Immer mehr Mitglieder Schützenvereine in Sachsen-Anhalt wachsen

Die Schützenvereine in Sachsen-Anhalt gewinnen immer mehr Mitglieder. Nach Angaben des Landesverbandes setzt sich damit ein jahrelanger Trend fort. Besonders stark sind die Vereine im Harz aufgestellt. Aber: Die Vereine sind im Durchschnitt eher alt.

Ein Mann mit geschultertem Gewehr
Vor allem ältere Männer sind in Sachsen-Anhalts Schützenvereinen aktiv. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Schützenvereine in Sachsen-Anhalt haben trotz der Pandemie mehr Mitglieder gewonnen. Laut dem Landesschützenverband steigt die Zahl der Mitglieder seit sechs Jahren immer weiter an.

Schützenvereine vor allem im Harz gut aufgestellt

Es gibt etwa 450 Schützenvereine im Land, in denen derzeit rund 19.700 Menschen Mitglied sind. Im Jahr 2014 waren es noch etwa 1.700 Mitglieder weniger. Ein Sprecher sagte, vor allem im ländlichen Raum und insbesondere im Harz seien die Vereine stark aufgestellt.

Etwa sieben Prozent aller Mitglieder in Sachsen-Anhalt seien jünger als 20 Jahre, die Hälfte aller Mitglieder seien 56 Jahre oder älter. Frauen machen nach Angaben des Verbands ein Fünftel aller Schützen aus.

Corona legte Vereinsleben lahm

Sachsen-Anhalt und Sachsen sind nach Angaben des Verbands die einzigen Länder, in denen die Zahlen steigen. Der Deutsche Schützenbund zählt bundesweit rund 1,3 Millionen Mitglieder.

Die Pandemie hat die Vereine nach Aussage eines Verbandssprechers trotzdem getroffen, weil Schützenfeste, Mitgliederversammlungen und andere Veranstaltungen ausfallen mussten. Im vergangenen Jahr waren wegen der Corona-Einschränkungen fast alle Landesmeisterschaften abgesagt worden. In 2021 seien prophylaktisch keine Titelkämpfe auf Landesebene durchgeführt worden.

dpa,MDR/Julia Heundorf

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 17. Oktober 2021 | 15:00 Uhr

24 Kommentare

faultier vor 6 Wochen

Was schreiben sie denn für einen HanebüchenenUnsinn das Dörfler(Abwertend) Kindesmissbrauch decken würden um keinen Äger zu kriegen ,holen sie sich mal Hilfe aber schleunigst.

Simone vor 6 Wochen

@Altmagdeburger

Die Anfrage eines Führungszeugnisses ist Usus vor Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis.

Ansonsten ist es aber ein Glücksfall, wenn z.B. unsachgemäßer Umgang mit den Waffen den Behörden zur Kenntnis gelangt. Ob der Opa die Waffe wie vorgesehen in einem entsprechendem Schrank versperrt hat und getrennt von der Munition aufbewahrt hat, das wird das Amt nie erfahren, denn es meldet sich ja zu seinen Besuchen an und Opa wäre blöd, wenn er die Waffe dann im Nachttisch liegen hätte oder den Schlüssel zum Waffenschrank am Schlüsselbrett.

Ich mache mir auch mehr Sorgen um die Rechtsextremisten die in solchen Vereinen wohl eine gute Gelegenheit sehen dürften den Umgang mit Waffen zu erlernen und mit einer Waffenbesitzkarte auch Zugang zu scharfer Munition hätten. Ich zweifle daran, dass die Vereinsbrüder solche Extremisten melden und rausschmeißen würden.

Lavendel vor 6 Wochen

@nilux

Nö es geht um Schützenvereine und dass diese Zulauf haben. Wenn manche Menschen dies mit gemischten Gefühlen und Bauchweh sehen, dann ist das ebenfalls etwas, was man kommentieren kann. Es ist ja nicht so, dass in Sachsen-Anhalt rechtsextremistische Gewaltstraftaten nicht weit über dem Bundesdurchschnitt liegen.

Siehe: Statista.com "Rechte Gewalt in den Bundesländern 2018"

Die Häufigkeit rechter Gewalt liegt um den Faktor 8,5 mal höher als in Bayern. Da sollte man wohl sehr genau hinschauen, wer in so einem Schützenverein aufgenommen wird. Dumm nur, wenn, wie die Wahlergebnisse vermuten lassen, wohl auch in diesen Vereinen bereits eine zu hohe Zahl von radikalisierten Menschen anzutreffen ist.

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