Bilanz Superblitzer bringen dem Land Millionenbeträge ein

2020 hat die Polizei Sachsen-Anhalt für 720.000 Euro vier Superblitzer gekauft. Ihren Preis hatten die Geräte schon nach knapp drei Monaten wieder eingebracht. Ganz besonders lohnen sich fürs Land die Autobahnen um Magdeburg. In der Altmark wurde allerdings auch einer der Superblitzer zerstört.

Im Jahr 2020 hat die Polizei in Sachsen-Anhalt beim Kampf gegen Temposünder weiter aufgerüstet. Anfang des Jahres hatte die Polizei vier sogenannte Superblitzer gekauft. Die Geräte werden auch "Vollstreckungsanhänger" genannt. Seit April sind sie rund um die Uhr im Einsatz. Die hochmodernen Geschwindigkeitsmessgeräte sehen aus wie weiße Autoanhänger und werden am Fahrbahnrand abgestellt.

Das Innenministerium hat dafür tief in die Tasche gegriffen: 720.000 Euro wurden insgesamt investiert, 180.000 Euro pro Blitzer. Viel Geld – für das Land hat sich die Investition aber gelohnt. Denn nach nicht einmal drei Monaten waren die Blitzer schon abgezahlt. Zahlen des Innenministeriums zufolge hat das Land zwischen April und Ende November durch die Blitzer mehr als 4 Millionen Euro eingenommen.

Am meisten Verstöße in der Nacht und auf den Autobahnen

Die Polizei schließt daraus allerdings nicht, dass 2020 besonders viel gerast wurde. Jens Holzgräbe von der Autobahnpolizei Dessau sagt, das Gerät blitzt viel häufiger als andere Blitzer, nämlich rund um die Uhr. Gerade nachts klingele es ordentlich in der Kasse, wenn einer mit Tempo 200 durch den Baustellenbereich brettert. Allerdings muss man die Verstöße im Vergleich zu der Zahl der Messungen sehen – 8,5 Millionen Fahrzeuge wurden registriert und davon waren nicht einmal 2 Prozent zu schnell unterwegs.

Am meisten Geschwindigkeitsvergehen haben die Superblitzer rund um Magdeburg gemessen. Auf den Autobahnen 2 und 14 gab es besonders in den Sommermonaten reihenweise Verstöße, wahrscheinlich bedingt durch den Fernreiseverkehr. Zwischen April und November hat der Blitzer dort insgesamt zweieinhalb Millionen Fahrzeuge erfasst.

Anschlag auf Superblitzer in der Altmark

Damit hat der Magdeburger Blitzer dem Land Sachsen-Anhalt in dem Zeitraum mehr als 2,8 Millionen eingebracht. Das ist fast dreimal soviel wie die Superblitzer in Halle und Dessau zusammen.

Weniger Erfolg hatte hingegen der Blitzer in der Altmark. Der Grund: Auf den Blitzer der Polizeiinspektion Stendal wurde schon nach kurzer Zeit ein Brandanschlag verübt. Der Täter oder die Täterin konnte den "Vollstreckungsanhänger" zerstören – obwohl er gepanzert ist und 1,2 Tonnen wiegt. Zukünftig soll es aber in der Altmark wieder einen neuen Superblitzer geben.

Quelle: MDR/aso

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 04. Januar 2020 | 08:40 Uhr

51 Kommentare

Eulenspiegel vor 29 Wochen

Also ich denke jeder Autofahrer weiß was dieses runde Schild mit einer Zahl darin zu bedeuten hat. Und da spielt es im Prinzip keine Rolle wo der Blitzer steht. Ich denke jeder der geblitzt wird, egal wo der Blitzer steht, hält sich nicht so wirklich an die Geschwindigkeitsbeschränkung. Und die Ausrede „Aber an der Stelle macht die Beschränkung nun wirklich keinen Sinn“ ist eben nur eine Ausrede. Darum gilt wer sich an die Beschränkung hält der hält sich überall dran und nicht nur dort wo er sie in seiner Weisheit für notwendig hält. Denn nicht notwendig ist natürlich immer da wo er geblitzt wird. So wird man die Verantwortung für sein Handeln nicht los

Ekkehard Kohfeld vor 29 Wochen

Volle Zustimmung und die Strafen sind zu niedrig in anderen Länder sind die Fahrzeuge weg das wirkt,wie entspannt man doch in Holland fahren kann wenn sich alle dran halten.😎😎😎

Saxe vor 29 Wochen

@Magdeburger Jung: " Ich wurde heute wieder geblitzt , .." sagt ja schon viel über Sie aus. Warum halten Sie sich nicht einfach an die Verkehrsregeln? Wenn Sie dazu nicht in der Lage sind, sollten Sie auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Mehr aus Sachsen-Anhalt

Feldbrand im Altmarkkreis 1 min
Feldbrand im Altmarkkreis Bildrechte: TNN