Extreme Wetterlage Winterdienste auf Schneewochenende vorbereitet

Das Wochenende bringt Schnee und niedrige Temperaturen nach Sachsen-Anhalt. Um ein Chaos auf den Straßen zu verhindern, stehen die Winterdienste in den Startlöchern. Die Salzlager seien gut gefüllt und alle Mitarbeiter vorbereitet, heißt es von den Straßenmeistereien.

Dem MDR Wetterstudio zufolge werden bis Montag früh in der Altmark und im Jerichower Land etwa 10 Zentimeter Schnee fallen. In der Börde werden 15 Zentimeter erwartet und im Harz rechnet man mit 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee.

Der Deutsche Wetterdienst warnt deshalb vor massiven Beeinträchtigungen. Vor allem ab Sonntag werden zum Teil chaotische Zustände mit sehr viel Schnee und Schneeverwehungen erwartet.

Die Auswirkungen dieser Wetterlage werden dramatisch sein.

Wetterwarnung Deutscher Wetterdienst

Winterdienste sind einsatzbereit

Um ein Chaos auf den Straßen zu verhindern, stehen die Winterdienste bereits in den Startlöchern. So hat Sachsen-Anhalt für alle Bundes- und Landstraßen eine erweiterte Bereitschaft angeordnet. Das heißt, dass alle verfügbaren Kräfte das ganze Wochenende über im Einsatz sein werden, sagte ein Sprecher dem MDR.

Auch in den Städten werden Vorbereitungen getroffen. So sind beispielsweise in Magdeburg ab Sonnabend alle verfügbaren Mitarbeiter im Einsatz oder in Bereitschaft, sagte ein Stadtsprecher. Wenn nötig würden bis zu 20 Räumfahrzeuge von 3 Uhr bis 23 Uhr unterwegs sein. In der Nacht werden dann nur der Innenstadtring und die Buslinienstrecken geräumt.

Ähnlich die Situation Halle. Wie die Stadtwerke Halle (HWS) mitteilten, sei das Personal geschult worden. Zudem stünden Technik und Einsatzfahrzeuge bereit. Außerdem seien die Silos und Lager der HWS randvoll mit Salz gefüllt. Insgesamt wurden vorsorglich 800 Tonnen Salz eingelagert, was für einen durchschnittlichen Winter ausreiche.

Im Norden Sachsen-Anhalts fühlt man sich auch gut vorbereitet. Alle Räumfahrzeuge seien einsatzbereit. Allein für den Landkreis Stendal stehen zehn Fahrer in Dauerbereitschaft, die unter der Woche ab 3 Uhr und an den Wochenenden ab 5 Uhr Schnee von der Straße schieben können. Um Glatteis zu verhindern, hat der Altmarkkreis Salzwedel auch die Salz- und Sandlager aufgefüllt. Über 600 Tonnen Streusalz liegen in Salzwedel und Klötze auf Lager.

Prioritäten bei der Räumung

Allerdings könnten nicht alle Straßen im Land gleichzeitig geräumt werden, gibt der Leiter des Stadthofs in Bitterfeld Wolfen Andreas Patzak zu bedenken. Oberste Priorität hätten die Straßen auf denen Busse unterwegs sind, sowie die Zufahrten zu Schulen und Kitas und der Feuerwehr.

Doch auch wenn die Hauptstraßen und Autobahnen schnell geräumt werden, die Autobahn GmbH des Bundes appelliert an Autofahrer, der Witterung angepasst und vorsichtig zu fahren. Räumfahrzeuge sollten keinesfalls überholt werden: "Sich an so einer Kolonne vorbeizuschlängeln, kann lebensgefährlich sein."

Bahn bietet kostenfreie Erstattung an

Auch die Deutsche Bahn rechnet am Wochenende mit erheblichen Beeinträchtigungen für den Zugverkehr in der Nordhälfte Deutschlands. Wie das Unternehmen mitteilt, kann es wegen des vorhergesagten Schneefalls zu Verspätungen und Ausfällen kommen.

Fernzug-Fahrkarten für Sonnabend und Sonntag sollen bereits bis sieben Tage nach Ende der prognostizierten Störung flexibel genutzt werden können. Auch eine kostenfreie Erstattung sei möglich.

Geschlossene Schneedecke und Temperatursturz

In Sachsen-Anhalt soll es laut Wettervorhersage kalt und werden und viel Schnee geben. Vor allem am Sonntag schneit es häufig und im Ostharz auch sehr kräftig. Es soll sich vielerorts eine geschlossene Schneedecke bilden.

Es werden Höchstwerte von minus 7 bis minus 4 Grad erwartet. Durch den stark böigen Nordostwind fühle es sich aber noch kälter an. Am Montag geht es winterlich weiter und es wird noch etwas kälter. Die Höchstwerte dürften dann bei minus 8 Grad liegen.

MDR/Thomas Tasler

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 05. Februar 2021 | 15:30 Uhr

24 Kommentare

Anhaltiner vor 36 Wochen

Wer hat denn mit einem Winter mit Kälte und viel Schnee gerechnet ? Die "Winter" vergangenen Jahre ohne Schnee und Frost waren doch sehr erfolgreich für den Winterdienst.

Storch Heiner vor 36 Wochen

FALSCH wie in bei jeder Blubberei, nur 1978/79 gab es extrem Wintereinbruch. auch wenn meist Weihnachten bis in den Winterferien und manchmal Ostern Schnee lag waren es kein ExtremWetter wie 1978/79

Storch Heiner vor 36 Wochen

Danilo hat es völlig richtig erkannt. Winter-Wetter seit Jahren mit mageren Schneemassen kennen viele diese nur am Fernsehen wenn es NewYork erwischte. Russen schockt sowas nie und sehr alte Soldaten wissen es vllt. noch in Erinnerungen. Den Bereitschafts-Kollegen ruhige Zeit und niemandem Strom- Wasser oder Heizungsausfall wünschend.

Mehr aus Sachsen-Anhalt