Tag der deutschen Einheit Von der DDR bis heute – eine Zeitreise durch Sachsen-Anhalt

Der Tag der Deutschen Einheit wird 2021 in Halle gefeiert. Für den MDR ein Grund, einen Blick zurück und in die Gegenwart zu werfen: Wie haben sich unter anderem der Chemiepark Bitterfeld oder auch die Hyparschale in Magdeburg seit der Wiedervereinigung verändert? Welche Plätze in Sachsen-Anhalt sehen heute komplett anders und welche noch fast so aus wie in der DDR? Eine Zeitreise.

Blick auf den Hauptbahnhof in Magdeburg, ein Teil des Gebäudes ist wegen Sanierungsarbeiten verhült. Davor stehen Menschen.
Übrigens: Im Roman "Der nasse Fisch" von Volker Kutscher, der als Vorlage für die Verfilmung Babylon Berlin diente, hält sich die Hauptfigur Gereon Rath, nach einem Treffen mit dem Berliner Polizeipräsidenten, einen Moment im Hauptbahnhof Magdeburg auf. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock
Thälmann-Platz in Halle im Sommer 1985
Das „Monument der revolutionären Arbeiterbewegung“ stand von 1970 bis 2003 auf dem Ernst-Thälmann- bzw. Riebeckplatz in Halle. Umgangssprachlich ist das Denkmal als „Fäuste“ bekannt. Das Monument aus Beton zeigte vier 15 Meter hohe erhobene Fäuste, die die Arbeiterbewegung symbolisieren sollten. Bildrechte: dpa
Auto stehen auf einer Kreuzung am Riebeckplatz. Im Hintergrund ist ein Hotel zu sehen.
An mehreren Stellen markierten Jahreszahlen revolutionäre Daten, darunter z.B. 1869 (Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Eisenach) oder 1949 (Gründung der DDR). Als die Umgestaltung des Riebeckplatzes in Halle begann, wurde das Monument im Juli 2003 abgerissen. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock
Halle-Neustadt, Frauenbrunnen und Hochäuser im Stadtzentrum
Zwischen 1971 und 1975 wurden die Hochhäuser – Scheiben genannt – in Halle-Neustadt errichtet. Mit ihren 18 Geschossen dienten sie als Verwaltungsgebäude und Studentenwohnheime. Bildrechte: imago/Arkivi
Der Frauenbrunnen in Halle-Neustadt, im Hintergrund steht eines der Scheiben-Hochhäuser.
Die Scheibe D wurde Mitte der 1990er Jahre saniert. Das Erdgeschoss wird vom Jobcenter Halle als Bürogebäude genutzt. Die Renovierung der Scheibe A wurde im Juli 2021 beendet. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock
Die Hochhäuser in Halle-Neustadt, die auch Scheiben genannt werden. Es sind sanierte und unsanierte Häuser zu sehen.
Das Gebäude wird von der Stadt Halle als Verwaltungsstandort genutzt. Die Scheibe B steht leer. In der Scheibe E wird nur das Erdgeschoss gewerblich genutzt, der Rest steht ebenfalls leer. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock
Hauptbahnhof Magdeburg (Archivbild)
Der Grundstein für den heutigen Hauptbahnhof in Magdeburg wurde 1870 gelegt. Das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz. 1873 fuhr hier der erste Zug. Bildrechte: dpa
Blick auf den Hauptbahnhof in Magdeburg, ein Teil des Gebäudes ist wegen Sanierungsarbeiten verhült. Davor stehen Menschen.
Übrigens: Im Roman "Der nasse Fisch" von Volker Kutscher, der als Vorlage für die Verfilmung Babylon Berlin diente, hält sich die Hauptfigur Gereon Rath, nach einem Treffen mit dem Berliner Polizeipräsidenten, einen Moment im Hauptbahnhof Magdeburg auf. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock
eine alte graue Messehalle
Die Hyparschale wurde 1969 nach einem Entwurf von Ulrich Müther, der mehr als 70 Schalenbauten entworfen hat, in Magdeburg gebaut. Sie ist die größte von den rund fünfzig noch bestehenden Werken des Bauingenieurs, der die Architekturmoderne in der DDR prägte.  Zu DDR-Zeiten wurde die Hyparschale für Messen, Konzerte und Partys genutzt. Seit 1997 war sie wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt und entging nur knapp dem Abriss. 1998 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt. Bildrechte: Stadtarchiv Magdeburg
Messehalle von außen
