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Tief Tristan

Räumdienste kämpfen gegen Schnee-Chaos in Sachsen-Anhalt

Stand: 08. Februar 2021, 16:49 Uhr

Das Tief Tristan führte auch am Montag in Sachsen-Anhalt auf vielen Straßen zu Chaos. Die Winterdienste waren den ganzen Tag im Einsatz, doch der anhaltende Schneefall machte ihre Bemühungen oft schnell wieder zunichte.

Der seit Sonntag anhaltende Schneefall hat zu Unfällen auf den Straßen in Sachsen-Anhalt geführt – laut Angaben der Polizei kam aber niemand zu ernsthaftem Schaden.

Die Winterdienste im Land waren den ganzen Montag im Dauereinsatz. Dabei konzentrierten sie sich vor allem auf die Wege, die für Rettungsdienste wichtig sind. So wurde beim Harzklinikum in Erxleben seit Montagmorgen um 4 Uhr Schnee geräumt. Da es vielerorts auch am Montag noch schneite, wurde meist auf Streusalz verzichtet, da dieses nicht ausreichend wirkt und Glatteis erzeugen würde.

Aufgrund der Schneemassen kamen etwa in Sangerhausen die kleineren Multicar-Räumfahrzeuge nicht mehr durch. Daher blieben laut einer Sprecherin der Stadt nur die Großfahrzeuge und Radlader. Auch die Feuerwehren hätten bei der Räumung geholfen, insbesondere bei liegengebliebenen Autos. Bis die Straßen wieder halbwegs normal befahrbar sind, werde es jedoch noch einige Zeit dauern.

Der Öffentliche Nahverkehr kam in vielen Städten zum erliegen oder war stark eingeschränkt. So sind in Magdeburg den gesamten Montag über keine Straßenbahnen gefahren. Die MVB hoffen, dass ab Dienstag einzelne Straßenbahn-Linien wieder fahren können.

Keine Müllabfuhr, keine Post und keine Impfungen

Im Harz, in Halle und im Saalekreis kam die Müllabfuhr nicht gegen den Schnee an, daher werden die Tonnenam Montag nicht geleert. Auch die Wertstoffhöfe bleiben im Harz am Montag geschlossen.

Durch den vielen Schnee sind die Paket- und Lieferdienste massiv beeinträchtigt. Das Paketzentrum der Deutschen Post in Osterweddingen war kaum arbeitsfähig. DHL-Sprecher Mennenga sagte MDR SACHSEN-ANHALT, wegen der winterlichen Straßenverhältnisse werde man nicht termingerecht beliefert. Das betreffe auch das Briefzentrum bei Hohenthurm.

In Mansfeld-Südharz bleibt das Impfzentrum geschlossen. Laut Landkreis konnte nicht sichergestellt werden, dass trotz des Wetters genug Personal zur Arbeit erscheinen konnte, um das Impfzentrum zu betreiben.

Zugeschneite Straßen Schnee, Schnee, Schnee: Weiße Farbenpracht auch zum Start in die neue Woche

Winterwunderland Sachsen-Anhalt: Nachdem stundenlanger Schneefall schon am Sonntag für eine dichte Schneedecke gesorgt hatte, ist die Lage seit Montagmorgen noch einmal angespannter – wie hier in Halle. Bildrechte: dpa
Nicht nur am Stadtrand kam der Verkehr am Montagmorgen gehörig ins Stocken. Wer mit dem Auto unterwegs war, musste Geduld haben. Bildrechte: dpa
Voraussetzung: Man war überhaupt aus der Parklücke gekommen – wegen hoher Schneeberge immer wieder eine herausfordernde Angelegenheit. Bildrechte: dpa
Das werden auch die Besitzerinnen und Besitzer einiger dieser Autos zu spüren bekommen, die im Magdeburger Stadtteil Stadtfeld eingeschneit wurden. Bildrechte: MDR/Susanne Ahrens
Wer konnte, ließ Rad und Auto sowieso am besten stehen und machte sich zu Fuß auf den Weg. Definitiv die sicherste Variante! Bildrechte: MDR/Susanne Ahrens
Entsprechend verwaist waren mitunter eigentlich stark befahrene Kreuzungen wie hier an der Diesdorfer Straße in Magdeburg. Bildrechte: MDR/Susanne Ahrens
Das Schöne: Bei all den Problemen auf den Straßen bot die lange nicht gehabte Menge Schnee doch schöne Ansichten – hier entlang der Schrote in Magdeburg. Bildrechte: MDR/Susanne Ahrens
Die beste Art der Fortbewegung dieser Zeit: Der Schlitten. Bildrechte: MDR/David Fuhrmann
Wie dieses Bild beweist, denn viele Autos blieben im Schnee liegen ... Bildrechte: MDR/David Fuhrmann
... wenn sie denn überhaupt unter all dem Schnee gefunden wurden. Bildrechte: MDR/David Fuhrmann
Besonders schön auch der Marktplatz in Wernigerode. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Weniger schön hingegen ist dieser liegengebliebene LKW, der in den engen Gassen Wernigerodes nicht durch die Gassen kam. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Keine leichte Aufgabe für Hausbesitzer: Fußwege freihalten – besonders im Landkreis Harz sind die Schneeberge enorm gewachsen. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Dass es für den Öffentlichen Nahverkehr auch am Montag schwierig werden würde, konnte ahnen, wer in der Nacht zu Montag diese zugeschneiten Weichen sah. Die Schienen waren nur rund um die Weichenheizung zu erahnen. Bildrechte: MDR/André Plaul
Heute Morgen wie auch jetzt, später am Tag, gilt: Die Fahrt über verschneite Straßen gestaltet sich herausfordernd. Bildrechte: MDR/André Plaul
Bis zum Nachmittag könnte weiterer Schnee fallen, kündigte der Deutsche Wetterdienst an. Bildrechte: MDR/André Plaul
Dabei gilt, egal ob zu Fuß oder per Auto: Bitte passen Sie auf sich auf! Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer
Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 08.02.2021 | 05:00 Uhr

MDR/Luca Deutschländer
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Unfälle und Behinderungen

Durch Unfälle waren am Montag einige Straßen blockiert, so etwa die Auffahrt Könnern der Autobahn 14 wegen eines liegengebliebenen Lastwagens. Auf der B180 kam es in Richtung Eisleben am Abzweig Westdorf zu Behinderungen. Auf der B248 bei Siedenlangenbeck stand ein festgefahrener Lkw.

Die Innenstadt in Harzgerode wurde für den Autoverkehr gesperrt. Das teilte Bürgermeister Marcus Weise MDR SACHSEN-ANHALT mit. Grund war demnach, dass sich immer mehr Autos in der Stadt festgefahren hatten.

MDR/Max Schörm, Luca Deutschländer

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 08. Februar 2021 | 06:00 Uhr

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