Pendeln Die meisten Sachsen-Anhalter fahren mit dem Auto zur Arbeit

Sachsen-Anhalter fahren zumeist mit dem Auto zur Arbeit. Zwischen Frauen und Männern gibt es deutliche Unterschiede bei den Fortbewegungsmitteln. Insgesamt wird weniger gependelt. Das zeigen Zahlen des Statistischen Landesamts.

Autos stauen sich im Berufsverkehr auf der Hochstraße in Halle/Saale.
Viele Menschen in Sachsen-Anhalt wählen für den Weg zur Arbeit das Auto. Bildrechte: dpa

Die meisten Erwerbstätigen in Sachsen-Anhalt sind im Jahr 2020 mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren das rund 661.000 Menschen. Mit dem Fahrrad seien rund 101.000 Erwerbstätige gefahren. Etwa 69.000 Menschen gingen zu Fuß.

Die meisten Arbeitswege waren demnach fünf Kilometer oder kürzer. 237.000 Menschen legten eine Strecke von zehn bis unter 25 Kilometer zurück.

Frauen verzichten häufiger auf das Auto als Männer

Laut der Statistik fuhren Frauen häufiger mit dem Fahrrad zur Arbeit als Männer. Sie gingen auch häufiger zu Fuß. Die Straßenbahn nutzten etwa 32.000 Menschen. Zur Bus- und Bahnnutzung machte das Statistische Landesamt keine Angaben.

Weniger Berufspendler über die Landesgrenze

Die Zahl der Berufspendler nach Sachsen-Anhalt hinein und aus dem Land heraus ist im Jahr 2020 leicht gesunken. Nach Angaben der Statistik ist es der erste Rückgang seit mehr als zehn Jahren. Das zeigen ebenfalls Zahlen des Statistischen Landesamtes.

Demnach sind im Jahr 2020 etwa 210.000 Menschen über die Landesgrenze zur Arbeit gependelt. Im Jahr 2019 waren es noch rund 213.000.

In der folgenden Grafik sehen Sie, wie sich das Pendler-Verhalten in den letzten Jahren verändert hat. Einpendler und Einpendlerinnen reisen für die Arbeit nach Sachsen-Anhalt ein, Auspendlerinnen und Auspendler verlassen das Bundesland für die Arbeit. Bezugsgröße ist dabei der Wohnort.

Hohe Spritpreise für Pendler

Pendler und Pendlerinnen müssen derzeit mit hohen Spritpreisen leben. Der ADAC geht davon aus, dass die Preise weiter steigen werden. Die Sanktionen gegenüber Russland im Ukraine-Krieg und die damit verbundene Sorge vor einer Öl-Knappheit würden zu Hamsterkäufen führen und so derzeit die Preise in die Höhe treiben.

dpa, MDR (Fabian Frenzel, Christoph Dziedo)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 09. März 2022 | 20:00 Uhr

17 Kommentare

Denkschnecke vor 10 Wochen

Interessant ist in dem Zusammenhang, dass - anders als von vielen hier behauptet - der deutsch Steueranteil auf Kraftstoffe im Vergleich zu Westeuropa nur im Mittelfeld liegt. In den Niederlanden, Italien Frankreich fällt mehr Steuer an, besonders auf Diesel. (Quelle: de.statista.com, ADAC)

atomkraftwerk vor 10 Wochen

Danke für die Nachfrage beim Landesamt zwecks Klärung. Keine Kritik an Sie an dieser Stelle, die Angaben waren dort schon nicht ganz klar da nicht definiert war was 'Selbstfahrer' sind, zumindest habe ich es nicht gefunden.

MDR-Team vor 10 Wochen

Danke, dass Sie so aufmerksam sind. Es handelt sich bei den 661.000 Menschen aber tatsächlich nur um diejenigen, die das Auto nutzen. Weitere 101.000 Menschen nutzen das Rad usw. Die Zahl der Autofahrer hat das Statistische Landesamt dem MDR bestätigt.

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