Gute Aussicht Tangermünde macht Neustädter Tor begehbar

In das Neustädter Tor in Tangermünde werden aktuell mehr als 160.000 Euro investiert. Das Stadttor wird mit der Investition begehbar gemacht. Aus 27 Metern Höhe sollen Besucher ab dem Sommer einen Blick über die Stadt und das Umland haben.

Stadttor Tangermünde.
Das Neustädter Tor in Tangermünde. Bildrechte: MDR/Bernd-Volker Brahms

Tangermünde soll noch in diesem Sommer eine neue Attraktion bekommen. Ein noch erhaltenes Stadttor wird begehbar gemacht. Seit März sind deshalb Handwerker in dem Turm beschäftigt. Die Stadt investiert 161.000 Euro. 90 Prozent davon kommen als Fördergeld aus dem Fonds "Sachsen-Anhalt KULTURERBE".

"Der Turm hat jahrzehntelang leer gestanden", sagte Architekt Jörg Jensen MDR SACHSEN-ANHALT. Aus Sicherheitsgründen musste er baupolizeilich gesperrt werden. Nun wird der 27 Meter hohe Turm so hergerichtet, dass er begehbar wird. Insbesondere eine Aussichtsplattform aus Holz wurde geschaffen. Weiterhin werden Lichter und auch Sicherheitsvorkehrungen eingebaut. So muss oben ein Gitter angebracht werden, um Abstürze zu verhindern.  

"Wir gehen davon aus, dass wir in den Sommermonaten Juli und August die ersten Touristenführungen machen können", sagt Ariane Günzel von der Denkmalpflege der Stadt Tangermünde. Einige neugierige Tangermünder haben sich aber auch schon jetzt auf den Turm gewagt. "Die gehen da einfach hoch und müssen dann von den Handwerkern wieder hinuntergeschickt werden“, sagt Günzel.

Blick bis zum Kalimandscharo

Auf der Plattform hat man einen sehr guten Ausblick auf das gesamte Umfeld bis hin zum auffälligen Salz-Berg in Zielitz. "Man kann bis zum Kalimandscharo gucken und auch bis nach Jerichow", sagt Architekt Jensen.

Architekt Jörg Jensen und Ariane Günzel von der Denkmalbehörde der Stadt Tangermünde.
Architekt Jörg Jensen und Ariane Günzel von der Denkmalbehörde der Stadt Tangermünde. Bildrechte: MDR/Bernd-Volker Brahms

Den tollen Ausblick solle es für Menschen, die nicht schwindelfrei sind, auch am Fuße des Turms geben, sagt Jensen. Es werde eine Medien-Säule am Fuße des Turms errichtet. Über einen Bildschirm ist der Ausblick über die Stadt zu sehen. "Das war eine Voraussetzung der Fördermittel-Geber, dass wir so etwas schaffen für Leute, denen der Aufgang verwehrt bleibt."

MDR (Bernd-Volker Brahms, Mario Köhne)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 10. Mai 2022 | 09:30 Uhr

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