Prachtstraße Schadewachten Pollerärger in Stendal: Autos fahren ständig in Blumenbeete

Gerade erst saniert und freigegeben, schon ist Stendals einstige Prachtstraße Schadewachten zu einer Herausforderung für manchen Autofahrer beim Einparken geworden. Wiederholt sind die Fahrzeugführer über die Begrenzung der neuen Parktaschen gefahren und in den Blumenbeeten gelandet.

Parktaschen werden von runden Bordsteinen begrenzt
Die runden Bordsteine zur Begrenzung der Parktaschen sorgen in Stendal für Ärger. Bildrechte: MDR/Leandra Pfeiffer

Seit einigen Wochen landen Autos in Stendal regelmäßig im Blumenbeet. Grund dafür: Die Begrenzungspoller für Parkbuchten an der frisch sanierten Straße Schadewachten werden leicht überfahren. Aus diesen Beeten kommen die Autos nur schwer wieder heraus. Oft werden die Fahrzeuge bei den Befreiungsaktionen auch beschädigt.

Stadt hat wenig Verständnis für Problem

Die Stadt hat wenig Verständnis für das Problem, erklärt Stadtsprecher Armin Fischbach: "Die Betonbuckel, die wir dort haben, sollten eigentlich ausreichen. Wir reden dort von Parkbuchtabgrenzungssteinen, die 25 Zentimeter hoch sind. Das entspricht der Höhe von herkömmlichen Hochbordsteinen. Wer schon mal auf einen solchen Bordstein gefahren ist, wird bezeugen können, das merkt man."

Die von Armin Fischbach erwähnten 25 Zentimeter beziehen sich auf die Gesamtgröße der Elemente. Von denen ist ein Teil unterirdisch verbaut, sodass die tatsächliche Höhe je nach Einbauort zwischen 10 und 15 Zentimeter beträgt. Dies bestätigte Fischbach MDR SACHSEN-ANHALT.

Manche Stendaler sehen das etwas anders: "Natürlich merkt man, wenn man dagegen fährt", sagt einer. "Aber sowie man drüber rollt, ist man auch schon im Beet." Ein anderer sagt, er wundere sich, welche Funktionen die Erdlöcher hinter den Parkbuchten erfüllen sollen.

Parktaschen werden von runden Bordsteinen begrenzt
Immer wieder rollen Autos über die Steine und landen im Beet. Bildrechte: MDR/Leandra Pfeiffer

Bäume sollen bei Orientierung helfen

Die Antwort hat Stadtsprecher Armin Fischbach parat. Denn in der kommenden Woche sollen in die Beete Bäume gepflanzt werden. Diese sollen dann auch der Orientierung dienen. "Bis dahin möchte ich aber alle Autofahrer zu erhöhter Vorsicht aufrufen", sagt Fischbach. Auch weil sich neben den Parkbuchten eine Spur für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer befindet.

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MDR/Leandra Pfeiffer/Oliver Leiste

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 28. Oktober 2021 | 08:30 Uhr

4 Kommentare

Nordharzer vor 4 Wochen

Der wird die 25 cm schon so gemeint haben, wozu erwähnt er das sonst? Bei uns stehen alte Granitborde, die durchaus 50 cm hoch sind, wen interessiert denn das, wenn "nur" 20 cm rauskucken? Das mit der MPU ist schon sehr polemisch.

ElBuffo vor 4 Wochen

Alles korrekt, der hat nicht behauptet, dass die 25cm drüber hinaus ragen, sondern eben genausohoch sind, wie Hochboardsteine, deren Überfahren man bemerkt. Sollte also auch hier bemerkbar sein. Also jedenfalls für jene, die noch etwas merken. Für den Rest wäre vielleicht eine MPU angezeigt. Nicht dass noch andere Defizite bestehen, die gegen eine Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr sprechen. Damit keine Missverständnisse entstehen: Beim Einparken zwischen anderen PKW statt Blumenbeeten fährt man auch nicht soweit bis man etwas merkt.

J.B.A. vor 4 Wochen

klar, die sind 25cm hoch. Wenn sie beim Statdtsprecher Fischbach am Schreibtisch stehen..."Eingebaut" hat er sie womögl noch nie gesehen...
Weil ja auch die "Hochbordsteine" eher nicht 25cm ÜBER die Straße ragen...

Wer allerdings über die vllt 5cm darüberfährt, der merkt halt einfach nix. Also am besten Treibsand stat Bäume pflanzen , dann verschwinden die "Falschparker" ganz von selbst ;-))

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