Polare Kaltluft trifft auf Tief "Tristan" Extremer Winter hat Sachsen-Anhalt im Griff – Wetterwarnungen zum Wochenstart

Warme und feuchte Luft des Tiefs "Tristan" trifft auf arktische Polarluft des Hochs "Gisela". In Sachsen-Anhalt kommt es deswegen zu Schnee und Eisregen. Im Fern- und Nahverkehr der Bahn fallen Züge aus. Auch Straßenbahnen stehen still. Für einige Regionen gilt eine Unwetterwarnung vor extrem starken Schneeverwehungen und starkem Schneefall. Die Entwicklungen im Überblick.

Schnee und starker Wind Extremwetterlage in weiten Teilen Sachsen-Anhalts

In Sachsen-Anhalt sorgte starker Schneefall und Wind für einen lange nicht erlebten Wintertag. Was auf den Straßen für Probleme sorgt, ist in Teilen aber einfach schön anzusehen. Bilder vom Sonntag.

Eingeschneite Autos in Wernigerode
Wernigerode im Winterschlaf Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Eingeschneite Autos in Wernigerode
Wernigerode im Winterschlaf Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Skifahrer fährt über eingeschneite Straße
Dieser Ski-Langläufer im Harz nimmt's sportlich. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Biotonnen mit Schneehaube
Spuren des Winters in Magdeburg Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Eingeschneite Pkw am Straßenrand
Kann man nur hoffen, dass hier am Montag niemand mit dem Auto zur Arbeit muss. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Wenig Verkehr auf eingeschneiter Schnellstraße
Blick auf die zugeschneite Tangente in Magdeburg Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Zugeschneite Treppen
Diese Treppe ist nur noch zu erahnen. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Kinder spielen im Schnee
Für kleine und große Kinder bietet der viele Schnee viel Spaß. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel
Mann schippt Schnee
In Wernigerode ist der Winterdienst im Dauereinsatz – nicht nur mit schwerer Technik, sondern auch mit vollem Körpereinsatz. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner
Räumfahrzeug schiebt Schneemassen über Autobahn
Auch im Landkreis Börde sind Räumdienste ununterbrochen im Einsatz. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Eingeschneite Autobahn ohne Verkehr
Die Autobahn 2 zwischen Marienborn/Helmstedt und Irxleben glich am Vormittag einer "Geisterautobahn". Der Schnee lag teilweise bis zu zehn Zentimeter auf der Fahrbahn. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Auto fährt über eingeschneite Straße
Schneeverwehungen machen den Verkehr zwischen den Ortschaften fast unmöglich. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Schneeverwehungen nahe Ortschaft
Die Menschen kommen mit dem Schneeschaufeln teils nicht mehr nach. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Schild an Straßenbahn-Haltestelle
Nichts geht mehr in Magdeburg: Straßenbahnen und Busse der Verkehrsbetriebe können nicht mehr fahren. Bildrechte: MDR/Mario Köhne
Eine Straßenbahn im verschneiten Magdeburg.
Straßenbahnen stecken fest und müssen freigeschaufelt werden. Bildrechte: MDR/Christoph Dziedo
Frau geht mit Hund in Schneetreiben spazieren.
Weite Teile Sachsen-Anhalts sind seit Sonntagmorgen mit Schnee bedeckt – auch Magdeburg. Bildrechte: MDR/Stephan Schulz
Hund springt im Schnee in die Luft.
Auch so mancher Vierbeiner freute sich über all den Schnee. Bildrechte: MDDR/Stephan Schulz
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Die Entwicklungen am Montagmorgen

Das Wichtigste in Kürze:

19:00 Uhr | Kommen Sie sicher durch die Nacht!

Vielen Dank, dass Sie die Entwicklungen des Tages in unserem Ticker verfolgt haben. Wir hoffen, sie sind sicher durch den Tag gekommen und konnten den Schnee etwas genießen.

