Section Control Land will Streckenradar gegen Temposünder einsetzen

Sachsen-Anhalt will mit neuer Technik Jagd auf Raser machen. Mit der Einführung eines Streckenradars folgt das Land einer Empfehlung aus Niedersachsen. Zum Einsatz könnten die Geräte unter anderem an speziellen Autobahnabschnitten kommen.

Hannover, Streckenradar Section Control, Die Anlage an der B6 bei Laatzen (Region Hannover) ermittelt die Durchschnittsgeschwindigkeit auf einer rund zwei Kilometer langen Strecke - und nicht nur das Tempo an einer bestimmten Stelle. Dafür werden kurzfristig die Kennzeichen aller vorbeifahrenden Autos erfasst.
Wie hier in Niedersachsen soll das Streckenradar bald auch in Sachsen-Anhalt eingesetzt werden. Bildrechte: imago images / localpic

Sachsen-Anhalt will an Unfallschwerpunkten künftig neue Technik einsetzen – sogenannte Section Control-Anlagen. Das sind Streckenradar-Geräte zur Geschwindigkeitsüberwachung. Dabei wird das Tempo nicht wie mit einem Blitzer an einer einzelnen Stelle erfasst, sondern die durchschnittliche Geschwindigkeit auf einer Strecke ermittelt. Alle Fahrzeuge werden automatisch beim Einfahren in den Streckenabschnitt und beim Ausfahren registriert.

Streckenradar soll an Schwerpunkten angekündigt werden

Laut Innenministerium will sich das Kabinett im ersten Halbjahr mit dem Projekt befassen. Für die Section Control muss das Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung geändert werden, das könnte bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Die Abschnittskontrollen werden jeweils angekündigt, wie Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) sagt: "Das Instrument soll an klaren Verkehrsunfallschwerpunkten zum Einsatz kommen." Dazu könnten beispielsweise bestimmte Autobahnabschnitte gehören.

Wir müssen zur Umsetzung noch Technik anschaffen.

Tamara Zieschang Innenministerin von Sachsen-Anhalt

Gericht weist Klage gegen Section Control ab

In Niedersachsen gibt es die Section Control bereits südlich von Hannover. Die Abschnittskontrolle sei eine der innovativsten Verkehrsüberwachungstechniken, heißt es in einem Abschlussbericht zu dem Pilotprojekt an der Bundesstraße 6. Dort ist die Strecke, auf der gemessen wird, 2,2 Kilometer lang. Anderen Ländern wird in dem Abschlussbericht empfohlen, die Section Control ebenfalls im eigenen Streckennetz einzusetzen.

Allerdings wurde die Anlage bei Hannover im Nachbarland von Sachsen-Anhalt mehrfach wegen datenschutzrechtlicher Bedenken angefochten. Sie ging jedoch wieder in Betrieb, nachdem das niedersächsische Oberverwaltungsgericht die Klage abgewiesen hatte.

dpa, MDR (Gero Hirschelmann)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 08. März 2022 | 08:00 Uhr

21 Kommentare

Sachsin vor 39 Wochen

dümmer geht bei dem wohl immer, hoffe echte Soldaten sind nicht so blöde AKW Jammerer
hier geht es um Streckenradar um neue Blitzergeschwindigkeits Messungen

Gerd Mueller vor 39 Wochen

Trolle geht es zu gut, missbrauchen Kommentarmöglichkeiten mit Abzocke und AKW statt Notwendigkeit unserer Sicherheit im Straßenverkehr zu sehen. Die Aufkleber Werbung Sei lieb im Verkehr, waren lustig aber "klagende" Raser sind nur durch Beleg auszubremsen.

Gerd Mueller vor 39 Wochen

richtig Lesen Ralf Richter bildet denn Gericht wies Klage gegen Section Control ab und in Niedersachsen gibt es die Section Control bereits als eine der innovativsten Verkehrsüberwachungstechniken.

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