Unterstützung in Rheinland-Pfalz Sachsen-Anhalts Polizei hilft in den Hochwasser-Regionen

Die Polizei Sachsen-Anhalt unterstützt ab der kommenden Woche die Einsatzkräfte in den Katastrophengebieten in Rheinland-Pfalz. 65 Beamte sowie drei Suchhunde seien auf dem Weg in die betroffenen Gebiete. Sie sollen nach vermissten Personen suchen.

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Einsatzkräfte der Polizei Sachsen-Anhalt werden in den Hochwasser-Gebieten in Rheinland-Pfalz helfen. Bildrechte: imago images / Christian Schroedter

Seit dieser Woche kämpfen viele Menschen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit dem Hochwasser und seinen schwerwiegenden Folgen. Ab der kommenden Woche wird auch die Bereitschaftspolizei Sachsen-Anhalt in den Katastrophengebieten in Rheinland-Pfalz im Einsatz sein. Wie das Innenministerium in Magdeburg am Sonntag mitteilte, hat Rheinland-Pfalz die Kräfte angefordert. Demnach werden insgesamt 62 Beamte der Bereitsschaftspolizei und drei Diensthundführer in den überfluteten Orten helfen.

Nach Angaben des Innenministeriums sollen die Beamten die Suche nach Vermissten unterstützen, Zufahrten kontrollieren und die Rettungswege freihalten. Zudem sorgten sie für Präsenz der Polizei, um Diebstähle vor Ort zu verhindern. Außerdem werde ein Toiletten-Kraftwagen der Technischen Einsatzeinheit zur Verfügung gestellt. Die Polizisten sollen den Informationen zufolge im Lauf des Sonntags beziehungsweise am Montag in den Einsatzraum reisen.

Weitere Einsatzkräfte aus Sachsen-Anhalt stehen bereit

Auch der Katastrophenschutz vom Deutschen Roten Kreuz in Naumburg und den Maltesern in Weißenfels befinden sich in Einsatzbereitschaft. Beide Verbände gehören zur Medical Taskforce, eine vom Bund gegründete Einheit für Katastrophenlagen wie in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT werden beide Einheiten vorerst noch nicht benötigt, wären aber bereit mit ihren Fahrzeugen in die betroffenen Regionen zu fahren.

Sachsen-Anhalt bisher vom Hochwasser verschont

Sachsen-Anhalt ist bisher von den Hochwassern verschont geblieben. Die 34 Talsperren im Land haben aktuell noch ausreichend Platz. Burkhard Henning, Geschäftsführer des Talsperrenbetriebs, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass ausreichend Freiraum in den Talsperren vorhanden sei. Das hänge damit zusammen, dass Sachsen-Anhalt von dem Tiefdruckgebiet quasi nicht betroffen gewesen war.

In Sachsen sieht das anders aus: Heftige Unwetter haben sich dort am Sonnabend entladen. Wegen Überschwemmungen und Hangrutschen rückten Rettungskräfte vor allem in der Sächsischen Schweiz und in Ostsachsen zu hunderten Einsätzen aus. Zwischen Dresden und Prag ist der Zugverkehr eingestellt, nachdem Schlammlawinen die Gleise unter sich begruben.

Quelle: MDR/Johanna Daher, Marie Luise Luther

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 17. Juli 2021 | 19:00 Uhr

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