Zulassung durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA steht noch aus.

Auch eine Impfpflicht wie in der DDR könnte ein Thema sein, so Haseloff – allerdings für den Ethikrat.

Impfpflicht hatten wir in der DDR. Ich habe es überlebt. Als ostdeutscher Politiker würde ich mir aber niemals anmaßen, der Mehrheitsgesellschaft Ratschläge zu geben.

Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident Sachsen-Anhalts

05:28 Uhr | Das Wetter: Der schönste Tag der Woche

Von frisch bis frühlingshaft ist heute alles dabei. Zum Tagesstart gibt es teilweise wieder dichten Nebel. Später ziehen gelegentlich Wolken durch und es bleibt trocken. Die Höchstwerte in Sachsen-Anhalt liegen dann laut MDR-Wetterstudio zwischen 13 und 18 Grad.

05:21 Uhr | Sport (2): Mal ein Sieg für den 1. FC Magdeburg

Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg hat einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf gefeiert. Der FCM gewann bei Viktoria Köln mit 4:2. Für die Magdeburger war es der erste Sieg nach sechs Niederlagen in Folge. In der Tabelle ging es einen Platz nach oben auf Rang 18.

05:10 Uhr | Sport (1): SC Magdeburg siegt in Moskau

Die Handballer des SC Magdeburg haben in der European League den Sieg in Gruppe C perfekt gemacht. Beim ZSKA Moskau gewannen die Magdeburger mit 35:27. Im Achtelfinale trifft der SCM auf den nordmazedonischen Vertreter HC Pelister.

05:00 Uhr | Moin, Internet!

Beschlusspapier Bund-Länder-Konferenz
Zu den Neuinfektionen ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Bildrechte: MDR/André Plaul

Inzidenzen – die werden das Thema des Tages sein. Denn solange diese 7-Tage-Durchschnitte bei den Corona-Infektionen nicht sinken, sind Lockerungsstrategien mit den Grenzen 50 und 35 unrealistisch. Im Beschlusspapier für das heutige Bund-Länder-Treffen sind die Inzidenzen an einigen Stellen noch variabler oder sogar mit einem "XX" definiert. Darüber werden die Länderchefs heute also diskutieren. Sachsen-Anhalt etwa ist dafür, auch oberhalb einer Inzidenz neue Perspektiven zu eröffnen. Übrigens: Dass Inzidenzen allein nicht das Maß aller Dinge sind, hat gestern der Virologe Alexander Kekulé im MDR-Podcast erklärt.

Alle Details zur politischen Gemengelage gibt es gleich. Und: Bis 11 Uhr gibt es hier auch alle anderen Meldungen dieses Tages, die für Sachsen-Anhalt wichtig sind. Ich bin André Plaul – guten Morgen!

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns über Ihre Meinung, lassen Sie uns gerne einen Kommentar da oder schreiben Sie uns bei Twitter oder Facebook. #tickeriki

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2 Kommentare

hilflos vor 6 Wochen

Ich ich auch. Denn die BRD verzichtete seine Zeit auf den Impfstoff gg Kinderlähmung mit den entsprechenden Folgen. Aber derzeit ist russisch gleich Putin und das ist der Antichrist...Insgesamt nur Lobbyisten, Gewinnler und Ideologie

Anni22 vor 6 Wochen

Ich würde mich auch mit Sputnik V impfen lassen. Aber aus ideologischen Gründen wird das wohl nicht stattfinden, da lassen wir dann doch lieber die Menschen (wertebasisiert?) sterben.

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