Versicherungsbilanz 2021 höhere Schäden durch Unwetter in Sachsen-Anhalt

56 Millionen Euro – so hoch ist die Summe der Schäden, die 2021 durch Unwetter in Sachsen-Anhalt verursacht wurden. Beschädigt wurden vor allem Gebäude und Einrichtungsgegenstände. Aber auch zerstörte Autos wurden gemeldet.

Umgekippte Bäume liegen auf einer Straße
Zuletzt hatten im Februar 2022 gleich drei Sturmtiefs für viele Feuerwehreinsätze gesorgt. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Lucas Riemer

Unwetterereignisse wie Starkregen und Überschwemmungen haben in Sachsen-Anhalt 2021 zu Versicherungsschäden in Höhe von 56 Millionen Euro geführt. Das hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft am Mittwoch mitgeteilt. Den Angaben zufolge lagen die Unwetterschäden um zwölf Millionen Euro über denen des Vorjahres. 47 Millionen Euro entfielen auf Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben; die restlichen neun Millionen Euro auf die Kfz-Versicherer.

Auch mehr Schadenmeldungen

Wie der GDV weiter mitteilte, hat sich 2021 in Sachsen-Anhalt statistisch die Zahl der Schadenmeldungen im Vergleich zum Vorjahr fast vervierfacht. Es habe 14,8 Fälle je 1.000 Sachversicherungsverträge mit Elementardeckung gegeben. 2020 seien es noch 4 Schadenmeldungen gewesen.

Welche Versicherung kommt für Unwetterschäden auf?

Um gut abgesichert zu sein, braucht man gleich mehrere Versicherungen. Die Wohngebäudeversicherung kommt für Schäden am Haus auf, die Hausratversicherung für Einrichtungsgegenstände.

Sind Auto oder andere Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen, greift die Teil- oder Vollkaskoversicherung. Werden andere Menschen verletzt – etwa durch einen herabfallenden Blumentopf – übernimmt die private Haftpflichtversicherung den Ausgleich.

Darüber hinaus gibt es die Elementarschadenversicherung – zumindest dann, wenn man kein Haus in Risikolage besitzt. Diese Versicherung deckt zum Teil Schäden durch Naturereignisse wie Überschwemmung, Erdbeben, Schneemassen und Hochwasser ab.

Deutschlandweit haben die Versicherer vergangenes Jahr sogar das höchste Schadenaufkommen ihrer Geschichte verzeichnet – zusammen waren es rund 12,7 Milliarden Euro.

MDR (Kalina Bunk), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 18. Mai 2022 | 08:00 Uhr

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