Preiserhöhung seit 2022 Bus- und Bahnfahren in Sachsen-Anhalt teurer

Für Bus und Bahn müssen viele Fahrgäste in Sachsen-Anhalt seit Januar 2022 tiefer in die Tasche greifen. Das betrifft zum Beispiel den Magdeburger Regionalverkehrsverbund Marego und die Verkehrsgesellschaft Südharz. Andere Verkehrsverbünde wie zum Beispiel die Hallesche Verkehrs-AG haben ihr Preise bereits in diesem Jahr erhöht.

Eine Straßenbahn der MVB steht in Magdeburger an der Haltestelle Alter Markt.
Die Ticketpreise für Bus und Bahn steigen im neuen Jahr vielerorts in Sachsen-Anhalt. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock

Das Fahren mit Bus und Bahn in Sachsen-Anhalt ist seit dem 1. Januar 2022 in mehreren Landkreisen teurer. So hat beispielsweise der Magdeburger Regionalverkehrsbund Marego den Fahrpreis angehoben und nennt als Grund die steigenden Benzin- und Dieselpreise. Auch die Harzer Verkehrsbetriebe und die Verkehrsgesellschaft Südharz haben die Fahrpreise erhöht.

  • Magdeburg: Der Magdeburger Regionalverkehrsbund Marego hat den Fahrpreis zum Jahresbeginn um durchschnittlich 2,4 Prozent angehoben. So kostet beispielsweise eine Einzelfahrt im Stadtgebiet von Magdeburg seit Januar 2022 2,40 Euro statt wie bisher 2,30 Euro.
  • MDV: Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund MDV hat bereits zum 1. August 2021 die Fahrpreise angepasst. Sie sind um durchschnittlich 2,4 Prozent gestiegen. Eine weitere Erhöhung ist aktuell nicht geplant, wird aber nicht ausgeschlossen.
  • Halle: Auch die Hallesche Verkehrs-AG Havag hat als Teil des MDV die Tarife im August geändert. Einzelfahrkarten, 4-Fahrten-Karten und 24-Stunden-Karten waren seinerzeit um 1,05 Prozent teurer geworden. Die Preise für Abo-Karten sowie Wochen- und Monatskarten sind gleich geblieben.

  • Harz: Bei den Harzer Verkehrsbetrieben HVB sind die Fahrpreise im neuen Jahr um durchschnittlich 3,55 Prozent gestiegen. Eine Einzelfahrt im Stadt- und Ortsverkehr kostet jetzt 1,90 Euro.
  • Südharz: Die Verkehrsgesellschaft Südharz, die Linien unter anderem in Hettstedt und Eisleben anbietet, hat zum 1. September 2021 ihre Tarife angepasst und diese zum mit dem Jahreswechsel nochmals geändert. Seit Januar 2022 sind die Ticketpreise im Schnitt um 3,5 Prozent gestiegen. Eine Einzelfahrt im Stadtverkehr kostet beispielsweise 1,90 Euro statt wie bisher 1,80 Euro. Damit steigt der Preis in Summe sogar um 5,5 Prozent. Geringer sind die Preisunterschiede bei längeren Fahrten oder für Zeitkarten.
  • Stendal: Auch die Stendalbus GmbH hat mit dem Jahreswechsel ihre Ticketpreise angehoben. So kostet eine Einzelfahrt im Stadtgebiet zum Beispiel seit Januar 2,20 Euro statt den vorherigen 2,10 Euro und ist damit um 4,8 Prozent teurer.
  • Salzwedel: Die Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel PVGS hat auf ihrer Internetseite derzeit keine Preiserhöhungen angekündigt.

In unserem Überblick können Sie sehen, was sich im neuen Jahr außerdem ändert.

MDR (Alisa Sonntag, Fabienne von der Eltz)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 30. Dezember 2021 | 06:30 Uhr

5 Kommentare

Ein Dorfjunge vor 49 Wochen

Und was hatte der Marego Verbund noch im August fröhlich verkündet? Die Preiserhöhungsrunde entfällt.
Vielleicht wäre es ehrlicher gewesen bereits damals zu sagen sie wird nur auf den Januar verschoben.
Danach hätten sie sich auch paar lustige Gründe wie sonst auch immer überlegen können um die Preissteigerungen zu begründen. Mal war es die Möglichkeit des Handy-Tickets, mal die Erweiterung nach Wolfsburg, mal der Mindestlohn usw.
Aber vielleicht bleibt ja nun bissel Geld für die Entwerter an den Bahnhöfen übrig (bei uns auf der Strecke seit anderthalb Jahren immer wieder bis dauerhaft defekt) oder besser noch für Automaten an den Bahnhöfen, denn guten Morgen S-A und guten Morgen Marego, seit 2019 müsst ihr die bezahlen und seid zum Aufstellen verpflichtet, so sieht es das Bundesgesetz vor, genauso wie es zum Jahreswechsel die Barierrefreiheit im ÖPNV vorschreibt. Doch auch davon dürfen wir hier trotz steigender Preise träumen und immer mehr werden vom ÖPNV ausgeschlossen.

August vor 49 Wochen

Mann baut neue Autobahnen und will das Elektroauto vermarkten wo kämen wir da hin wenn mann mit einer größeren Masse an Nahverkehrsnutzer die Preise senken würde die gestiegenen Kosten und
das Angebot sorgt schon dafür das auch bei angehobenen Spritpreisen das Auto favorit bleibt. Der einzigste der auf der Strecke bleibt ist der Kllimaschutz und die CO2 Reduzierung.

SusiB. vor 49 Wochen

Das ist richtig typisch der ÖPNV wird teurer und das Benzin unbezahlbar. Die Grünen wollen das wir kein Auto mehr fahren sollen und wie sollen normale und vor allem nicht so gutsituierte in die Stadt und aus der Stadt kommen?

Mehr aus Sachsen-Anhalt