Mindestens 15 Feuer gelegt Serienbrandstifter von Arneburg zu langen Haftstrafen verurteilt

Das Landgericht Stendal hat zwei Männer verurteilt, die im Zeitraum von zwei Jahren im Raum Arneburg mindestens 15 Feuer gelegt haben sollen. Dabei war ein Schaden von rund 500.000 Euro entstanden. Die Brandserie hatte in der Region für viel Unruhe gesorgt.

Mehrere Menschen während eines Prozesses in einem Gerichtssaal.
Im Mai begann der Prozess gegen die Brandstifter von Arneburg. (Archivfoto) Bildrechte: MDR/Bernd-Volker Brahms

Zwei Männer aus dem Landkreis Stendal müssen für mindestens 15 Brandstiftungen mehrere Jahre hinter Gitter. Das hat das Landgericht in Stendal am Donnerstag entschieden. Ein 34 Jahre alter Mann wurde zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der mehrfach vorbestrafte Mann hatte sich nur zögerlich zu der Brandserie geäußert und zunächst alles abgestritten.

Zwei Jahre lang unentdeckt

Die beiden Angeklagten kennen sich seit Kindertagen. Der zweite Angeklagte war von Anfang an geständig. Er muss für zwei Jahre und neun Monate hinter Gitter.

Seit Juli 2018 hatten die Männer im Raum Arneburg vor allem alte leerstehende Gebäude und Stallungen, aber auch Strohballen angezündet. Laut Staatsanwaltschaft summiert sich der Schaden auf rund eine halbe Million Euro.

Motive bleiben unklar

Die Motive der Täter blieben auch im Prozess im Unklaren. Sie zündelten meist in der Nacht. Oft waren sie dabei betrunken oder standen unter Drogeneinfluss. Im Herbst vergangenen Jahres konnten sie gestellt werden. Die Brandserie sorgte in der Region Arneburg für erhebliche Unruhe. Zuletzt hatten Geschäftsleute Geld gesammelt, um die Täter zu ergreifen.

MDR/Bernd-Volker Brahms, Mario Köhne

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 08. Juli 2021 | 16:30 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus Altmark und Elb-Havel-Winkel

Mehr aus Sachsen-Anhalt