Podcast "Was bleibt" | Folge 119 Was bleibt: 2G in Sachsen-Anhalt und Kinderklinik Gardelegen droht Schließung

Marie-Kristin Landes
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Nachdem Bund und Länder sich auf neue Corona-Maßnahmen geeinigt haben, musste Sachsen-Anhalt seine jüngst verabschiedete Eindämmungsverordnung überarbeiten. 2G statt 3G gilt jetzt auch in Sachsen-Anhalt. Außerdem sprechen wir über die Kinderklinik Gardelegen, der zum Januar die Schließung droht.

Was bleibt – der MDR SACHSEN-ANHALT Wochenrückblick

Corona-Warn-App auf einem Smartphone
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Collage aus Bildern aus Intensivstationen, der Zahl 2021 und dem Was-bleibt-Logo
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39 min

Wie war das Jahr aus der Sicht eines Pflegers, der in der dritten und vierten Corona-Welle mit hohen Belastungen zu tun hatte und hat? Der Jahresrückblick versucht, durch die Brille eines Pflegers auf 2021 zu blicken.

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Do 30.12.2021 14:50Uhr 39:03 min

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Füße stehen vor einer Markierung am Boden.
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Hoffnung oder hoffnungslos – Kinderklinik Gardelegen droht die Schließung – ab Minute 01:54

  • Wird bis zum ersten Januar kein Personal gefunden, kann die Kinderklinik Gardelegen nicht weiterarbeiten. Es droht eine Schließung, die sich bereits seit Längerem angebahnt hat. Neben Personal soll es vor allem auch an Geld fehlen.
  • Der Kreistag hat zwar gegen die vom Landrat vorgestellen Schließungspläne gestimmt. Nachhaltig ist diese Entscheidung aber nicht. Der Landkreis hält gerade einmal 20 Prozent an der mehrheitlich landeseigenen Krankenhausgesellschaft Salus.
  • Die Idee, das Klinikum zu einer ambulanten Einrichtung umzubauen, löst die Probleme kaum. Denn auch für ambulante Einrichtungen wird entsprechendes Fachpersonal benötigt.

Und... was bleibt?

  • Die Sorge der Menschen vor Ort, dass ihnen die medizinische Versorgung wegbricht und Infrastruktur abgebaut wird, die nicht wiederkommt.

#MDRklärt So entsteht die Hospitalisierungsrate

Die Hospitalisierungrate ist inzwischen der wichtigste Wert für die Festlegung von Schutzmaßnahmen. Allerdings wird diese oft unterschätzt.

Das Problem: Es gilt nicht der Zeitpunkt der Krankenhausaufnahme, sondern das Meldedatum des positiven Tests.
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Das Problem: Es gilt nicht der Zeitpunkt der Krankenhausaufnahme, sondern das Meldedatum des positiven Tests.
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Allerdings können zwischen dem Testergebnis und der Krankenhausaufnahme Tage oder sogar Wochen liegen.
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Wer zum Beispiel acht Tage vor seiner Krankenhausaufnahme getestet wurde, zählt nicht mehr in die Hospitalisierungsrate.
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Dadurch wird die tagesaktuelle Hospitalisierungsrate im Durchschnitt um etwa 70 bis 79 Prozent unterschätzt.
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Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 16. September 2021 | 12:00 Uhr

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Vor zwei Wochen noch ausgeschlossen: Jetzt gilt doch 2G statt 3G – ab Minute 25:47

  • 3G am Arbeitsplatz, 2G flächendeckend, Weihnachtsmärkte sind mit Einschränkungen erlaubt: ein Überblick, was jetzt in Sachsen-Anhalt gilt.
  • Das Frustlevel ist bei allen im Land hoch. Der Präsident der Arbeitgeber- und WIrtschaftsverbände kritisiert die hohe Bürokratie bei der Umsetzung von 3G am Arbeitsplatz. Er sagt, die Landesregierung wälze Verantwortung auf die Unternehmen ab.
  • Die Meinung oder Haltung zu verändern, wenn sich Gegebenheiten oder Informationen ändern, wohnt der Politik inne. Was fehlt: Eine offene und ehrliche Kommunikation darüber, wann und warum sich Haltungen und daraus resultierende Entscheidungen ändern.

Und... was bleibt?

  • Die Kommunikationsprobleme der Politik.

Wo der Podcast zu hören ist

Podcasts FCM und HFC
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Über die Autorin Marie Landes ist in Dessau-Roßlau aufgewachsen. Sie studierte Politikwissenschaft in Dresden und Journalistik in Leipzig. Seit ihrem Volontariat beim MDR ist sie freie Mitarbeiterin für verschiedene Redaktionen, vor allem MDR KULTUR und MDR SACHSEN-ANHALT. Themenschwerpunkte: Politik und Gesellschaft, manchmal aber auch Musik. Wenn sie nicht gerade mit Kamera und Mikro unterwegs ist, findet man sie irgendwo zwischen Leipzig und der Welt.

Marie-Kristin Landes
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