Ermittlungen eingeleitet Osterburg: Firma soll Landwirte mit manipulierter Waage betrogen haben

Durch einen ehemaligen Mitarbeiter eines Unternehmens in Osterburg ist die Staatsanwaltschaft einem großangelegten Betrug auf die Spur gekommen. Dabei wurden Landwirte offenbar mit einer manipulierten Waage getäuscht. Die Höhe des Schadens ist noch unklar.

Blick auf das Ortsschild von Osterburg im Landkreis Stendal
In Osterburg im Landkreis Stendal ist es offenbar zu einem großangelegten Betrug gekommen. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock

Mit einer manipulierten Waage hat ein Agrarhandel in Osterburg im Landkreis Stendal offenbar im großen Stil Landwirte betrogen. Wie MDR SACHSEN-ANHALT am Donnerstag erfuhr, leitete die Staatsanwaltschaft Stendal Ermittlungen ein.

Bauern mit gefälschten Gewichten getäuscht

Demnach sind die Landwirte bei der Anlieferung von Getreide mit gefälschten Gewichten um Einnahmen gebracht worden. Wann der Betrug stattfand und wie hoch der Schaden ist, werde noch geklärt, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Ermittlungen gegen vier Personen

Aufgeflogen ist der Schwindel vermutlich durch einen ehemaligen Mitarbeiter. Er hatte bereits im November vergangenen Jahres Anzeige erstattet. Staatsanwältin Brigitte Strullmeier bestätigte MDR SACHSEN-ANHALT, dass gegen drei Mitarbeiter des Agrarhandels sowie gegen eine weitere Person ermittelt werde. Sie seien zwischen 33 und 54 Jahre alt. Nach Angaben des Agrarhandels dürfen die Mitarbeiter das Betriebsgelände nicht mehr betreten.

Die Vorstandsvorsitzende des Unternehmens sagte der Bauernzeitung: "Wir arbeiten sehr eng und vertrauensvoll mit den Ermittlungsbehörden und der Staatsanwaltschaft zusammen, um deren Arbeit bestmöglich zu unterstützen."

MDR/Matthias Lindner, Gero Hirschelmann

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 26. August 2021 | 15:30 Uhr

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