Regionalstudio Stendal - Nachrichten


Juristisches Nachspiel für Havelberger Pilgerer

Die Pilgertour des Vereins "Pro Krankenhaus Havelberg" hat ein juristisches Nachspiel. Der Verein hat nun Post vom Ordnungsamt des Landkreises Stendal bekommen. Es sei gegen Corona-Auflagen verstoßen worden, heißt es. Es droht ein Bußgeld von 1500 Euro. Am Tag des Pilgeraufbruchs hatte die Kreisverwaltung die Demonstration wegen der Corona-Pandemie untersagt. Einige Mitglieder seien daraufhin privat und unter Einhaltung der Hygieneregeln losgelaufen, sagt der Vereinsvorsitzende Holger Schulz. Durch ihre bedruckten T-Shirts hätten sie aber den Eindruck einen Demonstration erweckt, so der Vorwurf. Deshalb müssen sich die Mitglieder nun beim Ordnungsamt erklären. Vor zwei Wochen waren sie in mehreren Etappen zu einer Pilgertour nach Magdeburg aufgebrochen. Die Vereinsmitglieder wollten mit einer Unterschriftenliste an das Sozialministerium ein Zeichen für eine bessere medizinsische Versorgung im Raum Havelberg setzen. Auf der Tour wurden sie auch vom Stendaler Landrat am Landratsamt empfangen. Seine Behörden droht nun mit Bußgeld.


Landrat dialogbereit gegenüber Baumbesetzern

Der Stendaler Landrat Patrick Puhlmann ist bereit zum Dialog mit den Baumbesetztern im Losser Forst, möchte sich aber nicht instrumentalisieren lassen. Die Protestierenden könnten gerne zu ihm ins Landratsamt kommen, um dort über das Thema Mobilität zu diskutieren, teilte der Landrat in einer Presseerklärung mit. Er reagierte damit auf die Baumbesetzter, die ihn ihrerseits in einer Pressemitteilung zu einem Gespräch eingeladen hatten. Puhlmann äußerte jedoch Zweifel daran, dass es eine wirkliche Dialogbereitschaft der Protestierenden gebe. Ihnen gehe es ganz offensichtlich nur vielmehr um öffentliche Aufmerksamkeit. Er selbst sei im Vorfeld jedenfalls nie von ihnen auf den A14-Bau angesprochen worden. Der Landrat hatte den Baumbesetzern, die gegen den Weiterbau der A14 demonstrieren, am Donnerstag eine Frist von fünf Tagen zur Räumung gegeben.


Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs

Heute vor 76 Jahren am 8. Mai endete der Zweite Weltkrieg. Auch in Corona-Zeiten wird in der Region an diesen Tag der Befreiung gedacht. Um halb zwölf wird Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof einen Kranz niederlegen. Auf dem Friedhof in der Lüderitzer Straße sind laut Stadt über 300 Opfer des Zweiten Weltkriegs beigesetzt, darunter sowjetische Soldaten, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Auf dem Winkelmannplatz lädt das Bündnis "Herz statt Hetze" ab 10 Uhr zum öffentlichen Gedenken. In Seehausen wird dem Tag der Befreiung ab 11 Uhr im Schillerhain gedacht. Das Bündnis "Seehausen links" spricht Worte des Gedenkens. Auch in Gardelegen und Salzwedel wollen die Bürgermeisterinnen Kränze niederlegen.


Windberge im MDR-Fernsehen mit Dorfgeschichten

In der MDR-Sendung "Sachsen-Anhalt heute" macht Moderatorin Susi Brandt wieder einen Abstecher in die Altmark. Heute geht es um Dorfgeschichten aus Windberge. Sie trifft dort unter anderem den Windberger Friedrich Kolch bei der Gartenarbeit. Heute ist er Rentner, früher war er mal Ingenieur in der Landwirtschaft. In Windberge wohnt er schon fast sein ganzes Leben und heute freut er sich, dass seine Tochter und die drei Enkelsöhne ebenfalls mit auf dem Hof leben. Zu sehen am heutigen Sonnabend ab 19 Uhr im MDR-Fernsehen.

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