Bundeswehr Militär-Manöver im Norden von Sachsen-Anhalt

Seit Montag hält die Bundeswehr an zwei Punkten im Norden von Sachsen-Anhalt Manöver ab. Hunderte Bundeswehr-Fahrzeuge werden auf den Straßen bei Klietz unterwegs sein, bei Altengrabow wird es laut Bundeswehr "erhöhten Flugbetrieb" geben.

Ein Puma-Schützenpanzer fährt auf eine Schwimmschnellbrücke Amphibie M3.
Archivbild der Übung "Wettiner Schwert" von Anfang April. Diesmal wird u.a. das Manöver "Wettiner Heide" durchgeführt. Bildrechte: MDR/Johannes Hornemann

Im Norden von Sachsen-Anhalt haben am Montag mehrere Militärübungen begonnen – auf und um den Truppenübungsplatz Klietz im Landkreis Stendal und auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow im Landkreis Jerichower Land. Deshalb werden vermehrt Bundeswehr-Fahrzeuge und Flugzeuge zu sehen und zu hören sein. Laut Landeskommando der Bundeswehr stehen die Manöver der Panzergrenadierbrigade 37 "Freistaat Sachsen" bzw. des Verbindungskommandos Luftwaffe der 10. Panzerdivision nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt.

400 Bundeswehr-Fahrzeuge

Soldaten und Panzer überqueren Gewässer
Archivbild des "Gewässerübergangs über die Elbe": Auch Anfang Mai werden die Soldaten die Elbe zur Übung überqueren. Bildrechte: Landeskommando SACHSEN-ANHALT, Pressestelle

Bei Klietz wird es laut Bundeswehr bis 20. Mai "Manöver-Bewegungen im öffentlichen Raum" geben. 600 Soldaten, 400 Rad- und zwei Kettenfahrzeuge nehmen teil. Anwohner müssen auf der gesamten Bundesstraße 188 sowie auf der Strecke vom Truppenübungsplatz über Gardelegen und Beetzendorf zur B 248 mit Truppenbewegungen rechnen.

Zudem werden die Soldaten kurzzeitig eine "Logistische Basis" südlich von Magdeburg errichten. Auch das Übersetzen über die Elbe bei Klietz und ein Gefechtsmarsch über öffentliche Straßen zu den Truppenübungsplätzen Bergen und Munster in Niedersachsen sind geplant.

Mit Schäden wird offenbar gerechnet

Von der Bundeswehr heißt es für den Zeitraum der Übung: "Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich von Einrichtungen der übenden Truppe fernzuhalten." Mögliche Schäden, die durch das Manöver entstehen, können per Formular bei der Bundeswehr eingereicht werden. Anträge hierfür sind bei den zuständigen Landkreisen und kreisfreien Städten erhältlich.

Fluglärm angekündigt

Truppenübungsplatz Altengrabow
Die Übung auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow soll fünf Tage dauern. Bildrechte: MDR/Michael Maack

Für Altengrabow kündigt die Bundeswehr bis 6. Mai erhöhten Flugbetrieb auf und über dem Truppenübungsplatz an. Es handele sich um eine Zertifizierungs-Übung für "Joint Fire Support", eine Art Weiterbildung für bereits ausgebildete Beobachter am Boden. Sie beobachten Ziele, markieren sie und koordinieren Luft- oder Artillerieangriffe. Es wird nicht mit scharfer Munition geschossen. Zu den Uhrzeiten der Übung sowie zur Anzahl der erwarteten Flugzeuge gibt es aus Sicherheitsgründen keine Angaben.

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MDR (Luise Kotulla)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 02. Mai 2022 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

Jedimeister Joda vor 15 Wochen

Krieg ist Scheiße und Kriegsspiele sind auch Scheiße. Flieht ihr Narren.

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