Videoschalte mit acht jungen Ehrenamtlichen Junger Stendaler im Chat mit Bundespräsident Steinmeier

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender haben am Mittwoch mit acht jungen ehrenamtlich Engagierten und Auszubildenden über ihre Situation in der Corona-Pandemie gesprochen. Unter ihnen war auch ein 21 Jahre alter Stendaler.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender unterhalten sich per Videoschalte mit jungen Menschen
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender unterhalten sich per Videoschalte mit jungen Menschen. Bildrechte: dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender haben sich am Mittwoch im Schloss Bellevue per Videoschalte mit acht jungen ehrenamtlich Engagierten und Auszubildenden aus Berlin, Freiburg im Breisgau, Fürth, Hamburg und Stendal zu ihrer Situation in der Corona-Pandemie getroffen und ausgetauscht. Mit dabei war auch der Stendaler Kenny-Lee Richter.

Junger Mann spricht in ein Mikrofon
Auch Kenny-Lee Richter war am Mittwoch in der Gesprächsrunde mit dem Bundespräsidenten dabei. Bildrechte: MDR/Jan-Malte Wagener

Diese Ehre wurde dem Erzieher wegen seines großen ehrenamtlichen Engagements zuteil. Kenny-Lee Richter ist 21 Jahre alt und Auszubildender im dritten Ausbildungsjahr zum Erzieher an der Fachschule Sozialpädagogik Stendal. Er ist im Kreis- und Landesschülerrat aktiv, ist Delegierter der Bundesschülerkonferenz und Mitglied im Jugendpanel "youpaN".

Anlass für die Runde: Steinmeier wollte wissen: Wie geht es der Jugend in der Corona-Krise? Wie wirkt sich die aktuelle Situation aufs Ehrenamt aus?

Steinmeier: Nicht gleich wieder Kitas und Schulen schließen

In der Runde rief Steinmeier dazu auf, in der dritten Welle der Corona-Pandemie nach Möglichkeit nicht gleich wieder alle Schulen und Kitas zu schließen. Die dritte Welle der Pandemie setze besonders Kitas, Schulen, Universitäten und Ausbildungsbetriebe erneut unter enormen Druck, so Steinmeier.

Was wir brauchen, das sind kluge, regional passende Lösungen, die zum einen natürlich die besorgniserregende Pandemielage sehr ernst nehmen – zum anderen aber die genauso schwerwiegenden Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen im Land mit in den Blick nehmen.

Frank-Walter Steinmeier

Monatelang hätten Kinder, Jugendliche und junge Menschen nicht in Kitas, Schulen und Universität gehen dürfen. Wenn sie nun wieder als Erste wieder zurückstecken müssten, bliebe das nicht ohne Folgen.

Schüler und Auszubildende berichten von ihrer Situation

In der Diskussionsrunde berichteten Schüler, Auszubildende und eine Studentin dem Bundespräsidenten über ihre aktuelle Situation. Steinmeier betonte, die jungen Menschen hätten in der Krise eine "enorme Solidarität" gezeigt und tiefe Einschnitte auf sich genommen, um die besonders Gefährdeten, die Älteren, zu schützen. Zu den Jugendlichen sagte er: "Jetzt ist es an uns, den Älteren, Solidarität mit Ihnen zu zeigen, damit Sie nicht noch länger ausgebremst sind, sondern möglichst gut und vor allem möglichst schnell in ihre eigene Zukunft und neue Zukunftsplanungen starten können."

Weil es einiges zu besprechen gab, dauerte das Gespräch mit knapp zwei Stunden auch länger als geplant. Für den Stendaler Kenny-Lee Richter war es nach eigenen Aussagen ein unvergessliches Erlebnis. Sein Fazit: "Das war einfach ein rundes Ding."

MDR/ahr/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 17. März 2021 | 19:00 Uhr

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