Weitere Informationen finden Sie im Laufe des Abends hier. Und am Montag hält Sie Luca Deutschländer in unserem Morgenticker wie gewohnt auf dem Laufenden – aufgrund der Wetterlage diesmal bereits ab 5 Uhr.

Verabschieden möchten wir uns mit einem der süßesten Schnee-Fotos des Sonntages aus Magdeburg:

Hund springt im Schnee in die Luft.
Wenn der Hund vor Schnee-Freude springt ... Bildrechte: MDDR/Stephan Schulz

18:45 Uhr | Weitere Unwetterwarnung bis Montagmittag

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine weitere Unwetterwarnung herausgegeben. Sie gilt bis Montagmittag für den Burgenlandkreis, Saalekreis, Salzlandkreis, die Kreise Harz, Mansfeld-Südharz, Anhalt-Bitterfeld und Börde sowie die Stadt Magdeburg. Dort kann es demnach weiterhin starke Schneefälle, Verwehungen und Straßenglätte geben. Gebietsweise könnten 15 bis 20, örtlich sogar 25 cm Neuschnee fallen.

18:28 Uhr | "Die Nacht zu Montag wird richtig kalt"

MDR-Meteorologin Michaela Koschak macht an der frischen Luft selbst den Winter-Test und erklärt, wie es mit dem Winterwetter weitergeht.

18:12 Uhr | MVB startet Notverkehr mit Nachtbussen

Die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) starten ab 20 Uhr einen Notverkehr mit Bussen. Diese treffen sich am zentralen Anschlusspunkt Alter Markt alle 30 Minuten und fahren dann auf den Hauptmagistralen in alle Stadtteile. Die Anschlusstreffen finden immer zur Minute 15 und Minute 45 statt. Ab Mitternacht gilt ein Stundentakt zur Minute 15.

Der Straßenbahnverkehr soll am Montag wieder aufgenommen werden. In den Morgenstunden könne es noch zu Abweichungen vom Fahrplan kommen, auch bestimmte Streckenabschnitte können noch gesperrt sein, so die MVB.

17:50 Uhr | Die Geschichte einer gestrandeten Straßenbahn

Es geht wieder voran – zumindest für eine Straßenbahn in Magdeburg.

17:28 Uhr | Halle: Erste Ringlinie wieder im Einsatz

Zwischen Betriebshof Freiimfelder Straße, Berliner Brücke, Steintor, Magdeburger Straße, Riebeckplatz und Betriebshof Freiimfelder Straße verkehren in Halle aktuell wieder Straßenbahnen. Die Mitarbeitenden der HAVAG tun weiterhin ihr Möglichstes, den Straßenbahnverkehr in Halle wieder zu ermöglichen, erklärten die Verkehrsbetriebe. Wie lange das dauern wird, sei jedoch noch nicht abzusehen. Die Hallenserinnen und Hallenser müssten sich bis Montag auf Einschränkungen einstellen.

Eine verschneite Straße in Halle
An vielen Stellen in Halle ist an Straßenbahn-Verkehr aktuell noch nicht zu denken. Bildrechte: MDR/Maria Hendrischke

17:08 Uhr | Wetterprognose: Neuer Schnee und strenger Frost

Das Winterwetter mit Schneefall und strengem Frost bleibt Sachsen-Anhalt in den kommenden Tagen erhalten. Wie der Deutsche Wetterdienst auf Anfrage mitteilte, wird sich die Situation bis zum 15. Februar nicht wesentlich ändern. Auch tagsüber würden die Temperaturen im Frostbereich bei bis zu minus neun Grad verharren, nachts seien sogar Temperaturen von bis zu 19 Minusgraden möglich, sagte Meteorologin Cathleen Hieckmann.

