Neues Abfallkonzept Landkreis Stendal will das Verbrennen von Gartenabfällen verbieten

Mit einem neuen Abfallwirtschaftskonzept will der Landkreis Stendal das Verbrennen von Gartenabfällen verbieten. Derzeit gilt noch eine Sonderregelung. In dem meisten Landkreisen von Sachsen-Anhalt ist das Verbrennen nicht mehr gestattet.

Ein stark rauchender, brennender Laubhaufen
Im Landkreis Stendal soll das Verbrennen von Gartenabfällen bald der Vergangenheit angehören. (Symbolbild) Bildrechte: Colourbox.de

Im Landkreis Stendal soll das Verbrennen von Gartenabfällen verboten werden. Dies sieht das geplante Abfallwirtschaftskonzept vor. Mit dem Konzept soll das Vorgehen für die kommenden fünf Jahre festgelegt werden.

Aktuelle Sonderregelung hat Befürworter und Gegner

Derzeit ist das Verbrennen von Gartenabfällen im Landkreis Stendal mit einer Sonderregelung zugelassen. Die Regelung hatte in der Vergangenheit immer wieder zu intensiven Diskussionen in der Lokalpolitik geführt. Es gibt vehemente Befürworter und strikte Gegner.

Dezernent: Probleme des ländlichen Raums berücksichtigen

Wie der zuständige Dezernent Thomas Lötsch MDR SACHSEN-ANHALT sagte, müssen mit dem Verbot alternative Entsorgungsangebote vom Landkreis gemacht werden. "Problematisch ist dabei natürlich, dass der ländliche Raum davon weitaus härter getroffen wird als ein urbaner Raum." Das müsse berücksichtigt werden. Als Varianten werden derzeit Straßensammlungen, Sammlungen in Säcken und Bündeln sowie in Containern diskutiert und durchgerechnet.

Viele Landkreise erlauben Verbrennen von Gartenabfällen nicht mehr

Bislang gibt es für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Stendal zweimal im Jahr die Möglichkeit, Gartenabfälle zu verbrennen. So können zwischen dem 1. Februar und dem 15. März sowie zwischen dem 15. Oktober und dem 30. November mittwochs und sonnabends Feuer gemacht werden. Die meisten Landkreise in Sachsen-Anhalt gestatten dies inzwischen nicht mehr.

Mehr zum Thema

MDR/Bernd-Volker Brahms, Gero Hirschelmann

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 27. August 2021 | 09:30 Uhr

6 Kommentare

Jens B. vor 13 Wochen

Seit Beginn diesen Jahres kostet die Entsorgung der 240Liter Tonne 3,60€, bisher in den Müllgebühren enthalten. Das passiert im 14-tägigen Rhythmus. Nun, da die Bürger ihre Tonnen weniger zur Entsorgung rausstellen, muss wohl Druck erzeugt werden um sie wieder zu füllen. Schlecht für den Anteil der Bevölkerung, der zu den Öffnungszeiten des Wertstoffhof arbeiten ist oder aus z.B. Altersgründen gar kein Auto mehr besitzt. Ein Schelm der Böses denkt.

maheba vor 13 Wochen

Eigentlich die einzig richtige Konsequenz , da ja die meisten keine Ahnung vom richtigen Feuer machen haben. Es waren (sind) ja meist immer nur schwelende und rauchende Dreckhaufen aus nassen Grünschnitt.

DanielSBK vor 13 Wochen

Endlich - ekelhaft dieser Gestank .... und dann auch mal die Hundehalter kontrollieren, dass die die Hundschei**e beseitigen. Auch so ein Endlosaufreger.

Mehr aus Altmark und Elb-Havel-Winkel

Das Krankenhaus Stendal innen: Die Wände wurden von dem Stendaler Graffiti-Künstler Michael Bräune gestaltet. mit Audio
Das Krankenhaus Stendal von innen: Die Wände wurden von dem Stendaler Graffiti-Künstler Michael Bräune gestaltet. Bildrechte: MDR/Bernd-Volker Brahms

Mehr aus Sachsen-Anhalt