Nach Angriffen auf Demonstranten Seehausen: Mehr als 2.000 Unterschriften für mehr Toleranz gesammelt

Immer wieder kam es in Seehausen zu Angriffen auf Demonstranten, die sich gegen den Weiterbau der A14 stark machen. Mit einer Unterschriftenaktion wollen die Seehäuser Demonstranten und Gegendemonstranten zu mehr Toleranz mahnen.

In einem Wald wurde ein Camp aufgeschlagen
Im Losser Forst campen Demonstranten. Bildrechte: MDR/Marc Fischer

Mehr als 2.000 Menschen haben sich in Seehausen im Landkreis Stendal an einer Unterschriftenaktion für mehr Toleranz beteiligt. Sie fordern die Rückkehr zu "Vielseitigkeit, Vielfältigkeit und Friedfertigkeit".

Grund für die Aktion waren die Anfeindungen und Angriffe gegen die Waldbesetzer bei Losse, die gegen den Weiterbau der A14 demonstrieren. Die Angriffe reichten von verbalen Attacken bis zu Schüssen mit einem Paintball-Gewehr.

Die Unterzeichnenden fordern die "Rückkehr zur Normalität" und die umgehende Beendigung der Besetzung des Losser Forstes. Nie zuvor habe es in ihrer Region Auseinandersetzungen gegeben, wie sie sie zuletzt hätten erleben müssen. Initiator der Aktion waren der Seehäuser Stadtrat und Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth.

Unterschriften als Ventil

Unterschrieben haben viele einzelne Bürger, aber zum Beispiel auch der komplette Stadtrat von Arendsee. Die Aktion sei als Ventil für die Bürger gedacht gewesen. Man habe den Menschen die Möglichkeit geben wollen, sich zu äußern, sagte Verbandsgemeindebürgermeister Kloth MDR SACHSEN-ANHALT.

Seit April besetzen Aktivisten den Losser Forst. Sie wollen den Weiterbau der A14 verhindern. Auch auf dem alten Bahnhofsgelände in Seehausen haben Aktivisten ihr Lager aufgeschlagen. Im Mai brach dort ein Feuer aus, die Polizei vermutet Brandstiftung.

MDR/Katharina Häckl, Max Schörm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 05. August 2021 | 17:30 Uhr

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