Bis Montagmittag wird vielerorts Neuschnee erwartet, allerdings in unterschiedlichen Mengen. In Sachsen-Anhalt sei vor allem der Burgenlandkreis betroffen. Ein Problem gerade für Autofahrer dauert an: Schneeverwehungen. "Je weiter man in Sachsen und Mitteldeutschland nach Norden kommt, desto stärker wird der Wind", sagte Hieckmann. Der trockene Pulverschnee könne so aufgewirbelt werden. Erst am Dienstag ist nicht mehr mit Schneefall zu rechnen.

16:43 Uhr | Einzelne Abellio-Züge fahren wieder

Nach der wetterbedingten Komplett-Einstellung des Zugverkehrs am Sonntagmorgen sind einige Züge der Abellio Rail Mitteldeutschland wieder unterwegs. Allerdings seien es nur sehr wenige, und sie führen sehr unregelmäßig, teilte das Bahnunternehmen am Nachmittag mit. Konkret gelte das auf den Strecken Halle–Merseburg–Naumburg–Jena–Saalfeld und Markranstädt–Naumburg–Weimar.

Nach wie vor rolle es auf den meisten Strecken nicht wegen immer noch heftiger Schneeverwehungen. Davon betroffen seien weiterhin die Strecken von Halle, Dessau und Magdeburg in Richtung Bernburg, Aschersleben und Halberstadt sowie die gesamte Harzregion. Die Verbindungen von Stendal und Magdeburg in Richtung Wolfsburg, die Strecke von Halle Richtung Sangerhausen–Nordhausen–Leinefelde–Kassel, die Verbindung Sangerhausen–Erfurt sowie die Unstrutbahn von Naumburg nach Wangen.

16:21 Uhr | Wenn der Dom langsam verschwindet

Was sollen wir schreiben? Der Schnee steht auch unserer Wetterkamera in Magdeburg bis zum Hals.

16:06 Uhr | Verkehrsbilanz: Meist Blechschäden und feststeckende Autos

Nahezu überall in Sachsen-Anhalt spielten in den vergangenen Stunden Schneeverwehungen auf den Straßen eine Rolle – meist blieb es bei Blechschäden. Hauptsächlich steckten Autos und Laster in den aufgetürmten Pulverschnee-Bergen fest.

"Glück ist, dass Sonntag ist", sagte ein Sprecher des Polizeireviers Harz, wo es in der Nacht neben dem Mansfelder Land und dem Burgenlandkreis am kräftigsten geschneit hatte. Hier kamen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis zu 30 Zentimeter Neuschnee runter. "Die Menschen müssen nicht raus und bleiben zu Hause", sagte der Polizeisprecher.

Eingeschneite Pkw am Straßenrand
Die meisten Menschen ließen ihr Auto am Sonntag stehen. Es war ohnehin eingeschneit. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel

Für den Burgenlandkreis meldete die Polizei zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen fünf wetterbedingte Unfälle mit einer leichtverletzten Person. Im Landkreis Mansfeld-Südharz waren es im selben Zeitraum vier Unfälle ohne Verletzte. Entlang der Autobahnen war es vor allem auf den Parkplätzen schwierig, weil geparkte Lastwagen kaum ihre Parklücken verlassen konnten.

Die Polizei im Landkreis Anhalt-Bitterfeld meldete am Sonntag "keine signifikant erhöhten Einsatzzahlen, die mit dem Wetterumschwung zusammenhängen würden".

15:48 Uhr | Zum Start in die neue Woche noch kälter

Der DWD rechnet bis Sonntagabend mit einem Nachlassen des Windes, aber nicht unbedingt mit Entspannung. "Auch leichter Wind reicht bei Pulverschnee aus, um für Verwehungen zu sorgen", sagte Meteorologe Florian Engelmann. Es werde bis Montagmorgen weiter schneien – und zum Start in die neue Woche noch kälter werden.

Am Montag und Dienstag werden es etwa minus 10 Grad sein. Und das ist die Höchsttemperatur. Also kein Kurze-Hosen-Wetter.

Meteorologe Florian Engelmann

In einer Mitteilung des DWD heißt es: "Nach dem schnee- und windreichen Wochenende kommt nun aus Osten die große Kälte auf uns zu." Die kalte Ostströmung verstärke sich im Lauf der Woche immer weiter.

