Sterbebegleitung Stiftung in Stendal sammelt Spenden für neues Hospiz

Es ist das einzige Hospiz nördlich von Magdeburg und mittlerweile zu klein: Die Sterbebegleitung der Stiftung Adalbert-Diakonissen-Mutterhaus in Stendal soll im Gemeindezentrum der Paulusgemeinde eine neue Heimat bekommen. Spenden sollen das Projekt finanzieren.

Pflegekraft am Bett eine Gastes in einem deutschen Hospiz
Für den Bau eines neue Hospiz' auf dem Gelände der Paulusgemeinde in Stendal sammelt die Stiftung Adalbert-Diakonissen-Mutterhaus derzeit Spenden. (Symbolbild) Bildrechte: imago/epd

Die Stiftung Adalbert-Diakonissen-Mutterhaus will im Stendaler Stadtteil Nord ein neues Hospiz bauen. Dafür will die Stiftung eigenen Angaben zufolge bis März 2023 Spenden in Höhe von 100.000 Euro sammeln.

Das Geld soll der Grundstock für Architektenplanung und Bauanträge sein, sagte Stiftungsvorstand Pfarrer Ulrich Paulsen MDR SACHSEN-ANHALT. Bisher seien bereits 5.000 Euro an Spenden eingesammelt worden.

Baukosten in Millionenhöhe

Pfarrer Paulsen ist optimistisch. Auch wenn die Zeiten gerade nicht einfach seien, glaube er daran, das Spendenziel erreichen zu können. "Wir haben in der Bevölkerung über die Jahre immer einen guten Zuspruch gehabt", sagt Paulsen.

Paulsen schätzt, dass für die Baukosten ein niedriger Millionenbetrag fällig werde. Den müsse die Stiftung fast allein tragen. Aber auch für die Baukosten sollten später Spenden gesammelt werden, sagt Paulsen.

Gemeindezentrum als neuer Standort

Entstehen soll das neue Hospiz im Gemeindezentrum der Paulusgemeinde. Das alte Hospiz an der Wendstraße sei mit acht Plätzen in sieben Zimmern zu klein, so Paulsen. Zudem leide das Personal unter fehlenden Möglichkeiten, sich umzuziehen oder sich zu beraten. Das Stendaler Hospiz ist das einzige zwischen Wittenberge, Wolfsburg, Magdeburg und Brandenburg.

Für das neue Hospiz könne das 60 Jahre alte Paulus-Gemeinde-Zentrum gern weichen, meint Pfarrer Tobias Krüger. Die Gemeinde hätte viel Geld für eine Sanierung des DDR-Baus in die Hand nehmen müssen. Krüger freut sich, dass die Stiftung Adalbert-Diakonissen-Mutterhaus ihnen nun diese Sanierungsarbeit abnimmt.

Nach der Sanierung soll es gemeinsam genutzte Räume geben. "So geht unsere Arbeit als Kirchengemeinde weiter und verbindet sich ideal mit dem, was das Hospiz in Stendal leistet", ist sich Krüger sicher.

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MDR (Katharina Häckl, Moritz Arand)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 22. September 2022 | 17:30 Uhr

1 Kommentar

dieja vor 7 Tagen

Es ist traurig, dass in Deutschland Geld gesammelt werden muss, um wichtige soziale Aufgaben zu erfüllen, die Menschen zu Gute kommen, die das Land aufgebaut haben und denen wir unseren Wohlstand verdanken. Für abgelehnte Asylbewerber stehen aus Steuermitteln Millionen zur Verfügung. Ich meine hier nicht Kriegsflüchtlinge und echte Asylanten, denen muss tatsächlich geholfen werden. Wenn Geld knapp ist muss man Prioritäten setzen und hier muss die eigene Bevölkerung an erster Stelle stehen.

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