Polizei registriert mehrere Unfälle Glatte Straßen in Sachsen-Anhalt – Ansturm im Harz: Parken teilweise verboten

Der Winter ist da – und mit ihm der erste nennenswerte Schneefall im Flachland. Die Folge: In mehreren Teilen des Landes ist es glatt auf den Straßen. Die Polizei hat schon die ersten Unfälle registriert. Wegen des Besucherandrangs im Harz wurde in Schierke das Parken entlang mehrerer Straßen verboten.

Ein Räumfahrzeug des Winterdienstes fährt auf glatter Straße.
Auf mehreren Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen in Sachsen-Anhalt waren am Sonntag Fahrzeuge des Winterdienstes unterwegs. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

In Teilen Sachsen-Anhalts sorgt Schneefall seit Sonntagmorgen für glatte Straßen. Wie die Polizei mitteilte, haben sich schon mehrere witterungsbedingte Unfälle ereignet. Betroffen ist aktuell vor allem die Autobahn 9. Dort behindere starker Schneefall den Verkehr, hieß es. Zwischen Vockerode und Coswig und zwischen Brück und Niemegk seien Lastwagen in die Mittelleitplanke gefahren. Der Verkehr wurde dort an der Unfallstelle vorbeigeführt.

Schlechte Sicht auf den Autobahnen

Mit Schneematsch bedeckte Straße
Fast überall im Land kam am Sonntag Schnee herunter. Bildrechte: MDR/Thomas Schulz

Probleme gab es auch auf der Autobahn 2: Zwischen Wollin und Ziesar in Brandenburg ist laut Polizei am Morgen ein Auto von der Fahrbahn abgekommen und in den Graben gerutscht. Die Polizei sprach bei MDR SACHSEN-ANHALT von unangepasster Geschwindigkeit als Ursache für den Unfall. Zwei Menschen wurden demnach verletzt. Die A2 war in Richtung Magdeburg bis zum Vormittag gesperrt.

Reporter von MDR SACHSEN-ANHALT berichten, dass es auch anderswo in Sachsen-Anhalt zu Unfällen kam: Auf der Bundesstraße 1 zwischen Magdeburg und Irxleben stießen demnach drei Autos zusammen. Auf der A2 bei Uhrsleben hat es ebenfalls gekracht. Auf der Autobahn wurde das Tempolimit wegen schlechter Sicht auf 60 Kilometer pro Stunde heruntergesetzt.

Ansturm im Harz: Parken entlang mehrerer Straßen verboten

Zu einem Andrang von Besucherinnen und Besuchern kam es am Sonntag erneut im Harz. Wie die Stadt Wernigerode am Sonntag mitteilte, war zeitweise nicht mehr zu gewährleisten, dass alle Rettungswege frei bleiben. Man habe deshalb das Parken entlang mehrerer Straßen – zum Beispiel der Brockenstraße in Schierke – verboten. Stadtsprecherin Petra Bothe sagte, schon bei der Anreise in den Oberharz hätten sich kilometerlange Staus gebildet. Die Parkplatzsuche sei nahezu aussichtlos gewesen.

Absperrung vor einer zugeschneiten Straße in Schierke
Wegen des Andrangs griff die Stadt Wernigerode am Sonntag zu drastischeren Mitteln und untersagte das Parken entlang einiger Straßen. Bildrechte: Torsten Friedrich

Die Stadt Wernigerode hatte erst am Sonntagmorgen erneut appelliert, von Ausflügen in den winterlichen Harz abzusehen. Auf der Website der Stadt hieß es, man bitte die Menschen inständig darum, von einem Ausflug in den Oberharz abzusehen. Hintergrund: Erst am Sonnabend hatten sich im niedersächsischen Teil des Harzes rund um Torfhaus kilometerlange Staus gebildet. Hinzu kommt dem Appell zufolge die Sorge um die Sicherheit der Gäste und der Menschen vor Ort angesichts der Corona-Pandemie.

Schnee bis ins Tiefland

Laut Deutschem Wetterdienst fiel am Sonntag bis ins Tiefland verbreitet Schnee. Nur im Norden des Landes bekamen Menschen lediglich Schneeregen und Regen ab. Im Harz wurde am Sonntag mit bis zu 15 Zentimetern Neuschnee gerechnet.

Quelle: MDR/ld

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 03. Januar 2021 | 10:00 Uhr

4 Kommentare

Gerald G. vor 18 Wochen

Wer nicht hören will, muss eben fühlen. Es gibt doch im Harz bestimmt ein paar Schweinemastanlagen, die nicht wissen, wohin mit ihrer Gülle. An den neuralgischen Punkten einfach mal einen breiten Streifen von dem Zeug ausbringen, das Aroma regelt den Rest. Ist auch biologisch abbaubar.

Nordharzer vor 18 Wochen

Es lag nur indirekt am Schnee, dass nichts mehr lief. Der Schnee zieht zu viele Besucher in den Harz und an den L 100 von Wernigerode nach Schierke, der B27 von Königshütte nach Braunlage und der L 99 Elend nach Schierke gibt es für die Massen keine ausreichenden Parkplätze. Wenn dann, wie häufig zu sehen, rücksichtslos am Fahrbahn Rand geparkt wird, dann werden die Straßen automatisch einspurig und es geht nichts mehr. Es liegt nicht am Winterdienst, nicht am Schnee, es liegt an jedem einzelnen, der meint, für ihn gelte die StVO nicht.

Steffen 1978 vor 18 Wochen

Ganz überraschend haben wir im Januar Winter,bisschen Schnee und schon läuft nichts mehr als ob wir Alpine Verhältnisse haben...was passiert wenn wir mal einen richtigen Winter haben mit -20 Grad und 50cm Schnee

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