Winter-Vorbereitung 28.000 Tonnen Streusalz für Sachsen-Anhalts Straßen

Sachsen-Anhalt rüstet sich für den Winter: 28.000 Tonnen Streusalz, 765 Einsatzkräfte und 350 Streufahrzeuge stehen zur Verfügung. Verkehrsminister Thomas Webel appelliert an alle Kraftfahrer, ihre Fahrzeuge wintertauglich auzurüsten und sich an die Regeln zu halten.

Winterdienst auf der Straße.
Sachsen-Anhalt hat 28.000 Tonnen Streusalz eingelagert. Bildrechte: colourbox

Auch wenn es im Moment ungewöhnlich warm ist, steht der Winter schon vor der Tür. Und Sachsen-Anhalt bereitet sich vor. Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) teilte MDR SACHSEN-ANHALT mit, dass für die anstehende Jahreszeit rund 28.000 Tonnen Streusalz und knapp 1.800 Tonnen Sole, also Salzlösung, vorliegen. Vor dem Einsatz werden Streusalz und Sole miteinander vermengt und es entsteht Feuchtsalz. In Kombination wirken die beiden Stoffe schneller. "Insgesamt stehen rund 350 Räum- und Streufahrzeuge bereit, um die Straßen in unserem Land schnee- und eisfrei zu halten", so Webel.  

144 Kilometer Schneezaun

In den kommenden Wochen sollen 144 Kilometer Schneezäune aufgestellt werden. Die grünen Plastikzäune verhindern, dass durch Wind Schnee auf die Fahrbahn geweht wird. Davon sollen laut Verkehrsministerium 27 Kilometer auf Bundesautobahnen, 58 Kilometer auf Bundesstraßen, 56 Kilometer auf Landesstraßen und drei Kilometer in Kreisstraßen aufgestellt werden. Webel teilte mit, dass bis zu 765 Einsatzkräfte zur Verfügung stehen und in Spitzenzeiten eingesetzt werden können, um die Straßen zu räumen und zu streuen.

Umfang des Straßennetzes in Sachsen-Anhalt Laut Verkehrsministerium umfasst das Straßennetz in Sachsen-Anhalt derzeit exakt 11.170 Kilometer.

929 Kilometer Bundesautobahnen (499 km Strecke + 249 km "Äste" an Auf- und Abfahrten, 90 km an Parkplätzen und Rastanlagen sowie 91 km in Brandenburg, Sachsen und Thüringen, die mit betreut werden)

2.015 km Bundesstraßen

3.973 km Landesstraßen

4.253 km Kreisstraßen (davon werden 786 km durch das Land betreut)

Regionales Streusalz aus Bernburg

Förderband im Salzbergerwerk Bernburg
Die 28.000 Tonnen Streusalz sind aus dem Bergwerk in Bernburg. Bildrechte: MDR/Ralf Geißler

Das Streusalz wurde aus der Salzlagerstätte in Bernburg gewonnen. Sollte mehr Bedarf sein als bereits deponiert, dann könne nochmal Salz abgebaut und zur Verfügung gestellt werden, so das Verkehrsministerium. Die regionale Nähe zum Salzbergwerk sei dabei ein Vorteil. Webel betont, dass neben den ganzen Vorbereitungen die Rücksicht aller Verkehrsteilnehmer wichtig ist, denn sonst "würde ein guter Winterdienst nicht funktionieren".

Appell des Verkehrsministers

Bei extremen Wetterverhältnissen könne es vorkommen, dass nicht überall gleichzeitig geräumt und gesichert werden kann. Deshalb fordert der Verkehrsminister alle Fahrerinnen und Fahrer auf, sich auf den Winter einzustellen.

Ich appelliere an alle Kraftfahrer, ihre Fahrzeuge unbedingt wintertauglich auszurüsten und das Fahrverhalten der jeweiligen Situation, nämlich Schnee und Eis, anzupassen.

Thomas Webel, Verkehrsminister

Insbesondere Kurven, Anstiege und Strecken mit Gefälle würden größere Aufmerksamkeit verlangen und eine der Glättegefahr angepasste Fahrweise fordern. Webel erklärt: "Es müssen unbedingt Gassen für den Winterdienst freigehalten werden, damit rasch geräumt und gestreut werden kann". Vor allem auf Brücken und Waldstrecken sei besondere Vorsicht geboten.

Rückblick auf vergangene Wintersaison

In der Winterperiode 2019/2020 wurden etwa zwei Millionen Euro für Streusalz und Sole ausgegeben. Das Verkehrsministerium erklärt, dass durchschnittlich 4,5 Tonnen Feuchtsalz, also mit Sole befeuchtetes Streusalz, je Kilometer auf den vier- bis sechsspurigen Autobahnen gebraucht wurden. Auf Bundesstraßen seien knapp 2,5 Tonnen und auf Landesstraßen rund 1,4 Tonnen Streusalz eingesetzt worden.

Quelle: MDR/vö

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 02. November 2020 | 14:00 Uhr

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