Abgemagert und verletzt Wolf im Landkreis Stendal muss getötet werden

Ein verletzter und unterernährter Wolf ist am Sonntag im Landkreis Stendal notgetötet worden. Die Entscheidung wurde nach der Untersuchung durch einen Tierarzt getroffen, da die Rettungschancen für das Tier als gering eingeschätzt wurden.

Ein Wolf läuft durch sein Gehege
Der Wolf konnte nicht mehr gerettet werden. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

In der Nähe von Bindfelde musste am Sonntag ein schwer verletzter Wolf getötet werden. Wie das Landesamt für Umweltschutz am Montag mitteilte, hat ein Einwohner des Ortsteiles von Stendal am Vormittag das Wolfskompetenzzentrum (WZI) über die Sichtung des Tieres informiert.

Tier wird nach kurzer Suche gefunden

Zwei Mitarbeiter des WZI haben demnach gemeinsam mit dem zuständigen Jagdpächter und einem Tierarzt in der Gegend nach dem Wolf gesucht. Den Angaben nach wurde das Tier kurz darauf in der Nähe des Beobachtungsortes gefunden. Es sei zunächst narkotisiert worden.

Wolf wird nach Untersuchung eingeschläfert

Bei der anschließenden Untersuchung habe der Tierarzt einen offenen Knochenbruch sowie starke Anzeichen von Abmagerung festgestellt. Entsprechend der Leitlinie Wolf wurde der Vierbeiner im Rahmen einer Nottötung direkt vor Ort durch den Tierarzt eingeschläfert.

Das sagt die Leitlinie Wolf über Nottötungen

Besteht die Möglichkeit der medikamentösen Euthanasie durch den Tierarzt/Tierärztin – ohne dass dadurch eine erhebliche zeitliche Verzögerung entsteht –, ist diese vorrangig, um das Gebot der Betäubung vor der Tötung gemäß § 4 Absatz 1 TierSchG einzuhalten. (Quelle: Leitlinie Wolf)

Notfallnummer des WZI ist immer geschaltet

In diesem Zusammenhang weist das Landesamt darauf hin, dass Übergriffe auf Nutztiere sowie tot oder verletzt aufgefundene Wölfe jederzeit über die Notfallnummer 0162/3133949 an das WZI gemeldet werden können.

MDR (Gero Hirschelmann)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 21. Februar 2022 | 14:30 Uhr

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