2G-Regeln Stendal: Shopping für Ungeimpfte dank Klingel

Wer ungeimpft ist und trotzdem entspannt shoppen möchte, hat momentan nur eingeschränkte Möglichkeiten. Denn nur mit einem Impf- oder Genesenennachweis ist der Zutritt zu vielen Geschäften derzeit möglich. Eine Alternative gibt es nun in einem Geschäft in Stendal.

Der Eingang einer Parfümerie
Wer nicht geimpft oder genesen ist, kann an einem Stendaler Geschäft klingeln – und so trotz 2G-Regel einkaufen. Bildrechte: MDR/Anne Gehn-Zeller

Aufmerksamen Passanten in der Stendaler Fußgängerzone wird es schon aufgefallen sein: Bei der Parfümerie Aurel gibt es eine "Klingel für Ungeimpfte". So steht es groß auf einem Aufsteller.

Ganz neu ist die Klingel aber nicht. Ladenchefin Kathrin Jaenicke erklärt, dass die Idee für die Klingel schon im April 2020 entstanden sei: "Da waren die Geschäfte ja geschlossen und damit wir unsere Kunden weiter bedienen können, haben wir einfach die Klingel genutzt und haben die Ware dann aus dem Geschäft gegeben."

Internet ist auch keine Lösung

Jaenicke beschäftigt vier Kolleginnen in ihrem Laden. Es sei nicht ganz einfach, zu Pandemiezeiten als Einzelhändlerin zu überleben, sagt sie: "Aber alles im Internet bestellen, dann haben wir bald keine Innenstadt mehr."

Während durch die kleine Klingel auch Ungeimpfte in der Stendaler Parfümerie einkaufen können, setzen inzwischen immer mehr Städte in Sachsen-Anhalt auf Zugangsbändchen, um die Kontrolle der 2G-Regeln für den Einzelhandel zu erleichtern. So werden in der Innenstadt von Halle und Wernigerode seit Mittwoch nach der 2G-Kontrolle bunte Armbändchen an die Kunden ausgegeben. Eine ähnliche Zugangskontrolle gilt in Magdeburg schon seit Dezember 2020.

Die 2G-Regel besagt, dass nur noch geimpfte und genesene Personen Zutritt zu Innenräumen von Gastronomie und Einzelhandel erhalten. Ein negatives Testergebnis reicht nicht mehr für den Einlass.

MDR (Bernd-Volker Brahms, Thomas Tasler)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | Regionalnachrichten Studio Stendal | 28. Januar 2022 | 07:30 Uhr

3 Kommentare

Rotti vor 15 Wochen

Eine gute Zeit, Geld zu sparen.
Weder das Internet noch das ärgern vor dem Ausschluss aus Geschäften hebt die Shopping-Laune.
Da es aber nur eine Minderheit ist, da dürften die Umsätze der Geschäfte kaum zurück gehen. Und, wenn Schäden für den Handel zu befürchten wäre, so hätte die sehr kompetente Landesregierung schon zeitnah etwas unternommen.

MDR-Team vor 15 Wochen

Rassismus ist Ausgrenzung aufgrund zugeschriebener genetischer Merkmale und Herkunft. Er hat also nichts mit der Frage zu tun, ob man geimpft ist oder nicht.

hansfriederleistner vor 15 Wochen

Als ungeimpfter Mensch, aber ohne Corona infiziert zu sein, kommt man sich vor wie ein Aussätziger im Mittelalter. Auch das ist Rassismus. Man kann nämlich auch gesundheitliche Gründe haben, sich nicht impfen zu lassen.

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