Ende im Straßengraben Verfolgungsjagd bis Haldensleben: Polizeisperre durchbrochen

Ein Mann hat erst eine Tankstelle in Lüderitz bei Stendal bestohlen und sich dann eine 50 Kilometer lange Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Kurz vor Haldensleben durchbrach er eine Polizeisperre und landete im Straßengraben. Der Mann wurde festgenommen.

Ein geöffnetes, verunfalltes Auto, mit allerlei Gegenständen auf dem Beifahrersitz.
Ein Dieb hat auf einer Verfolgungsjagd mit der Polizei eine Polizeisperre durchbrochen und landete im Straßengraben. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Im Norden Sachsen-Anhalts hat sich ein Dieb eine lebensgefährliche Verfolgungsjagd über 50 Kilometer mit der Polizei geliefert. Wie die Polizei MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, hatte der 35-Jährige am Donnerstagmorgen aus einer Tankstelle in Stendal zunächst eine Sonnenbrille, ein Basecap und einen Spannungswandler gestohlen.

Damit sei der Mann dann auf der Bundesstraße 189 in Richtung Colbitz-Letzlinger Heide gefahren, wo er auf die Heidestraße durch den Truppenübungsplatz nach Hütten gewechselt und von Beamten aufgespürt worden sei. Von dort sei er auf der B 71 weiter Richtung Haldensleben gefahren.

Polizeisperre durchbrochen

Ein Polizeiauto wartet neben einem Straßenschild an einer Bundesstraße, auf dem Magdeburg und Haldensleben ausgeschildert werden.
Kurz vor Haldensleben durchbrach der Mann eine Polizeisperre und verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Kurz vor Haldensleben durchbrach der Verdächtige den Angaben zufolge eine Polizeisperre. Sprecher Matthias Lütkemüller nannte die Situation für seine Kollegen lebensbedrohlich. "Der Tatverdächtige hat dabei mit seinem Fahrzeug genau auf die Kollegen gezielt, um diese mit hoher Geschwindigkeit zu treffen." Die Polizisten hätten sich nur mit einem Sprung zur Seite retten können.

Mann festgenommen, Kraftstoff und Aufbruchswerkzeuge sichergestellt

Ein geöffnetes, verunfalltes Auto, vor dem mehrere Benzinkanister stehen.
Kanister mit Kraftstoff und Aufbruchsfahrzeuge wurden im Auto gefunden. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Danach verlor der Tatverdächtige die Kontrolle über sein Fluchtauto und landete im Straßengraben. Der Mann wurde von der Polizei festgenommen. Es handelt sich um einen 35-Jährigen, der der Polizei bereits als Straftäter bekannt war. In dem verunfallten Auto fanden die Ermittler zehn Kanister mit Kraftstoff und diverse Aufbruchswerkzeuge. 

MDR (Christoph Dziedo, Leonard Schubert)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 13. Juni 2022 | 14:00 Uhr

7 Kommentare

Denkschnecke vor 2 Wochen

Echt Ihr Ernst? Kein Mitleid mit dem Polizisten, der sein Leben mit einem Sprung zur Seite retten musste? Manche Äußerungen lassen mich sprachlos zurück - oder habe Ihre Ironie nicht verstanden?

Codo vor 2 Wochen

Laut der Zeitung für Mitteldeutschland ;o) Kommen noch Dieseldiebstahl, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren ohne Versichrungsschutz/ohne Steuern zu zahlen, mit gestohlenen Kennzeichen, d.h. auch eine Urkundenfälschung... Dazu noch ein Widerstand bei der Festnahme....

Nochmal Danke für das Schnappen von so einem Straftäter!

Codo vor 2 Wochen

Etwas Anderes kann man dem Artikel nicht entnehmen. Auch nicht, dass Dritte konkret gefährdet wurden. Übrigens kommen noch andere Straftaten dazu, z.B. illegales Kraftfahrzeugrennen (Ja, so eine Flucht zählt dazu) und letztlich ist auch ein versuchtes Tötungsdelikt zu prüfen wenn er gezielt und schnell auf die Beamten zufährt.
Ich frag mich was das für Menschen sind, die erstmal reflexartig die Polizei kritisieren anstatt froh zu sein, dass die mutig so einen ... aus dem Verkehr ziehen. Der hat schließlich was falsch gemacht und jederzeit die Chance anzuhalten. Aber Sie wüssten bestimmt wer da im Auto sitzt und was genau mit dem nicht stimmt... Kann man auch fahren lassen... Gilt dann wohl für jeder der was zu verbergen hat und nicht anhalten mag...

Nene, Danke nochmal ausdrücklich der Polizei!

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