Tarifverhandlungen Metaller mit ersten Warnstreiks Sachsen-Anhalt

In der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt ist am Dienstag gestreikt worden. Die Gewerkschaft IG Metall hatte dazu aufgerufen, weil die Verhandlungen um einen neuen Tarifvertrag für die rund 10.000 Beschäftigten der Branche auf der Stelle treten.

Eine Menschenkette vor einer Fabrik.
Beim Pumpenhersteller KSB in Halle hat am Dienstagmorgen die Frühschicht gestreikt. Bildrechte: MDR/Marie-Luise Luther

Im Tarifstreik der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt sind am Dienstag erste Warnstreiks angelaufen. Wie die Gewerkschaft IG Metall mitteilte, sind unter anderem die Beschäftigten der Frühschicht im Werk des Pumpenherstellers KSB in Halle zu einem Warnstreik zusammengekommen.

Auch am Halberstädter Standort von Linde Hydraulics wurde gestreikt sowie im Aluminiumwerk Novelis in der Stadt Seeland. Am Mittag gab es zudem einen Autokorso vom Werkstor in Nachterstedt nach Aschersleben mit anschließender  Kundgebung. Die Streiks sollen vorerst bis zum 3. März andauern, so die Gewerkschaft.

Tarifverhandlungen ohne Ergebnisse

Ein Mann in roter Jacke steht auf einem Podium unter einem roten Zelt. Vor dem Podium sind viele Autos mit roten Fähnchen und Personen in roten Westen.
Gestreikt wurde auch am Alu-Werk Novelis. Bildrechte: MDR/Tom Gräbe

Laut Gewerkschaft treten die Verhandlungen um einen neuen Tarifvertrag für rund 10.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt auf der Stelle. Mitte Februar hatten die IG Metall und der Landesverband der Metall- und Elektroindustrie die dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis abgebrochen. Der Verband bot den Gewerkschaften eine Einmalzahlung im ersten Halbjahr 2022 an.

Die Arbeitgeber haben mit ihrem Angebot in der dritten Verhandlungsrunde eine Nullnummer präsentiert. Nun schalteten die Beschäftigten in den Warnstreikmodus um.

Thorsten Gröger IG Metall-Bezirksleiter

Die IG Metall forderte zuletzt vier Prozent mehr Lohn für die bundesweit rund 3,8 Millionen Beschäftigten der Branche. Zudem fordert die Gewerkschaft einen Teilausgleich beim Lohn in Fällen reduzierter Arbeitszeit und die grundsätzliche Regelung weiterer Zukunftsfragen im Umbruch der Kernbranche.

MDR/Konstantin Henß/Cornelia Winkler

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 02. März 2021 | 06:00 Uhr

2 Kommentare

ElBuffo vor 10 Wochen

Wen wollten die denn mit ihrem Autokorso beeindrucken? Doch hoffentlich nicht all jene, die im Home-Office oder gleich ganz zu Hause rumsitzen?

wer auch immer vor 10 Wochen

Ich als Rentner kann Warnstreiks und die Umsetzung zur Lohnsteigerung nur begrüßen.
Steigende Löhne = steigende Renten.

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