Zehn Jahre KinderStärken e.V. Von Stendal aus im Interesse junger Menschen aktiv

Alexander Klos, MDR-Reporter im Studio Stendal
Bildrechte: MDR/Felix Moniac

Seit zehn Jahre gibt es in der Altmark einen Verein, der sich für die Rechte und das Mitspracherecht von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Das Projekt heißt "KinderStärken" - und wurde von Studierenden der Hochschule und regionalen Akteuren in Stendal gegründet. Mittlerweile beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins Kommunen in ganz Sachsen-Anhalt.

Eine Kiste steht in einem Bücherregal.
Zehn Jahre KinderStärken - der Verein kümmert sich von Stendal aus im Land Sachsen-Anhalt um die Rechte von jungen Menschen.  Bildrechte: MDR/Alexander Klos

Der Campus der Hochschule in Stendal: Hier fing die Geschichte recht studentisch-bescheiden an. 2008 waren es nur drei Studierende, die sich einen gebrauchten Laptop teilten, um die ersten Ideen festzuschreiben. Ein Jahrzehnt später ist die Arbeit wesentlich professioneller geworden.

Professionalisiert und erweitert

Benjamin Ollendorf, selbst ein Akteur der ersten Stunde, ist mittlerweile Kopf des Vereins. Am Schreibtisch - in einem Bürokomplex an der Stendaler Stadtseeallee - erinnert er sich an die Anfänge des Vereins KinderStärken: "Heute sind wir ja vom Land beauftragt in ganz Sachsen-Anhalt als Zentrum Jugend und Kommunen zu beraten. Insgesamt hat sich KinderStärken professionalisiert. Aus den drei Studierenden sind mittlerweile 18 Angestellte plus Honorarkräfte geworden. Wir haben richtige Büros, richtige Laptops".

Ein Mann sitzt am Schreibtisch und blickt in die Kamera.
Vorsitzender Benjamin Ollendorf blickt zuversichtlich in die Zukunft des Vereins, dessen Arbeit einst mit drei Studierenden an der Hochschule in Stendal begann. Bildrechte: MDR/Alexander Klos

Erst hingehen und fragen, dann planen

Das sei aber damals noch nicht so normal gewesen, als man angefangen haben. Vor allem hab sich die Sichtweise verändert, erklärt Ollendorf: "Wenn etwas geplant wird, dass nicht an den jungen Menschen vorbei zu machen. Sondern wirklich hinzugehen, zu fragen, zu hören und dann erst Planungen aufzusetzen."

Nicht nur die Verwaltungen und die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister haben gelernt, dass die Beteiligung von jungen Menschen etwas bringt. Auch für die Zielgruppe selbst ist das Mitmachen, die Partizipation wichtig, sagt Ollendorf. "Insgesamt in Demokratiefragen. Es ist dann nichts mehr Abstraktes mitzumachen. Sie machen dann selbst Politik, auch wenn sie es so noch nicht bezeichnen würden. Sondern, sie wissen, dass es etwas bringt, wenn ich mich da einsetze. Es wird mir zugehört, es ist wichtig, was ich sage."

Eine Frau arbeitet an einem Laptop.
Janine Kaminski hat in Stendal die Interessenvertretung im Stadtrat für Kinder- und Jugendliche mit aufgebaut und ist Ansprechpartnerin für Erwachsene und die Jugend. Bildrechte: MDR/Alexander Klos

Was in Stendal bereits bei Erwachsenen und jungen Menschen zumindest in der Kommunalpolitik zum guten Ton gehört, soll weiter ins Land getragen werden. Mit dem Ziel, Interessenvertretungen sowie  Kinder- und Jugendparlamente in ganz Sachen-Anhalt zu etablieren.

Weitere Informationen zum KinderStärken e.V. finden Sie auch auf der Internetseite des Vereins.

MDR/Alexander Klos

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio | 07. September 2021 | 13:52 Uhr

4 Kommentare

Rotti vor 4 Wochen

Ich wurde da auf Twitter verwiesen, wo die einzelnen Gruppen, die dort aktiv sind viel posten sollen. Twitter und Facebook habe ich nicht. Deshalb habe ich hier auch eine Frage dazu gestellt!

MDR-Team vor 4 Wochen

Dazu haben wir keine Informationen. Wir werden nachfragen. Falls wir etwas erfahren, werden wir es Ihnen mitteilen.

Rotti vor 4 Wochen

Was ist an den Berichten dran, dass Akteure des Vereins die Baumbesetzung in Losse bei Seehausen unterstützen?

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