Kurz nach der Schließung Überraschende Wendung: Neustart für den Wildpark Weißewarte geplant

Der Wildpark Weißewarte im Landkreis Stendal hat den Betreiber gewechselt. Er gehört jetzt zur Einheitsgemeinde Tangerhütte – und soll schon kommende Woche wieder öffnen. Der bisherige Betreiber hatte es nicht geschafft, eine Zoo-Genehmigung zu bekommen. Außerdem sollen Vereinsmitglieder gegen das Tierwohl verstoßen haben. Seit Donnerstag vergangener Woche ist der Tierpark deswegen geschlossen.

Der Eingang des Wildparks Weiߟewarte.
Der Eingang des Wildparks Weißewarte könnte bald wieder geöffnet werden. Bildrechte: dpa

Der Wildpark Weißewarte in der Altmark soll möglichst bald wieder öffnen. Der Betreiberverein habe die Anlage an die Eigentümerin, die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte (Landkreis Stendal), zurückgegeben, teilte Bürgermeister Andreas Brohm (parteilos) am Donnerstag mit. Damit ist der Weg für einen Neustart des beliebten Ausflugsziels im Landkreis Stendal frei.

Mängel beim Tierschutz und keine fachkundigen Mitarbeiter

Der Park war in der vorigen Woche vom Veterinäramt des Landkreises Stendal geschlossen worden, nachdem erhebliche tierschutzrechtliche Mängel festgestellt worden waren. Außerdem konnte der Betreiberverein nicht die vorgeschriebenen fachkundigen Mitarbeiter stellen, so dass die Erteilung einer neuen Zoogenehmigung ausgeschlossen worden war.

Daher hatte die Einheitsgemeinde Tangerhütte bereits Mitte November selbst einen Antrag auf Erteilung einer Zoogenehmigung gestellt und der Stadtrat ein Konzept für den künftigen Betrieb beschlossen. Kern ist die Gründung einer kommunalen Betriebsgesellschaft, die zum 1. Februar 2022 tätig werden soll.

Informationen zum Wildpark Weißewarte

Der Wildpark Weißewarte ist der größte seiner Art in Sachsen-Anhalt. Er beherbergt rund 400 Tiere aus 50 Arten auf einem Gelände von rund 15 Hektar. Ein großer Spielplatz macht die 1973 eröffnete Anlage zu einem beliebten Ausflugziel besonders für Familien.

Wildpark soll kommende Woche wieder geöffnet werden

Als Übergangslösung übernimmt der Förderverein des Wildparks nun die Betriebsführung. Das sei notwendig, weil der Stellenplan der Einheitsgemeinde es nicht erlaube, Personal für den Wildpark einzustellen. "Ziel ist es, die Punkte aus der Versagung der Zoogenehmigung abzuarbeiten, um so in der kommenden Woche wieder öffnen zu können", sagte Bürgermeister Brohm.

dpa, MDR (Gero Hirschelmann)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 02. Dezember 2021 | 08:00 Uhr

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