Mehr als 20 Jahre stand das Gebäude leer. 2013 beschloss der Magdeburger Stadtrat die Sanierung der Hyparschale, die vor zwei Jahren begonnen hat.  Insgesamt kostet die Sanierung fast 17 Millionen Euro und soll 2023 abgeschlossen sein. Dann soll die Hyparschale wieder als multifunktionaler Veranstaltungs- und Ausstellungsort dienen. Bildrechte: MDR/Stefan Bernschein
Plattenbauten im Zentrum von Magdeburg in der damaligen Karl-Marx-Straße, von links nach rechts: das Hochhaus Haus des Lehrers, Restaurant Ratswaage, Hotel Gewerkschaftshaus. Passanten, parkende DDR-Fahrzeuge. Ein weißer Pkw "Wartburg" fährt die Julius-Bremer-Straße entlang.
Der Breite Weg in Magdeburg galt früher aufgrund seiner großzügigen Palaisbauten und Bürgerhäuser im Stil des Barock als schönste Barockstraße Deutschlands. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Barockstraße jedoch weitgehend zerstört. Nur zwei Barockhäuser - Nr. 178 und 179 - sind erhalten. In der Zeit der DDR wurde der Breite Weg Karl-Marx-Straße genannt. Bildrechte: Stadtarchiv Magdeburg/Fotosammlung
Blick auf die Straße "Breiter Weg" in Magdeburg. Neben einer Straßenbahn sind auch mehrere Gebäude zu sehen.
Zwischen Dom und Hasselbachplatz wurden 1964 mehrere Achtgeschosser gebaut, die 50 Jahre lang das Bild der Straße prägten. 2014 wurden sie nach und nach wieder abgerissen. Heute prägen den Breiten Weg Einkaufshäuser, Neubauten und die Grüne Zitadelle von Magdeburg. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock
Das Landestheater in Dessau in Sachsen-Anhalt. Es wurde im zweiten Weltkrieg beschädigt, konnte aber wiederaufgebaut werden (undatiertes Archivbild)
Theater hat in Dessau eine lange Tradition. Bereits 1794 gab es ein festes Schauspiel-Ensemble. An seinem heutigen Platz steht das Anhaltische Theater seit 1938. Es hatte damals mit 1250 Sitzplätzen die größte Bühne nördlich der Alpen. Am 30. Mai 1944 wurde das Theater bei einem Luftangriff auf Dessau fast vollständig zerstört Bildrechte: dpa
Blick auf das Anhaltisches Theater in Dessau. An der Fassade hängt ein Plakat, auf dem steht: "Herein spaziert".
1949 konnte das Anhaltische Theater in Dessau wiedereröffnet werden. Das Theater verfügt heute über ein Fassungsvermögen von rund 1100 Zuschauern und ist mit einer der größten Drehbühnen Deutschlands ausgestattet. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock
Y-Hochhäuser im Stadtzentrum von Dessau Y-Hochhäuser. (Archivbild vom 22.05.1970).
Die drei sogenannten Y-Hochhäuser am Stadtpark in Dessau wurden zwischen 1969 und 1971 gebaut. Die Gebäude mit ihren 14 Geschossen entstanden im Rahmen der Maßnahme „Rekonstruktion Stadtzentrum“. Jedes Hochhaus ist 41 Meter hoch und besaß ursprünglich 90 Wohnungen. Darunter auch Maisonette-Wohnungen, die zum Zeitpunkt der Konstruktion für Plattenbauten in der DDR einzigartig waren. Bildrechte: dpa
Bick auf die sogenannten Y-Hochhäuser in Dessau. Vor den Gebäuden stehen Bäume.
Nach vielen Diskussionen über mögliche Entwicklungen und einem drohenden Abriss der Hochhäuser in Dessau, wurden sie 2013 privatisiert und werden unter denkmalpflegerischen Aspekten modernisiert. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock
Abwassersee der Filmfabrik Wolfen bei Bitterfeld.
Die Tagebau-Grube Johannes bei Bitterfeld ist besser als „Silbersee“ bekannt. Dort wurden schon in den 30er Jahren Abfälle aus der Zelluloseproduktion eingeleitet. Zu DDR-Zeiten hat die ORWO-Filmfabrik Abwässer, Schlämme und Abfälle hineingeleitet. Auf einer Fläche von rund 30 Quadratkilometern sind die Chemikalien über Jahrzehnte ins Grundwasser gelangt und haben es vergiftet. Bildrechte: imago stock&people
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MDR S-ANHALT Fr 28.01.2022 18:00Uhr 00:55 min

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/video-nachrichten-heute-achtundzwanzigster-januar-100.html

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