Von Schüler mitgebracht Schule in Bismark wegen Munitionsfund evakuiert

In den Ferien hat ein Schüler aus Bismark im Wald Munition gefunden. Am Freitag wollte er sie stolz seinen Mitschülern präsentieren – und löste damit die Evakuierung der Schule aus. Auch der Kampfmittelbeseitigungsdienst rückte an.

Polizei-Absperrband
Fundmunition, die ein Schüler mit zur Schule brachte, löste am Freitag in Bismark einen Polizeieinsatz aus. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Eibner

Die Sekundarschule in Bismark ist am Freitagmorgen komplett evakuiert worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Schüler Munition im Wald gefunden und in die Schule mitgebracht. Da nicht klar gewesen sei, um welche Munition es sich handelt, sei die Schule geräumt worden.

Die Munition hatte der Schüler laut Polizei bereits in den Ferien gefunden. Nun wollte er sie stolz seinen Mitschülerinnen und Mitschülern zeigen. Daraufhin wies die Schulleitung die Räumung des Gebäudes an.

Polizei warnt: Keine unbekannten Gegenstände mitnehmen

Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst identifizierte den Munitionsfund als eine Feuerlöschpatrone und nahm sie zur Untersuchung mit. Der Unterricht konnte wenig später fortgesetzt werden.

Die Polizei warnte in diesem Zusammenhang davor, unbekannte Gegenstände mitzunehmen – aus dem Wald, aber zum Beispiel auch vom Elbufer. Denn dort lägen noch Unmengen an Munition, vor allem aus dem Zweiten Weltkrieg.

MDR/Katharina Häckl, Cornelia Winkler

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 10. September 2021 | 10:00 Uhr

2 Kommentare

DER Beobachter vor 5 Wochen

Ob Baldur von Ascanien kraft seines gesunden Menschenverstandes und seiner polytechnischen Kenntnisse den Boden einer rostenden 8,8cm-Granatkartusche vom Boden einer verrosteten Thermosflasche unterscheiden kann? Wenn er Glück hat, hängt an der Kartusche keine Granate. Und wenn es sich um eine rostende Sprenggranate 8,8 cm handelt, die sieht ziemlich genau so aus wie ´ne rostende Thermosflasche... 8,8 cm ist übrigens gängiges Kaliber der deutschen Flak und Pak, regelmäßig zu finden im Umfeld von Hauptkampfgebieten und Umfeld von zur "Festung" erklärten Gemeinden etc. im Endkampf um Berlin. Das Umfeld der Gemeinde Bismark käme durchaus in Frage (hat der S chüler das da gefunden?). Jedenfalls gibt es offenbar Gründe für die offenbare Alarmhaltung der Polizei vor Ort vor der Klärung durch den KMD. Mit dem besten Gruß an unseren Gewohnheitsschwätzer Baldur...

Baldur von Ascanien vor 6 Wochen

Hoffentlich löst nicht einmal eine alte, verbeulte Thermosflasche eine Evakuierung mit allem Halligalli aus. Gesunder Menschenverstand und ein paar polytechnische Kenntnisse sind scheinbar nach der Wende abhanden gekommen.

Mehr aus Altmark und Elb-Havel-Winkel

Mehr aus Sachsen-Anhalt