Größter Wildpark Sachsen-Anhalts Wildpark Weißewarte darf wieder öffnen

Der Landkreis Stendal hat dem Wildpark Weißewarte eine befristete Zoogenehmigung erteilt. Damit darf der größte Wildpark Sachsen-Anhalts ab Mittwoch wieder öffnen. Bis Ende Mai haben die Betreiber nun Zeit, um ein langfristiges Konzept einzureichen.

Der Wildpark Weißewarte darf ab Mittwoch wieder öffnen. Das teilte der Landkreis Stendal am Montag mit. Demnach sind die tierschutzrechtlichen Mängel, aufgrund derer der Tierpark im November geschlossen worden war, beseitigt. Bis zum 30. September habe der Park nun eine befristete Zoogenehmigung.

Geschäftsführerin und Landrat sind optimistisch

"Ich bin begeistert und freue mich, dass wir jetzt endlich nach vorn blicken und die Zukunft gestalten können", sagte die Tierärztin Victoria Alex, die den Betrieb kommissarisch leitet. Zudem hat die Einheitsgemeinde Tangerhütte Alex als Geschäftsführerin der neuen "Wildpark Weißewarte gGmbH" berufen.

Zur Zukunft des Parks gehört nach Angaben des Kreises auch ein langfristiges Konzept für die Anlage. Dieses müsse der Betrieb bis spätestens 31. Mai nachreichen.

Patrick Puhlmann
Patrick Puhlmann, Landrat des Kreises Stendal (Archivbild) Bildrechte: dpa

Landrat Patrick Puhlmann (SPD) nannte die aktuellen Entwicklungen einen wichtigen Zwischenschritt. Durch die Enge Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt seien schnelle Fortschritte zu sehen. Langfristig müsse der Fokus weiterhin auf eine unbefristete Zoogenehmigung und langfristige Klarheit gerichtet werden.

Informationen zum Wildpark Weißewarte

Der Wildpark Weißewarte ist der größte seiner Art in Sachsen-Anhalt. Er beherbergt rund 400 Tiere 50 verschiedener Arten auf einem Gelände von rund 15 Hektar. Ein großer Spielplatz macht die 1973 eröffnete Anlage besonders für Familien zu einem beliebten Ausflugziel.

Hin und Her im Wildpark Weißewarte

Das Veterinäramt des Landkreises hatte den Wildpark Ende November vergangenen Jahres zeitweise geschlossen. Grund dafür war der Vorwurf, der Park habe gegen den Tierschutz verstoßen. Dabei ging es um Krankheiten bei Tieren, die nicht erkannt und behandelt worden seien, um Mängel bei der Fütterung sowie bei der Unterbringung von Tieren während der Geburtsphase.

Nachdem der Tierpark entsprechende Auflagen des Veterinäramtes umgesetzt hatte, durfte er kurz vor Weihnachten wieder für Besucherinnen und Besucher öffnen. Diese Duldung war jedoch Ende Januar ausgelaufen. Der Park musste erneut schließen, weil sich die gemeinnützige GmbH, die den Betrieb übernehmen soll, noch in Gründung befand. Zudem fehlten ein Tierregister, Gehegepläne sowie langfristige Konzepte für Tierbestände und Finanzierung.

dpa, MDR (Maren Wilczek)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 14. Februar 2022 | 20:00 Uhr

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