Ein Ende der Kältewelle sei momentan nicht abzusehen, hieß es. Neuschnee werde es nächste Woche kaum noch geben.

15:33 Uhr | #mdrklärt: Deshalb ähnelt das Wetter dem Winterchaos von 1978/79

Die aktuelle Wetterlage, eine sogenannte Grenzwetterlage, ist extrem selten. Meteorologen sehen sich an das Winterchaos von 1978/79 erinnert. Warum, das haben wir Ihnen auf unserer Instagram-Seite #mdrklärt veranschaulicht.

15:10 Uhr | Straßenbahn in Halle entgleist

In Halle ist eine Niederflurbahn in einer Kurve am Reileck aus den Gleisen gerutscht und gegen einen Mast geprallt. Medienberichten zufolge wurde niemand verletzt. In Halle sind derzeit nur wenige Tramlinien im Notbetrieb unterwegs.

Straßenbahn in Halle entgleist
In Halle sind nur noch wenige Straßenbahnen im Notbetrieb unterwegs. Bildrechte: MDR/Sven Kochale

14:31 Uhr | Saalekreis: Müllentsorgung eingestellt

Die Abfallentsorgung laut Tourenplan wird am Montag, den 8. Februar, im Saalekreis ausgesetzt. Das teilte der Landkreis am Sonntagnachmittag mit. Die geplanten Entsorgungen würden auf Samstag, den 13. Januar, verschoben.

14:18 Uhr | DWD: "Schneesturm noch nicht vorbei"

Wie entwickelt sich das Winterwetter weiter? Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Sonntagmittag einen Ausblick gegeben. Meteorologe Simon Trippler betonte: Der Schneesturm sei noch nicht vorbei. "Hotspots sind der Niederrhein, das Münsterland, Ostwestfalen, das nördliche Thüringen, das südöstliche Niedersachsen und das südliche Sachsen-Anhalt."

Mit fünf bis zehn Zentimetern Schnee, lokal auch bis zu 20 Zentimetern müsse im Laufe des Tages noch gerechnet werden. Der Wind halte auch weiterhin an mit Sturmböen von bis zu 70 Kilometern pro Stunde. "Das ist auf keinen Fall durchgestanden. Damit müssen wir bis heute Abend warten."

Aus Norden komme eiskalte Polarluft arktischen Ursprungs mit dem Hoch "Gisela" und aus Süden gleite mit Tief "Tristan" Subtropenluft aus dem Mittelmeerraum darüber, berichtet der DWD. Dabei habe sich eine scharfe Luftmassengrenze gebildet. Vor allem vom Harz bis in die Lausitz komme es zu ergiebigen Schneefällen sowie Schneeverwehungen.

Am Montag halte das unbeständige Winterwetter noch an, über die Wochenmitte setze sich von Norden her hoher Luftdruck durch. Die Temperaturen würden aber weiterhin kalt bleiben und liegen zwischen -14 Grad Celsius auf dem Brocken und -5 Grad im Burgenlandkreis.

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13:30 Uhr | Halle: Busse der HAVAG fahren, Straßenbahnen nicht

Der Busverkehr in Halle läuft, bis auf einige Verzögerungen, regulär. Das teilte die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG) mit. Straßenbahnen könnten weiterhin aufgrund der Schneeverwehungen nicht fahren. Das Unternehmen stelle aber zusätzlich Ersatzbusse bereit. Folgende zusätzliche Linien werden bedient:

  • Linie zwischen Damaschekestraße und Riebeckplatz
  • Linie Büschdorf-Riebeckplatz weiter über Marktplatz bis zur Soltauer Straße (Linie 7)
  • Entlang der Linie 3 zwischen Beesen und Trotha


Für Informationen können man auch die HAVAG-Service-Hotline unter (0345) 5 81 - 56 66 anrufen, so die Verkehrsgesellschaft.

