Pegel sinkt spürbar Klimawandel: Arendsee verliert immer weiter Wasser

Der Arendsee hat durch die Trockenheit in den vergangenen Jahren 60 Millionen Liter Wasser verloren. Der Pegel ist spürbar gesunken. Dem See fehlt ein natürlicher Zufluss. Außerdem muss die See-Tribüne abgebaut werden.

Fischerboot auf einem See.
Die Trockenheit der vergangenen Jahre hat dem Arendsee zugesetzt. (Symbolbild) Bildrechte: MDR/Stefan Hellem

Der Klimawandel hinterlässt im Altmarkkreis Salzwedel Spuren am und im Arendsee. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT hat der See in den vergangenen drei Jahren 60 Millionen Liter Wasser verloren. Der Bürgermeister der Stadt Arendsee, Norman Klebe (CDU), sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man habe von 2017 bis 2019 drei extrem heiße Sommer in Folge gehabt. Da der See keinen natürlichen Zufluss habe, könne man sehen, wie der Grundwasserpegel abgefallen sei.

Das hat Folgen. Die Rutschen des Strandbads können zurzeit nicht mehr mit See-Wasser benetzt werden. Die bisherigen Pumpen ziehen kein Wasser mehr und müssen innerhalb des Sees weiter nach hinten versetzt werden. Außerdem verschlechtern sich die Bedingungen für die Ausflugsfahrten des Dampfers "Queen Arendsee".

See-Tribüne muss abgebaut werden

Darüber hinaus kündigte Klebe an, dass die hölzerne See-Tribüne im Arendsee abgebaut werden muss. Das untere Holz sei mit Schwamm befallen. Die Tribüne ist bisher nur selten genutzt worden. Der Bürgermeister kündigte an, für Ersatz sorgen zu wollen. Genaueres sagte er dazu noch nicht. Nach aktuellem Stand bleibt die jetzige See-Tribüne nur noch dieses Jahr stehen.

Die Badesaison im Strandbad des Arendsees kann trotz allem nun beginnen. Wie die Stadt mitteilte, hat sie einen Rettungsschwimmer angestellt. Damit kann die Badeanstalt öffnen.

MDR/Katharina Häckl, Mario Köhne

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 07. Juli 2021 | 13:40 Uhr

1 Kommentar

Rotti vor 11 Wochen

Das hatte es schon vor vielen Jahren auch so oder vielleicht noch schlimmer gegeben! Und da sprangen keine Klimaverschwörer rum. Der See ist eben Natur und Bio sozusagen.

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