Versorgung Ministerin Grimm-Benne: Ukraine-Geflüchtete sollten Gesundheitskarte bekommen

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne hat sich dafür ausgesprochen, dass Geflüchtete aus der Ukraine eine Gesundheitskarte bekommen sollten. Das soll Geflüchteten eine einfachen Zugang zur Gesundheitsversorgung ermöglichen. Das Thema könnten am Donnerstag auf der Ministerpräsidentenkonferenz besprochen werden.

Petra Grimm-Benne (SPD), Gesundheitsministerin in Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne ist Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz. Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) will Geflüchtete aus der Ukraine mit einer Gesundheitskarte ausstatten. Der Ministerin zufolge spart das Behördengänge und entlastet die Kommunen deutlich.

Schneller und einfacher Zugang zum Gesundheitssystem

Von der Gesundheitsministerkonferenz, deren Vorsitz Grimm-Benne derzeit inne hat, sei dafür ein klares Signal ausgegangen. "Wir wollen Geflüchteten aus der Ukraine einen unbürokratischen und schnellen Zugang zur Gesundheitsversorgung eröffnen", sagte Grimm-Benne. Über die Finanzierung und Abrechnung würden Bund und Länder aktuell beraten.

Am Donnerstag wollen die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) über die Finanzierung der Versorgung von Geflüchteten besprechen. Dann könnte auch eine mögliche Gesundheitskarte debattiert werden.  

Fast 17.000 Geflüchtete aus der Ukraine in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt hat seit Beginn des Kriegs in der Ukraine fast 17.000 Kriegsflüchtlinge aufgenommen. Das stellt die Kommunen im Land aber auch vor große Herausforderungen. Auch Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) hatte deshalb zuletzt mehr finanzielle Unterstützung des Bundes gefordert.

Außerdem dringt Sachsen-Anhalt auf weitere Mittel vom Bund zur Finanzierung der Corona-Impfzentren. Das Land hatte gemeinsam mit Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gefordert, dass sich der Bund wie bisher mit 50 Prozent an den Kosten beteiligt.

dpa,MDR (Cornelia Winkler)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 06. April 2022 | 09:00 Uhr

8 Kommentare

Atheist vor 33 Wochen

Lach bin aber bei der AOK Mitteldeutschland versichert, und nun?
Im übrigen habe ich auch weiterhin nix gegen die Ukrainer, aber diese besser zu stellen bei sozialen Leistungen oder der Anerkennung von Berufsabschlüssen die uns 89 verwehrt wurden halte ich zu tiefst ungerecht und Diskriminierung!

Karl Schmidt vor 33 Wochen

Sonderbar @Atheist.
Vor wenigen Tagen Schrieben Sie noch (Zitat): „Ich freu mich auf die Neubürger“.

Übrigens und da ich gerne weiterhelfe:
Durch permanentes Meckern in den Kommentarspalten von MDR-Sachsen-Anhalt sind die Chancen eher gering, dass Sie einen Hausarzt bei sich in Bayern finden.

wer auch immer vor 33 Wochen

Die Ukrainer, welche nach Deutschland geflüchtet sind, werden eh nach und nach gesundheitliche Leistungen in Anspruch nehmen.
Wenn diese Gesundheitskarte die Bürokratie mindert, Geld spart, ist das doch OK.
Nur leider wird die Ersparnis den Beitragszahlern nichts nutzen. Die Erhöhung der Beiträge kommt, die Vorstände werden wieder reicher.
Das ist es, wo das ganze System fault.
Irgendwann kommt auch in D der große Knall.

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