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13:10 Uhr | Burgenlandkreis: Vollsperrung der Landstraße 205 zwischen Markröhlitz und Pettstädt

Im Burgenlandkreis ist die Landstraße 205 zwischen Markröhlitz und Pettstädt wegen Schneeverwehungen ab sofort gesperrt. Das teilte der Burgenlandkreis am Mittag mit. Die Straße liegt zwischen Naumburg und Braunsbedra. Die Landesstraßenbaubehörde müsse dort mit Großraumgerät die Straße freiräumen. Bis wann die Sperrung andauere, sei derzeit noch unbekannt.

12:55 Uhr | Die aktuelle Lage in Sachsen-Anhalts Regionen

Tief "Tristan" hat in Teilen Sachsen-Anhalts viel Schnee und Eis gebracht. Wie die aktuelle Lage am Sonntagmittag ausssieht, haben unsere Reporter in den Regionalstudios zusammengetragen:

Halle

  • Am Bahnhof Halle ist der gesamte Zugverkehr nahezu lahmgelegt.
  • Die Deutsche Bahn hat Fernverbindungen komplett gestrichen.
  • Auch Regionalverbindungen nach Magdeburg, Erfurt oder Leipzig sind betroffen.
  • Der private Bahnbetreiber Abelio stellt sein gesamtes Netz ein, Schienenersatzverkehr könne nicht angeboten werden, Reisende sollen auf Bahnreisen verzichten.
  • Im Burgenlandkreis: einige Pkw-Unfälle aufgrund von Schneeverwehungen und Glätte, dabei wurden einige Insassen verletzt.


Magdeburg und Harz:

  • Liegen gebliebene Lkw versperren Autobahn Auf- und Abfahrten der A14, zum Beispiel in Magdeburg-Reform.
  • Auch Landstraßen sind betroffen: Im Harz ist die Straße zwischen Heimburg und Derenburg gesperrt.
  • In der Börde versperrt ein Lkw den Kreisverkehr zwischen Flechtingen und Calvörde.
  • Winterdienst arbeitet rund um die Uhr, muss aber Bundesstraßen bevorzugt räumen.

Dessau:

  • Flächendeckender Schneefall behindert überall in Anhalt und Wittenberg den Verkehr
  • Winterdienst schafft es bestenfalls Bundes- und Landstraßen notdürftig zu räumen.
  • Kleinere Straßen sind fast verschwunden, mitunter liegt der Schnee dort 60 bis 70 Zentimeter hoch.
  • Radegast im Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist derzeit von Außenwelt abgeschnitten.
  • Autobahn 9 ist nur teilweise befahrbar, nur auf der rechten Spur, auf Mittel und -Überholspur liegen Schneemassen.
  • Autobahnbfahrt Coswig zur B187 musste zwischenzeitlich voll gesperrt werden, weil Lkw quer stand.
  • In Wittenberg brachen einige Bäume unter der Schneelast zusammen.


Stendal:

  • In Salzwedel sind nur Schneereste der vergangenen Tage zu sehen.
  • Rund um Stendal dagegen schneit es beständig. So richtig aber erst seit Sonntagmorgen.
  • Überall im Norden weht recht starker Wind.
  • Am Morgen Straßensperrung bei Kalbe/Milde, weil Schneeverwehungen den Weg Richtung Vahrholz behindert haben.
  • Fazit für den Sonntagvormittag laut Rettungsleitstelle: zum Glück alles ruhig, auch wenn im Süd-Osten des Landkreises Stendal immer mehr Schnee fällt.

12:30 Uhr | Bergzoo Halle heute für Besucher geschlossen

Aufgrund der aktuellen Wetterlage bleibt der Bergzoo heute für Besucher geschlossen. Laut Mitteilung von Zoo, sind die Wege durch die anhaltenden Schneefälle und die aktuelle Wetterprognose nicht dauerhaft rutschfest und schneefrei zu halten. Tickets für den heutigen Tag können kostenfrei umgebucht oder erstattet werden. Für morgen werden Besucher gebeten, sich auf den Seiten des Zoos zu informieren.

