Nach Klimastreik FFF-Aktivisten sollen für Reinigung des Marktes in Stendal zahlen

Nach Demonstrationen von Fridays for Future im März war der Marktplatz in Stendal mit Kreide bemalt, die nicht wieder abzuwaschen war. Nun sollen die Aktivisten für die Reinigung aufkommen.

Menschen stehen auf einem Marktplatz in Stendal. Der Platz ist mit Kreidemalerei ausgefüllt.
Die Parolen von FFF blieben lange haften. Bildrechte: MDR/Alexander Klos

Der Marktplatz von Stendal trug noch lange die Spuren einer Fridays for Future-Demonstration. Die bunte Sprühkreide, die von den Demonstranten benutzt wurde, ließ sich nicht so leicht vom Regen abspülen wie erhofft. Die Stadt musste aufwändig den Platz säubern lassen.

Aktivisten von "Fridays For Future" sollen nun für die Reinigung des Stendaler Marktplatzes aufkommen. Das teilte die Stadtverwaltung MDR SACHSEN-ANHALT mit.

Mehrere tausend Euro Schaden

Die verwendete Farbe löste sich auch nach Regenfällen nicht wieder ab. Die Stadt musste nach eigenen Angaben insgesamt 8.800 Euro aufwenden, um den Platz wieder in Ordnung zu bringen. Laut Behörde wurde die Rechnung über diese Summe in dieser Woche an den Anwalt der Versammlungsleiterin geschickt.

Wie die Stadtverwaltung weiter erklärte, wurden die Pflastersteine durch die umfangreiche Reinigung beschädigt. Das habe sich nicht vermeiden lassen. Allein die Reparatur kostete demnach 3.100 Euro. Der Preis für die Säuberung durch eine Spezialfirma habe 5.700 Euro betragen.

Globaler Klimastreik

Im März hatten sich in Stendal rund 50 Menschen auf dem Marktplatz versammelt und diesen mit Kreide bemalt. Die Demonstration war Teil eines globalen Klimastreiks. Neben den verkehrs- und klimapolitischen Forderungen standen aber auch Themen wie Rassismus und eine gerechtere Migrationspolitik auf der Agenda der Kundgebung. Auch gegen den Weiterbau der A14 und für eine Verkehrswende wurde demonstriert.

MDR/Bernd-Volker Brahms, Max Schörm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 06. August 2021 | 16:00 Uhr

18 Kommentare

SusiB. vor 16 Wochen

Finde ich gar nicht. Diese jungen Leute die nur herum schreien können , müssen lernen das sie für entstandene Schäden dafür auch aufkommen müssen. Hätten Sieden Platz nicht so beschmiert hätten sie für das Geld sinnvolleres machen können. Da wären unter anderem bestimmt Grünanlagen zu pflegen, Bäume , Sträucher und Blumenwiesen anzulegen. Das hat was mit Umwelt zu tun und nicht das beschmieren und herumschreien.

REXt vor 16 Wochen

Ja eine „Sachbeschädigung kostet halt. Und die meisten der Klima Aktivisten ( der Anführer) stammen aus gut „ betuchten“ Häusern, da dürften die paar € doch Peanuts sein. Was tut man nicht alles um die Welt zu verbessern.

Sharis vor 16 Wochen

Ich vermute mal, dass nicht die Steine, sondern die Fugen dazwischen beschädigt, d.h. ausgespült wurden, als die Kreide weggekärchert wurde.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine normale Kehrmaschine die Kreide nicht auch wegbekommen hätte.
Die Reinigungskosten sind jedenfalls völlig überzogen!

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