Besonders der Osten betroffen Erhöhte Waldbrandgefahr in Teilen Sachsen-Anhalts

Die Waldbrandgefahr in Sachsen-Anhalt steigt. Deswegen wurde in vielen Regionen die Warnstufe angehoben. Besonders im Osten des Landes ist es derzeit sehr trocken.

Das niederschlagsarme Wetter und die noch trockene Vegetation lassen die Waldbrandgefahr in Sachsen-Anhalt steigen. Am Donnerstag wies das Landeszentrum Wald für zwölf von 18 Regionen im Land die Gefahrenstufe 3 aus. Dies gilt teilweise ab diesem Freitag (11. März 2022). Für den Rest der Regionen galt die Stufe 2 von insgesamt 5.

Insbesondere für den Osten des Landes rund um Wittenberg und im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, im Salzlandkreis, im Jerichower Land und im Landkreis Stendal wurde die Stufe 3 ausgerufen. Diese bedeutet erhöhte Waldbrandgefahr.

Karte von Mitteldeutschland, Wald im Hintergrund 1 min
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In Mitteldeutschland brennt es in Sachsen und Sachsen-Anhalt am häufigsten. Immer früher beginnt die Brandsaison. Zwischen Januar und Mai 2020 gab es enorm viele Waldbrände.

MDR FERNSEHEN Mo 06.07.2020 09:49Uhr 00:31 min

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An diesem Samstag eröffnet Forstminister Sven Schulze (CDU) im Betreuungsforstamt Annaburg die neue Waldbrandzentrale. Damit ist laut Ministerium auch die Eröffnung der Waldbrandsaison verbunden, die vom 1. März bis zum 30. September gilt.

Die Waldbrandgefahrenstufen im Überblick

  • Waldbrandgefahrenstufe 1: Der Wald kann ohne Einschränkungen betreten werden und die Waldbrandwarnung ist aufgehoben.
  • Waldbrandgefahrenstufe 2: Es gibt keine grundsätzliche Einschränkung beim Betreten des Waldes. Um Zündquellen zu vermeiden, ist erhöhte Vorsicht geboten. Fahrzeuge dürfen weiter auf Waldparkplätzen abgestellt werden. Wege mit trockener Bodenvegetation nur im unbedingten Notfall befahren.
  • Waldbrandgefahrenstufe 3: Es besteht eine erhöhte Waldbrandgefahr. Die zuständige Behörde darf den Wald sperren. Das Betreten des Waldes ist weiterhin erlaubt, aber bei der Nutzung von Waldparkplätzen ist erhöhte Vorsicht geboten (Stichwort: heiße Auspuffanlagen). Öffentliche Feuerstellen oder Grillplätze im und am Wald dürfen nicht mehr genutzt werden.
  • Waldbrandgefahrenstufe 4: In Waldgebieten sollten öffentliche Straßen und Wege, sowie Waldwege aller Art nicht verlassen werden. Die Forstbehörde kann ausgewiesene Parkplätze, sowie touristische Einrichtungen im Wald sperren. Die zuständigen Behörden treffen gegebenenfalls zusätzliche Brandschutzmaßnahmen.
  • Waldbrandgefahrenstufe 5: Die Forstbehörde und der Waldeigentümer dürfen den Wald sperren. Der Wald sollte weder betreten noch befahren werden. Ausnahmen gelten nur zu Kontrolltätigkeiten durch die Forstbehörde, sowie für Kräfte des Brandschutzes, Rettungsdienstes oder Katastrophenschutzes.

dpa, MDR (Gero Hirschelmann)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 10. März 2022 | 19:00 Uhr

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