11:55 Uhr | Per Live-Webcam Blick ins Land werfen

Hier finden Sie die Live-Webcams von MDR SACHSEN-ANHALT. Sehen Sie in Echtzeit, wie es auf dem Brocken, der Burg Giebichenstein in Halle und am Magdeburger Dom aussieht.

11:28 Uhr | Harzer Verkehrsbetriebe stellen Verkehr ein

Auch die Verkehrsbetriebe im Landkreis Harz haben am Sonntag ihren Fahrbetrieb bis auf weiteres eingestellt. Das betrifft das gesamte Liniennetz der Harzer Verkehrsbetriebe einschließlich den Stadtverkehr von Wernigerode. Im Harz werden an diesem Wochenende bis zu 40 Zentimeter Neuschnee erwartet.

11:11 Uhr | Magdeburger Verkehrsbetriebe im Winterdienst

Die Magdeburger Verkehrsbetriebe trotzen dem extremen Winterwetter. Aktuell wird geräumt, wo es geht. Liegen gebliebene Bahnen werden teilweise mit schwerem gerät zurückgeholt.

Das Unternehmen teilte mit, aufgrund der aktuellen Unwetterlage müsse der Straßenbahn- und Busverkehr vorübergehend eingestellt werden. Wann der betrieb wieder aufgenommen werde, können noch nicht gesagt werden.

10:47 Uhr | Warnungen des Deutschen Wetterdienstes

Der Deutschen Wetterdienst warnt aktuell für Teile Sachsen-Anhalts vor Unwetter mit extrem starken Schneeverwehungen und starkem Schneefall. Verbreitet wird es glatt. Die Warnungen gelten vorerst bis Sonntag 21 Uhr.

Aber auch in der neuen Woche begleitet uns das extreme Winterwetter. Diana Weise vom MDR-Wetterstudio sagte, Tief "Tristan" werde nur langsam abziehen. Mit niedrigen Temperaturen im Minusbereich sei bis zum kommenden Wochenende zu rechnen. Wer am Montag zur Arbeit muss, sollte sich im Berufsverkehr darauf einstellen.

10:25 Uhr | Straßen teils nicht befahrbar, Lkw stehen quer

In weiten Teilen Sachsen-Anhalts gibt es Behinderungen durch starken Schneefall und Glätte. Vielerorts sind die Straßen wegen Schneeverwehungen nicht befahrbar. Wo der Verkehr rollt, sollten Autofahrer entsprechend vorsichtig fahren.

Auf etlichen Bundesstraßen und Autobahnen im Land kam es bereits zu Unfällen. Im Süden des Landes stellten sich Lkw auf schneeglatter Straße quer, so auf der B88 zwischen Neuflemmingen und Naumburg und auf der Landstraße zwischen Ziegelroda und Roßleben.

10:07 Uhr | Abellio stellt Zugverkehr in Mitteldeutschland ein

Auch Abellio Rail Mitteldeutschland hat am Sonntagmorgen wegen starken Schneefalls und Schneeverwehungen seinen Zugverkehr vorübergehend gestoppt. Schienenersatzverkehr könne wegen der Verwehungen nicht angeboten werden, teilte das Bahnunternehmen in Halle mit.

Betroffen sind den Angaben zufolge die Strecken von Halle, Dessau und Magdeburg in Richtung Bernburg, Aschersleben und Halberstadt sowie die gesamte Harzregion. Ebenso die Verbindungen von Stendal und Magdeburg in Richtung Wolfsburg und die Strecken von Halle in Richtung Kassel. Auch von Halle/Leipzig in Richtung Weimar-Erfurt-Eisenach sowie in Richtung Jena-Saalfeld fahren keine Züge mehr. Gleiches gilt für die Strecke Sangerhausen-Erfurt.

