Sachsen-Anhalt Verbraucherschützer warnen vor Bestimmung von Pilzen mit Handy-Apps

Sich bei der Bestimmung von Pilzen nur auf Handy-Apps zu verlassen, ist laut Verbraucherschützern keine gute Idee. Merkmale wie Geruch und Konsistenz würden bei der Identifizierung per Foto nicht berücksichtigt. Im Zweifelsfall bestehe sogar Lebensgefahr.

Korb mit gesammelten Pilzen, im Hintergrund Wald.
Bei der Bestimmung von Pilzen ist Vorsicht geboten. Bildrechte: imago images/Max Stein

Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt hat dringend davon abgeraten, sich bei der Bestimmung von Speisepilzen ausschließlich auf Handy-Apps zu verlassen. "Das Versprechen, selbst gesammelte Pilze einfach per Foto zu identifizieren, kann schwerwiegende Folgen haben", teilte ein Sprecher der Verbraucherzentrale am Montag mit. Im Zweifelsfalle bestehe Lebensgefahr.

Apps nutzen zu wenige Merkmale

Grundsätzlich sei die Identifikation mit einer computergestützten Bestimmung möglich, hieß es von der Verbraucherzentrale. Doch nutzten die Apps meist zu wenige Merkmale, um Pilze sicher bestimmen zu können. Merkmale wie Geruch und Konsistenz seien elementar für eine zweifelsfreie Identifikation.

Die Zahl der Pilzvergiftungen ist in den vergangenen Jahren laut Verbraucherzentrale angestiegen. Allein in den vergangenen beiden Jahren seien in Sachsen-Anhalt etwa 580 zum Teil sehr schwere Pilzvergiftungen registriert worden.

MDR/Gero Hirschelmann, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 13. September 2021 | 13:00 Uhr

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