Kälteeinbruch Winterwetter kehrt nach Sachsen-Anhalt zurück

Im Moment zeigt sich der Winter in Sachsen-Anhalt noch von seiner milden Seite. Doch schon am Wochenende wird mit knackigen Wintertemperaturen und viel Niederschlag gerechnet. Im Harz können bis zu 40 Zentimeter Neuschnee fallen. Gleichzeit steigen aber auch die Pegelstände der Flüsse.

Autoschlangen bei Schnee in der Nähe von Torfhaus im Oberharz
In den kommenden Tagen dürfte vor allem im Harz besonders viel Schnee fallen. Bildrechte: imago images / Henning Scheffen

Nach dem Tauwetter der vergangenen Tage rechnen Meteorologen am Wochenende mit Dauerfrost und viel Neuschnee. Dem MDR Wetterstudio zufolge werden bis Montag früh in der Altmark und im Jerichower Land etwa 10 Zentimeter Schnee fallen. In der Börde werden 15 Zentimeter erwartet und im Harz rechnet man mit 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee. Kachelmannwetter hält hier sogar Schneehöhen bis zu 50 Zentimeter für möglich.

Die Vorhersagen sind momentan aber noch vage. Man müsse die nächsten Tage abwarten um genauer sagen zu können, wie viel Schnee letztendlich zu uns kommt.

Hinzu kommen frostige Temperaturen, so die aktuellen Prognosen. Für das Wochenende werden beispielsweise in Magdeburg laut Wetterstudio minus sieben Grad erwartet. Besonders frostig wird dann die kommende Woche. So ist im Harz mit strengem Frost unter minus 15 Grad zu rechnen, sonst kann es auch leicht unter minus 10 Grad gehen, wenn es über den dann entstandenen Schneeflächen aufklart.

Feuchte Luft und Kälte sorgen für viel Schnee

Den Wintereinbruch haben wir der aktuellen Großwetterlage über Europa zu verdanken. Denn am Wochenende dehnt sich Hoch "Gisela" über Nordeuropa langsam nach Osteuropa aus. Damit weht von Norden her sehr kalte Luft nach Mitteleuropa. Gleichzeitig bringen Tiefs aber von Südwesten her feuchte und milde Luft zu uns.

Nach aktuellem Stand treffen diese Luftmassen am Sonnabend genau bei uns zusammen. Dabei kann es auch Regen mit Glatteis geben. Am Sonntag verschiebt sich die kalte Luft noch etwas weiter nach Süden und damit wird Sachsen-Anhalt komplett auf der Winterseite liegen.

Im Norden Deutschlands kommt zum starken Schneefall noch ein Sturm und es drohen Schneeverwehungen. Inwieweit das auch Sachsen-Anhalt betrifft, lässt sich aber derzeit nicht genau sagen. Aber zumindest im Harz muss mit größeren Schneeverwehungen gerechnet werden.

Da es im letzten Winter kaum Schnee gab, sind die erwarteten Schneefälle sicherlich etwas Besonderes. Allerdings sind winterliche Wetterlagen im Februar den Meteorologen zufolge auch zu erwarten. Der Schneesturm in Norddeutschland wäre aber eine Extremwetterlage - Sturm- und Unwetterwarnungen inklusive.

Schmelzwasser aus Thüringen sorgt weiter für hohe Pegelstände

Während das Thermometer in den kommenden Tagen also wieder fällt, sorgen das Tauwetter und die Regenfälle der vergangenen Tage weiter für steigende Pegelstände an den Flüssen in Sachsen-Anhalt. Das geht aus aktuellen Daten des Landesbetriebes für Hochwasserschutz hervor.

Für einige Flüsse wurde deshalb bereits die erste Warnstufe ausgerufen. Dazu gehören Saale und Unstrut im Süden, die Bode im Harz sowie im Norden der Aland und die Jeetze mit ihrem Nebenfluss Dumme. Da aus der Saale-Talsperre in Thüringen mehr Wasser als üblich abgelassen wird, werden auch weiter steigende Pegelstände erwartet.

MDR/Thomas Tasler, MDR Wetterstudio

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 04. Februar 2021 | 07:20 Uhr

3 Kommentare

W.Merseburger vor 37 Wochen

Wertes MDR-Team,
ich kann Ihnen leider nicht zustimmen. Man spricht in einigen Medien hier von ca. + 20°C in Südewestdeutschland für die nächsten Tage. In der aktuellen Wettervorschau hier bei ARD.de ist von maximal + 11°C die Rede. Und Vergleiche zum Winter 1978/79 sollte man erst später dann anstellen, wenn dieser gegenwärtig zu erwartende Kälteeinbruch Geschichte ist.

MDR-Team vor 37 Wochen

Lieber Herr Merseburger. Sie können gern die Berichterstattung mit den Angaben des Deutschen Wetterdienstes vergleichen. Drüben bei Instagram, auf unserem Kanal #mdrklärt haben wir zum Beispiel Meteorologen befragt, die uns die Wetterwarnung eingeordnet haben: https://www.instagram.com/p/CK6rYp2AF70/

W.Merseburger vor 37 Wochen

Noch ist die Kälte nicht da und ich vermute, es wird wieder einmal von den Qualitätsmedien wegen der Effekte maßlos übertrieben!

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