09:43 Uhr | Sachsen-Anhalt-weit Ausfälle im Bahnverkehr

Aufgrund der Extremwetterlage in einigen Teilen Deutschlands, kommt es zu weiteren Ausfällen im Bahnverkehr. Betroffen sind die Verbindungen zwischen Berlin und Frankfurt über Braunschweig/Kassel, zwischen zwischen Berlin, Hannover und Dortmund/Köln sowie die Strecke Köln/Dortmund, Hannover, Magdeburg.

09:20 Uhr | MDR-Wetterexpertin beantwortet 3 Fragen zum Wintereinbruch

08:45 Uhr | Deutsche Bahn: Leipzig von Fernverkehr abgeschnitten

Auch bei der Deutschen Bahn gibt es massive Behinderungen. Ein Sprecher sagte dem MDR am Sonntagmorgen, der Fernverkehr von der Region Leipzig-Halle nach Berlin, Magdeburg und Erfurt sei vorerst eingestellt worden. Auch bei der S-Bahn im Großraum Halle/Leipzig kommt es zu Ausfällen und Verspätungen. Infos der Deutschen Bahn hier.

Bereits im Vorfeld kündigte das Unternehmen an, Fernzug-Fahrkarten für Sonnabend und Sonntag sollen bereits bis sieben Tage nach Ende der prognostizierten Störung flexibel genutzt werden können. Auch eine kostenfreie Erstattung sei möglich.

08:15 Uhr | Halle und Magdeburg: Straßenbahnverkehr eingestellt

Auf mehreren Autobahnen und Bundesstraßen kommt es zu Behinderungen wegen Unfällen oder quer stehender Fahrzeuge. In Magdeburg, Halle und Dessau haben die Verkehrsbetriebe den Straßenbahnbetrieb eingestellt. In Magdeburg fahren auch keine Busse mehr.

07:00 Uhr | Winterwetter sorgt für glatte Straßen und Schneeverwehungen

In Sachsen-Anhalt führt das Winterwetter zu glatten Straßen und Schneeverwehungen. Nach Meldungen des MDR-Wetterstudios schneit es mittlerweile fast in ganz Mitteldeutschland. Bundesweit sind laut Polizei neben Mitteldeutschland vor allem Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen von starkem Schneefall und Verwehungen betroffen. Tief Tristan soll noch bis in die kommende Nacht Schnee, Eisregen und Wind bringen.

MDR/Anne Gehn-Zeller, Martin Paul, Daniel George / dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 07. Februar 2021 | 12:00 Uhr

6 Kommentare

Fischlein vor 36 Wochen

Es ist ein normaler Winter. Wenn man sich an Regeln halten würde (Rettungsgasse, Überholverbot etc.) würden auch die Räumfahrzeuge auch durchkommen.

Auf der A9 überholen sich die LKWs im Stau, alle Spuren dicht nur weil einer denkt, dass er schneller ist. Keiner kommt mehr durch. Unverständlich.

Katastrophe und das als Berufskraftfahrer...😠😠

Bernd_wb vor 36 Wochen

In den Wintern 78/79, 86, 87, 96/97, 09/10, 10/11... war es wphl kaum anders. Das Problem wir sind es kaum gewohnt . ABER, war gestern an der Saale also wenn der Schnee dann taut wird die ziemlich viel Wasser haben.😒

peterhau vor 36 Wochen

Kaum zu glauben, da schneit es im Winter, endlich mal wieder etwas mehr, es wird kälter als sonst und schon spricht man von einem "Extremen Winter, Unwetter, Winterkatastrophe". So ein gejammere. Und dabei passiert das, was im Winter passiert, es schneit und es ist etwas kalt und nicht mehr. Fehlt nur, dass man das ganze jetzt noch dem Klimawandel in die Schuhe schiebt und von Klimakatastrophe spricht. Dabei ist das alles ganz normal, was heute passiert. Es war nur wieder darauf keiner eingestellt.

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