Nach Gerichtsentscheid Linke will Plan zur Schließung der Giftschlamm-Deponie in Brüchau

Die Linke in Sachsen-Anhalt fordert einen schnellen Plan, wie die Giftschlamm-Deponie in Brüchau geschlossen werden kann. Das Gericht in Magdeburg hatte zuvor entschieden, dass der Betreiber einen solchen Plan vorlegen muss. Das Verfahren ist allerdings noch nicht beendet.

Techniker in Schutzanzügen nehmen Messungen vor.
Die Deponie Brüchau wurden bereits in der DDR genutzt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nach einer Gerichtsentscheidung zur Giftschlammdeponie in Brüchau im Altmarkkreis Salzwedel fordert die Linke in Sachsen-Anhalt den Betreiber Neptune Energy auf, schnell einen Betriebsplan zur Schließung der Grube vorzulegen.

Schadstoffe im Grundwasser

Der Umweltpolitische Sprecher der Partei, Hendrik Lange, sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Donnerstag, es brauche einen Zeitplan, wie und wann die Grube ausgebaggert werden solle. In der Deponie Brüchau wurden bereits in der DDR Giftstoffe wie Quecksilber verklappt. Ein Gutachten ergab, dass diese Stoffe ins Grundwasser einsickern können.

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Verfahren noch nicht beendet

Das Oberverwaltungsgericht Magdeburg hatte in der vergangenen Woche vorläufig entschieden, dass die Betreiberfirma Neptune Energy einen Plan zur Ausbaggerung vorlegen muss. Dazu erklärt die umweltpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, Sandra Hietel: "Das ist eine sehr gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger der Region und eine sehr gute Nachricht für unsere Umwelt." Der Betreiber müsse der Anordnung der zuständigen Behörde nun Folge leisten.

Das Verfahren ist in der Hauptsache aber noch nicht entschieden. Im Wirtschaftsausschuss des Landtages soll über die Giftschlamm-Deponie noch einmal bei der nächsten Sitzung beraten werden.

MDR/Max Schörm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 11. November 2021 | 15:00 Uhr

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