Prozessbeginn Bürgermeister aus Landkreis Stendal soll Ehefrau vergewaltigt haben

Vor dem Landgericht Stendal hat am Donnerstag der Prozess gegen einen Bürgermeister aus der Region begonnen. Der Mann soll seine Ehefrau mehrfach vergewaltigt haben. Ihm droht im Falle einer Verurteilung eine Haftstrafe.

Landgericht Stendal
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Ein Bürgermeister aus einer kleineren Gemeinde im Landkreis Stendal steht wegen Vergewaltigung in der Ehe vor Gericht. Die Verhandlung vor dem Landgericht Stendal hat am Donnerstag begonnen.

Angeklagter immer noch in lokaler Politik tätig

Die angeklagten Taten liegen bis zu neun Jahre zurück. Der Lokalpolitiker soll zwischen 2012 und 2017 in insgesamt fünf Fällen seine Ehefrau vergewaltigt haben. In einem Fall blieb es nach vorläufigen Angaben des Gerichts bei einem Versuch. Der Mann ist immer noch Amts- und Mandatsträger in der lokalen Politik.

Vergewaltigung in der Ehe

Bis 1997 war Vergewaltigung als "außereheliches" Delikt definiert. Seither kann auch eine innerhalb einer Ehe begangene Tat als Vergewaltigung geahndet werden. Vorher war dies lediglich als Nötigung strafbar.

Das Gericht hat allein für November vier Verhandlungstage angesetzt. Es sollen zahlreiche Zeugen gehört werden. Bei einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine Gefängnisstrafe.

MDR/Bernd-Volker Brahms, Gero Hirschelmann

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 04. November 2021 | 12:11 Uhr

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